Corona-Lockerungen in Berlin - Kontaktbeschränkungen entfallen weitgehend, mehr Menschen bei Großveranstaltungen

Berlinale-Filmvorführung im Freiluftkino Friedrichshain © Jens Kalaene
Video: Abendschau | 06.07.2021 | D. Knieling | Bild: dpa-Zentralbidl

Der Berliner Senat beschließt neue Lockerungen der Corona-Beschränkungen: Bald sollen wieder Veranstaltungen mit mehr als 5.000 Personen möglich sein, auch in Innenräumen dürfen sich wieder mehr Menschen treffen.

Die Personenobergrenze für Treffen in Berliner Privaträumen fällt nahezu weg. Die Vorgaben für Veranstaltungen werden ebenfalls gelockert. Das verkündete Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Berlin.

In Innenräumen galt bislang, dass zehn Menschen aus fünf Haushalten zusammenkommen dürfen. Das ist nun aufgehoben. Kalayci nannte die Entscheidung "sehr mutig". Bei privaten Feiern gibt es allerdings eine Obergrenze von 50 Personen in Innenräumen. Draußen bleibt es für private Zusammenkünfte bei einer Obergrenze von 100 Personen.

Gestrichen wurden außerdem alle Regelungen, die Arbeitgeber verpflichten, ihren Mitarbeitern Home-Office-Arbeitsplätze anzubieten. Die Änderungen treten am Samstag, 10. Juli, in Kraft.

Großveranstaltungen wieder möglich

Veranstaltungen in geschlossenen Räumen werden mit bis zu 1.000 Personen erlaubt, gibt es eine maschinelle Lüftung, sind es 2.000 Personen. Ab 50 Teilnehmern bei Innen-Veranstaltung besteht Testpflicht.

Bei Veranstaltungen im Freien liegt die Obergrenze bei 2.000 Personen. Eine Testpflicht gilt ab 750 Teilnehmern.

Die neuen Regeln sehen auch vor, dass Sport- und Kulturveranstaltungen mit mehr als 5.000 Personen wieder möglich sein sollen. Das ist allerdings an einige Voraussetzungen geknüpft:

  • Veranstaltungen mit mehr als 2.000 Personen sollen in Berlin nur erlaubt sein, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 liegt.
  • Grundsätzlich ist ein negativer Testnachweis erforderlich.
  • Hallen und Arenen dürfen maximal zu 50 Prozent ausgelastet sein.
  • Insgesamt sind nicht mehr als 25.000 Zuschauende erlaubt.

Dazu wurden bereits bundesweite Regelungen abgestimmt - etwa für Großveranstaltungen der deutschen Sport-Profiligen und Pokalwettbewerbe. Grundlage für die Genehmigungen sollen die Schutz- und Hygienekonzepte der Liga- und Sportverbände sein.

OP-Masken reichen in Zukunft fast überall aus

Neuerungen gibt es auch bei der Maskenpflicht. Der Senat hat die Regeln an dieser Stelle entschlackt und gelockert. Grundsätzlich reicht in Zukunft eine medizinische Maske aus. Die FFP2-Maske muss nur noch in Bussen und Bahnen sowie bei körpernahen Dienstleistungen getragen werden.

Geschäfte, Museen und Galerien dürfen in Zukunft mehr Besucher gleichzeitig empfangen: Eine Person pro fünf Quadratmeter ist jetzt erlaubt - zuvor war es eine Person pro zehn Quadratmeter.

"Tanzlustbarkeiten" in Innenräumen bleiben dagegen verboten: "Da sind wir weiter vorsichtig", sagte Kalayci. Draußen gilt für Veranstaltungen, bei denen getanzt wird, eine Obergrenze von 1.000 Personen. Zuvor lag sie bei 500 Menschen.

Das Alkoholverbot auf Parkplätzen wird aufgehoben.

Bei Schiffs- und Stadttouren entfällt eine Terminbuchung. Teilnehmer müssen nur noch getestet sein, sofern geschlossene Räume aufgesucht werden.

Sendung: Abendschau, 06.07.2021, 19:30 Uhr

Die Kommentarfunktion wurde am 06.07.2021 um 21:18 Uhr geschlossen

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91 Kommentare

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  1. 91.

    Warum? BVG ist ein Privatunternehmen und kann doch machen, was sie für richtig halten. Und ich fühle mich deutlich sicherer wenn weiterhin Masken getragen werden. Wenigstens von den vernünftigen. Paar besoffene Jungspunde ohne Maske gibts eh seit Anbeginn der Pandemie.

  2. 90.

    Jemand der in 20 Jahren eh verstirbt, und davon noch so 10-15Jahre in Heimen oder Pflege vegetier, sollte nicht über andere langlebigere Menschen entscheiden und diese womöglich durch Sturheit und Egoismus in Gefahr bringen. Mein Opa ist 95 und zeigt Maske und hält Abstand. Weil er Respekt und Würde auch im Alter zeigt.

  3. 88.

    " Die FFP2-Maske muss nur noch in Bussen und Bahnen sowie bei körpernahen Dienstleistungen getragen werden."
    .... nur noch...
    Bin heute wieder Tram und Bus (hier nutzt man noch immer die zweite Tür zum Ein- und Aussteigen, weil der Fahrerbereich großräumig abgegrenzt ist) gefahren. Tram sowie Bus kamen zu spät, morgens wie nachmittags. Viele Leute durften auf engstem Raum kuscheln. Daher kommt wohl das Fortbestehen der FFP2-Maskenpflicht. Problem wird nie gelöst, also in Bussen und Bahnen FFP2 für immer!

  4. 87.

    Anfrage an den RBB: Was ist der Unterschied zwischen einer OP oder einer FFP2-Maske? Habe es immer noch nicht begriffen?

  5. 86.

    "....das ist sogar nach 2 Impfunge möglich (siehe Seehofer)."
    Ja und? 2x geimpft bedeutet doch nur das man meistens gegen schweren Verlauf oder Tod geschützt ist, nicht gegen Infektion. Ist doch bei der Grippeimpfung nicht anders.
    Und wie man bei Herrn Seehofer sieht hat es funktioniert: er ist genesen und immer noch im Amt aktiv!
    So soll es sein.

  6. 85.

    Der RBB merkt schlon, wer hier von beiden Jörg BB kommentiert, das sieht RBB an der E-Mailadresse, an der echten und an der gefakten

  7. 83.

    Oh, habe das Wort "Ironie" vergessen!
    Hatte aber vermutet, das man dies nur als Unsinn ansehen kann ;-)

  8. 82.

    und man kann auch mehrere Masken zum Wechseln einsetzen.

  9. 81.

    Man muss nur an den richtigen Schrauben drehen, dann könnte die Inzidenz dadurch auf Null gexschummelt wird, indem man die Tests ganz einstellt, dann werden gar keine Positiven mehr erfasst - wie doof wäre das denn?

  10. 80.

    So ein Quatsch meine Kollegen aus Brandenburg tragen seid Monaten 2 masken in der Tasche, damit sie an der Stadtgrenze wechseln können. Hat sich keiner einen bruch gehoben. Aber wenn man meckern will findet man immer was.

  11. 79.

    Schnelltest = nur Momentaufnahme. 1 Minute nach dem Test k a n n die Inkubationszeit vorbei sein, und man würde beim erneuten Test als positiv auffallen - das ist sogar nach 2 Impfunge möglich (siehe Seehofer).

  12. 78.

    "Völlig gaga" wirkt es auf mich, einseitig zu bemängeln und zu verallgemeinern, denn da sind noch die vielen gaga-bürger, die nichts begreifen wollen, für die Solidarität und Völkerverständig Fremdworte bleiben und ddenen es niemals einfällt, andere durch Einhaltung der Regeln und geimpft-werden nicht schützen möchten, auf dass sich 2020 und das Frühjahr 2021 jenseits von Neuseeland wiederholt, damit Corona bloß nie aufhört..,.

  13. 77.

    Ach, der "Mann" wieder. -)

    Da muss wohl das Kino in Potsdam herhalten. Ende des Monats bin ich vollständig geimpft. Der Impffortschritt lässt sich nicht aufhalten. -)

  14. 76.

    Wenn es nur darum ginge, mich selbst zu schützen, könnte ich ja auf eine Maske verzichten. Aber wer eine Maske trägt, schützt andere. Auch die Schlaumeier, die hier Städte schreiben, dass alle Ängstlichen doch gerne weiter Masken tragen sollen. Es macht mich fassungslos, dass manche das im Jahr 2 der Pandemie immer noch nicht begriffen haben. Aber so ist das wohl, wenn der Horizont beim Ich! Ich! Ich! endet.

  15. 75.

    Schnelltest = nur Momentaufnahme. 1 Minute nach dem Test k a n n die Inkubationszeit vorbei sein, und man würde beim erneuten Test als positiv auffallen - das ist sogar nach 2 Impfunge möglich (siehe Seehofer).

  16. 73.

    Weil sich mein Arzt sich nicht traut mir eine Befreiung von der Ffp2 zu attestieren. Habe nur eine Befreiung für längere Strecken,aber was ist lang? Glaube nicht daß Kontrolleure das so akzeptieren würden.

  17. 72.

    Bitte die freiwillige Maskenpflicht einführen!

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