20. Juni -

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) lässt bei ihrer Forderung nach kleineren Klassen an den Berliner Schulen nicht locker. Am Mittwoch rief sie Lehrkräfte, Sozialpädagogen und Schulpsychologen für den 20. Juni zu einem erneuten Warnstreik auf.
"Wir kündigen diesen Streiktag langfristig an, um dem Berliner Finanzsenator Zeit zu geben, sich endlich zu Verhandlungen durchzuringen", sagte die Leiterin des Vorstandsbereichs Beamten-, Angestellten- und Tarifpolitik der GEW Berlin, Anne Albers. Der 20. Juni als Streiktag sei nicht zufällig gewählt, denn an diesem Tag debattiere voraussichtlich das Berliner Abgeordnetenhaus über das Thema.
Berliner Senat lehnt Gespräche ab
Seit 2021 verlangt die GEW einen Tarifvertrag Gesundheitsschutz, in dem Klassengrößen und weitere personelle Unterstützung geregelt werden. Auf diese Weise könnten gesündere Arbeitsbedingungen für die mehr als 34.000 Lehrkräfte und andere Schulbeschäftigte und gleichzeitig eine höhere Unterrichtsqualität erreicht werden, argumentiert die GEW.
Der Berliner Senat lehnt solche Gespräche ab und verweist auf die Tarifgemeinschaft der Länder (TDL). Ohne deren Zustimmung könne Berlin keine Tarifverhandlungen über Klassengrößen aufnehmen.
Die GEW lässt dieses Argument nicht gelten und organisierte seit 2021 immer wieder Warnstreiks, um ihr Ziel zu erreichen. Am letzten Ausstand am 22. Mai beteiligten sich laut Gewerkschaft etwa 2.500 Beschäftigte, an manchen Schulen fiel in der Folge Unterricht aus.
Sendung: rbb|24 Inforadio, 05.06.2024, 12:05 Uhr