Demonstration Tag der Freiheit - Tausende feiern das Ende der Pandemie und den Tag der Freiheit in Berlin mit einem Umzug durch das Regierungsviertel (Quelle: imago-images/Müller-Stauffenberg)
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User-Kommentare im Blick - Masken bringen nichts? Mehr Tests - mehr Fälle? Das sagt unser Faktencheck

Hunderte Kommentare erreichen uns jeden Tag zum Thema Corona. Einige zweifeln dabei an der Richtigkeit von Tests oder der rechtlichen Grundlage von Verordnungen. Was ist an den häufigsten Behauptungen dran? Von Kira Pieper und Haluka Maier-Borst

Behauptung: PCR-Tests sind wertlos, da sie viel zu viele falsch-positive Ergebnisse bringen. Je mehr Testergebnisse man hat, desto höher die Zahl der falsch-positiven Ergebnisse, also bringt das ganze Testsystem nichts.

Tatsächlich muss man immer die Quote an Falsch-Positiven und Falsch-Negativen bei Tests beachten. Das war am Anfang der Pandemie der Fall, als viele in Antikörper-Tests (mit 99-prozentiger Genauigkeit) den Beweis sahen, dass die meisten unbemerkt Corona schon hatten. Wir hatten das mal an einem fiktiven Beispiel für diese Antikörper-Tests vorgerechnet.

Und natürlich sind diese Metriken auch wichtig, wenn es darum geht, wie gut die Ergebnisse von PCR-Tests, mit der Rachenabstriche auf Sars-CoV-2 geprüft werden, das aktuelle Geschehen spiegeln. Aber es gibt einige Gründe, die dafür sprechen, die Ergebnisse aus PCR-Tests ernst zu nehmen.

Zunächst einmal hinkt die klassische Falsch-Positiven-Rechnung, denn es werden in Deutschland eben keine verdachtsunabhängigen Massentests gemacht – also einfach wild alle getestet. Dagegen hatten sich Mediziner ausgesprochen und am Ende ebenfalls Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Auch jetzt werden erst einmal primär Verdachtsfälle mit Symptomen oder Kontaktpersonen untersucht und dann Reiserückkehrer aus Risikogebieten, bei denen ebenfalls ein Verdacht besteht, wenn auch ein deutlich geringerer, dass sie Sars-CoV-2 haben. Sprich die Wahrscheinlichkeit, dass diese Leute mit Corona infiziert, ist höher als in einer Zufallsstichprobe aus der Gesamtbevölkerung.

Hinzu kommt: Der Test sucht nach Schnipseln von Virus-Erbgut, die sehr charakteristisch für Sars-Cov-2 sind. Fälschlich jemanden als infiziert anzeigen könnte der Test nur, wenn ein Mensch vor kurzem sehr ähnliche Coronaviren hatte, die nur einen leichten Schnupfen verursachen. rbb|24 hat mit mehreren Experten gesprochen und diese taxieren die Quote an falsch-positiven Tests deutlich unterhalb von 0,5 Prozent, eben weil die Schnipsel sehr charakteristisch für Sars-Cov-2 sind und jemand gerade die Erkrankung durchgemacht haben müsste, um noch Virus-Erbgut zu finden. Das ist aber im Sommer, der nicht Erkältungssaison, etwas unwahrscheinlicher.

Auch Zahlen zum Beispiel bei OurWorldInData [ourworldindata.org] legen nahe, dass der Test selten Leute fälschlich als positiv klassifiziert. Länder wie Neuseeland und Finnland, die sehr wenige Fälle haben, zeigen eine Positivquote von 0,2 Prozent. Wenn diese Länder wirklich zurzeit nur noch falsch-positive Tests hätten, weil sie unnötig Tests an einer vollkommen gesunden Bevölkerung durchführen, wären also die 0,2 Prozent die Quote der Falsch-Positiven. Deutschland, Berlin und Brandenburg liegen deutlich über dieser Positivquote. Entsprechend kann man davon ausgehen, dass die meisten Fälle wirklich richtige positive sind. Ein viel größeres Problem ist nach Expertenmeinung die Rate der falsch-negativen Tests, weil je nach Krankheitsstadium in Rachenproben das Virus-Erbgut nicht mehr nachweisbar ist, obwohl jemand infiziert ist.

Behauptung: Maskenpflicht ist nur eine Verordnung. Verordnungen haben aber keine gesetzliche Grundlage, weil ja in diesem Fall nur per Mehrheitsbeschluss im Bundestag beschlossen wird. Also ist das gesetzlich nicht bindend und man hat bei Verstößen vor Gericht nichts zu befürchten.

Die Maskenpflicht ist zwar eine Verordnung, aber die Grundlage hierfür bietet das Infektionsschutzgesetz (IfSG), das seit 2001 in Kraft ist. Dessen Zweck ist es, übertragbaren Krankheiten beim Menschen vorzubeugen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und ihre Weiterverbreitung zu verhindern. Seine Anwendung findet es bei ansteckenden Krankheiten wie dem Coronavirus, aber auch Cholera, Masern oder Ebola.

Zur Bekämpfung der Infektionen sind in erster Linie die Länder und Kommunen zuständig (meistens das örtliche Gesundheitsamt), denen das Gesetz Möglichkeiten bietet, Epidemien einzudämmen. Im Fall einer Pandemie ermächtigt das IfSG die örtlichen Gesundheitsämter, gewisse Grundrechte durch Schutzmaßnahmen einzugrenzen. Die Maskenpflicht beruht auf §§ 32 [gesetze-im-internet.de] und §§ 28 [gesetze-im-internet.de] Absatz 1 Satz 1 des IfSG. Diese Einschränkungen müssen jedoch verhältnismäßig sein und dürfen nur zeitlich, räumlich und personell begrenzt gelten.

Bezüglich der Maskenpflicht hatte es an deutschen Gerichten in den vergangenen Monaten mehrfach Klagen gegeben. In Brandenburg hatte die AfD-Fraktion etwa wegen Unverhältnismäßigkeit sowie Beschneidung der Grund- und Freiheitsrechte geklagt. Doch das Verfassungsgericht Brandenburg etwa bestätigte im Juni die Maskenpflicht in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln. Begründung: Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln beeinträchtige die Menschen in Brandenburg in der Regel nur kurzzeitig und nur in bestimmten Situationen. Da der Eingriff die Gefahren einer möglichen Infektion nicht deutlich überwiege, sei die Regel vorläufig hinzunehmen.

Behauptung: Masken bringen nichts, Wissenschaftler haben das festgestellt.

Zu Beginn der Pandemie wurde der positive Effekt von Masken von Experten für eher gering erachtet. Erst im Juni änderte die Weltgesundheitsorganisation ihre Meinung und empfahl doch Masken im Alltag zu tragen. Verantwortlich für diese ablehnende Haltung waren mehrere Faktoren.

Zum einen gab es damals wenige Studien zu dem Thema. Eine, auf die sich zum Beispiel viele Wissenschaftler anfangs bezogen, stammt von 2015 [bmj.com] und beschäftigte sich mit der Übertragung von Influenzaviren. Die Studie zeigte, dass Mitarbeiter/innen in einem Krankenhaus, die eine Stoffmaske trugen, deutlich häufiger krank wurden als ihre Kolleg/innen mit medizinischen Masken. Inzwischen gibt es deutlich mehr Studien speziell zu Corona und auch sogenannte Meta-Studien, die versuchen die Beweislage von verschiedeneren Studien zusammenzutragen. Eine der größten Metastudien zeigt, dass das Tragen von medizinischen Masken wohl das Infektionsrisiko um 85% senkt [thelancet.com].

Ein anderer Faktor, der erklärt, wieso mann anfangs skeptisch gegenüber einer Maskenpflicht war: Die meisten Studien konzentrierten sich vor allem darauf, ob die Träger von Masken angesteckt würden – nicht ob sie andere anstecken. Inzwischen gibt es aber dazu Studien aus Deutschland [IZA.de], den USA [healthaffairs.com] und auch China [bmj.com], die nahelegen, dass diese Strategie funktioniert und sich rund 30 Prozent der Neuinfektionen damit womöglich vermeiden lassen. Der amerikanische Sender npr [npr.com] hat dies visuell wie folgt aufbereitet für den Fall, dass jede Person eine weitere anstecken würde ohne Schutzmaßnahmen.

Behauptung: Der nächste Lockdown im September ist längst hinter den Kulissen ausbaldowert und die Bundeswehr bereitet ihn schon vor.

In sozialen Medien werden Gerüchte verbreitet, die Bundeswehr habe ab September eine Urlaubssperre verhängt. Hintergrund sei ein Lockdown, der angeblich seit Monaten von der Regierung geplant sei. Auf Anfrage von tageschau.de erklärte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums, dass es keine Urlaubssperre gebe [tagesschau.de].

Die Rolle der Bundeswehr rund um die Pandemie beschränke sich derzeit auf Amtshilfe nach §35 Abs. 1 GG. "Da wir es mit einer 'Corona-Krise' zu tun haben und keiner 'Corona-Katastrophe'", so der Sprecher weiter zu tagesschau.de, "bleibt es seitens der Bundeswehr auch zukünftig bei der Durchführung von Amtshilfe im Rahmen der Krisenbewältigung".

Derzeit unterstützen Soldaten am Berliner Flughafen Tegel beispielsweise im Rahmen der Amtshilfe die Corona-Testungen und nehmen dafür die Daten der Reisenden auf. Auch am Berliner Hauptbahnhof sind Soldaten im Einsatz.

Behauptung: Das Jugendamt darf Kinder ihren Familien entreißen und in Einrichtungen unterbringen, wenn sie bei häuslicher Quarantäne nicht von anderen Kindern derselben Familie isoliert in der Wohnung gehalten werden.

Auslöser für die Sorge, der Staat könne Kinder bei einer Corona-Infektion aus der Familie nehmen, waren mehrere offizielle Schreiben. Unter anderem hatte Anfang August die Diakonie Michaelshoven in Köln eine Online-Stellenanzeige veröffentlicht, aus der hervor ging, dass eine "Pädagogische Fachkraft (m/w/d) in einer Inobhutnahme für Kinder und Jugendliche in Quarantäne" gesucht werde. [tagesschau.de].

In einer späteren Stellungnahme [diakonie.de] stellte die Diakonie richtig: Das Stellenangebot beziehe sich auf die Betreuung einer Wohngruppe für Minderjährige, die durch ihr häusliches Umfeld akut gefährdet seien oder bereits in einer Jugendhilfeeinrichtung lebten und dazu eventuell noch mit dem Coronavirus infiziert seien. "In unserem Angebot geht es nicht darum, Kinder und Jugendliche aus einem intakten Elternhaus zu nehmen", betonte die Diakonie.

Darüber hinaus erhielten Eltern in mehreren Bundesländern (Berlin und Brandenburg waren bislang nicht darunter) Schreiben von Gesundheitsämtern, in denen sie aufgefordert wurden, ihre Kinder bei einem Corona-Verdacht vom Rest der Familie zu isolieren und die Mahlzeiten getrennt einzunehmen. Sollte dies nicht eingehalten werden, drohe die Inobhutnahme des Kindes. Die Formulierung machte vielen Eltern Angst. Deswegen stellten einige Behörden, wie der Kreis Offenbach (Hessen) [kreis-offenbach.de], im Nachgang klar, dass eine Trennung von Kindern und Eltern keinesfalls beabsichtigt ist. Es handle sich bei den Formulierungen lediglich um rechtlich notwendige Sätze.

Andrea Kießling, Juristin und Expertin für Infektionsschutzrecht an der Uni Bochum, sagte im Gespräch mit dem MDR [mdr.de]: Tatsächlich könne ein Kind auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes zwangsweise isoliert werden. Aber Kießling sagte auch: "Gerade wenn es um Kinder geht, wäre das unverhältnismäßig. Es wäre ein ganz massiver Eingriff in die Grundrechte der Kinder, aber auch in die der Eltern. Dass man die voneinander trennt sowieso, aber, dass man die auch irgendwo in einer geschlossenen Einrichtung unterbringt."

Die Juristin betonte, dass Ämter die rechtliche Möglichkeit der Inobhutnahme nicht nutzen müssten. Alternativ könnten sie Eltern bei Nichteinhaltung von Quarantäne-Anordnungen mit Bußgeldern drohen. Denn auch die sehe das Infektionsschutzgesetz vor, so Kießling.

Behauptung: Wenn die Positiv-Quote seit Wochen gleich bleibt obwohl es mehr Tests, gibt, dann hat sich die Lage nicht verschlimmert. Wir testen mehr und nur deswegen haben wir mehr Fälle.

Das stimmt so nicht und hat damit zu tun, dass man die Auswahl der Patienten für die Tests nach absteigender Wahrscheinlichkeit einer Infektion vornimmt. Das heißt, man testet zunächst die Menschen, die Covid-19 sehr wahrscheinlich haben, wie zum Beispiel Fälle im Krankenhaus. Für diese Tests ist die Quote für positive Befunde hoch. Testet man dann auch die, die etwa nur einzelne Symptome haben, die auf Corona deuten, ist die positive Testquote schon niedriger. Und für die Kontaktpersonen von diesen Leuten oder Reiserückkehrer aus Risikogebieten sollte die Wahrscheinlichkeit eines positiven Tests noch geringer sein. Das heißt, eigentlich müsste bei mehr Tests die Positiv-Quote allmählich sinken.

Wenn aber nun bei steigender Testzahl die Quote gleich bleibt, zeigt es, dass tatsächlich auch mehr Infektionen stattfinden – und eben nicht, dass man nur mehr findet, weil man mehr testet. Übrigens: Je besser man im Aufspüren der Fälle ist, desto mehr müsste sich die Quote der Quote an Falsch-Positiven annähern, also ungefähr 0,2 Prozent, in jedem Fall deutlich unterhalb von 0,5 Prozent.

Behauptung: In den Sentinelproben der Deutschen Ärztevereinigung finden sich seit Mitte Mai keine Hinweise auf SARS-Cov2-Infektionen, sondern nur noch auf Rhinoviren. Entsprechend sind die Zahlen zu Corona aufgeblasen.

Tatsächlich findet man in den Sentinelproben, die eine Art Stichprobe sind und damit ein Frühwarnsystem für die Grippe sein sollen, seit Wochen keinen Hinweis auf den Erreger Sars-CoV-2 [rki.de]. Allerdings muss man sich dafür auch anschauen, wie groß die Datenbasis ist. Das RKI schreibt dazu: "Etwa 100 Praxen schicken regelmäßig Proben von Patienten mit akuten Atemwegserkrankungen ein, die im RKI auch auf SARS-CoV-2 untersucht werden."[rki.de] Zum Vergleich: Es gibt laut Statisischem Bundesamt rund 26.000 Arztpraxen in der Allgemeinmedizin und 11.000 in der Inneren Medizin [destatis.de].

Egal wie man es dreht und wendet, die Praxen die an dieser Art der Stichprobe teilnehme, sind also nur ein winziger Bruchteil aller Arztpraxen in Deutschland. Hinzukommt, dass durch Teststellen und spezielle Bereiche in Kliniken viele Tests eben nicht mehr in Arztpraxen stattfinden. Dass also bei mehr Tests außerhalb von Praxen und einem so kleinen Sentinelnetzwerk keine Sars-CoV-2- Nachweise auftauchen, ist logisch. Und das muss nicht heißen, dass Corona bereits verschwunden ist.

Beitrag von Kira Pieper und Haluka Maier-Borst

Kommentar

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71 Kommentare

  1. 71.

    Mensch,da schnaubt aber jemand ganz schön. Lies doch einfach nicht die Kommentare und gut ist.

  2. 70.

    Was wollen Sie eigentlich? Sie meckern und jammern und labern ständig dasselbe. Was soll das an dieser Stelle? Wenden Sie sich bitte an Ihren Volksvertreter, gehen Sie vor Gericht oder wenden Sie sich an die Regierenden. Aber hier immer herumzuheulen ist schlichtweg eine Zumutung

  3. 69.

    "Dienstag hatten wir + 1.278, drei Wochen zuvor + 879. Sprich 45% mehr. Das kann nicht nur durch das mögliche 1/4 an Falsch-Positiven verursacht worden seien."
    Natürlich nicht,denn deren Rate sollte nicht ständig schwanken.
    Es war doch wohl schon Konsens,dass die höheren Zahlen zum allergrößten Teil auf mehr Tests zurückzuführen sind. Mit der gleichen Testzahl wie vor 3 Wochen hätten wir diesen Dienstag 751 gehabt.

    Dadurch dass so gut wie immer nur absolute Zahlen genannt werden,versucht man die Lage zu dramatisieren.

  4. 68.

    Die Maskenpflicht macht meinen Recherchen nach Sinn, wenn der Virus kurzfristig eingedämmt werden soll und es dann ein schlüssiges Impfkonzept gibt. Da letzteres nicht der Fall ist (nicht sein kann!), macht ersteres keinen Sinn. Selbst wenn Infektionen verhindert werden, wäre ja die Frage: Wozu? Um den Zustand zu verlängern, dass die Leute nicht immunisiert werden? Ich bedauere sehr, hinsichtlich Corona in diesem konzeptlosen Land zu leben und hätte lieber ein Konzept wie in Schweden. Präventiv das Immunsystem unterstützen (Zink etc,), die Risikogruppen besonders schützen, auf Kreuzimmunität und Immunisierung setzen. So wie es hier läuft, wird es noch sehr lange dauern; bestimmte Branchen werden ausgeblutet, die psychische Belastung bleibt hoch, Kinder wachsen in einer temporär fast schon bindungsgestörten Gesellschaft auf, die Gesellschaft wird gespalten, Angst regiert etc. pp.. Die Folgeschäden sind ungleich höher als es das Virus allein hinbekommen würde. Fahrlässig.

  5. 66.

    Na super. "...Das alles fehlt mir gar nicht...."

    Was ich nicht vermisse kann ruhig verboten bleiben. Tolle Einstellung. Dann sei wenigstens so fair und zahle all denen, die deswegen nicht arbeiten dürfen den Verduebstausfall. Und vergiss nicht die Schauspieler.

    Ich gehe weder ins Bordell noch auf Messen. Aber wünsche ich deswegen den dort Beschäftigten den finanziellen Ruin? Natürlich nicht.

    Und Fakt ist, die genannten Beispiele sind alles dauerhafte Einschränkungen, die jedes Mal lapidar ohne weitere Begründung verlängert wurden. Genau das, was Du angezweifelt hast.

  6. 65.

    wenn man den focus geglaubt hätte, wären wir viele leute aktionäre von enron, lehman brothers, wirecard und co geworden weil aktien die zukunft seihen... und ihr umworbener herr braun ist nur der "hausdiener" der frau merkel dessen medizinisches wissen zweitrangig sein sollte.

  7. 64.

    oh je, da führt die Verbitterung aber die Feder bzw. die Tasten. Nur erschließt sich mir aus Ihrem Kommentar nicht der Zusammenhang zum Maskenzwang (selbst gesehen: Toiletten nur einzeln und mit Mund-Nase-Schutz benutzen). Zum Tragen sogenannter Alltagsmasken gibt zwar keine nachweisliche Auswirkung auf die Virenverbreitung, anders als zum Beispiel das Abstandsgebot. Nachweislich ist aber deren disziplinierende und Gehorsamkeit erzwingende Wirkung. Eine sinnvolle Maskenpflicht in Arztpraxen, Kliniken, Apotheken und so weiter hätte überzeugende Akzeptanz, so aber wird die Maske von den meisten aus Angst benutzt, Angst vor dem Tod oder vor Bestrafung bei Nichtfolgsamkeit. Mit noch nicht voraussehbaren Folgen.

  8. 63.

    Hallo lieber Berliner,

    entgegen anders lautender Vermutungen haben wir keine hellseherischen Fähigkeiten oder Absprachen hintenrum mit dem RKI. Wenn wir also gestern etwas geschrieben haben und heute das RKI neue Zahlen bringt, kann das schwerlich im Text berücksichtigt sein. Und ja, es kann bei so viel Tests die Zahl der positiven Fälle auch zu einem Teil durch Falsch-Positive verursacht sein. Aber eben nicht nur. Dienstag hatten wir + 1.278, drei Wochen zuvor + 879. Sprich 45% mehr. Das kann nicht nur durch das mögliche 1/4 an Falsch-Positiven verursacht worden seien. Übrigens: Wir schreiben nirgendwo "Zweite Welle", schlicht auch weil die Definition schwierig ist.

  9. 62.

    Hallo,

    wenn die Tests zu einem guten Teil außerhalb der Praxen stattfinden, ist ein Netzwerk aus Praxen sicherlich nicht der beste Ort zum Monitoren des Status Quo. Abgesehen davon: Wir haben ja vielleicht keine Übersterblichkeit, eben weil wir wenig Infizierte hatten und eine bessere ITS-Versorgung pro Kopf. Dass es die bei schlechterer Lage geben könnte, können Sie zum Beispiel hier sehen: https://www.ft.com/content/a2901ce8-5eb7-4633-b89c-cbdf5b386938

    Das Covid-19 tödlicher ist, hat nicht mal der größte Skeptiker angezweifelt. Die Sterblichkeitsrate bei Influenza liegt bei 0,1%. Selbst die sehr konservativ rechnenden Briten kommen noch auf 0,30% bis 0,49% https://www.cebm.net/covid-19/estimating-the-infection-fatality-ratio-in-england/. Diskutiert wurde aber lange und wir auch noch eher ein Wert knapp unter 1%. Das hängt natürlich aber auch davon ab, wie überfordert das Krankenhaussystem ist. Wie es dem geht, sehen Sie jeden Tag bei uns auf der Seite zu den Fallzahlen.

  10. 61.

    Tja gestern noch geschrieben bei mehr Tests müsste auch die Testpositive-Rate sinken. RKI-Bericht von heute: Von 1% auf 0,88% innerhalb von 2 Wochen gesunken. Bei noch mehr Tests.

    Also hat die RBB-Redaktion selber bestätigt, dass es keine Zweite Welle ist und die Infektionen sinken.

    Bei fast 1 Mio Test und 8500 Test-Positiven sind selbst bei 0,25% Fehlerquote fast jeder 4. Positive Test falsch.

  11. 60.

    "..,wenn hier keiner kommuniziert, dass er die Maske ABlässt, dann hat er sie AUF."
    Merkwürdige Logik. Warum sollte man das machen? Kann doch eh keiner kontrollieren,ob es wahr ist.

    Schade,dass du den DDR-Vergleich nicht verstehst. Es ging um Beschränkungen,nicht nur um Masken.

    "Du dir ja auch, stimmts??"
    Wieder falsch. #57 zeigt eher,dass das auf dich zutrifft. Nix für ungut.

  12. 59.

    Bezüglich der Maskenpflicht scheint man aktuell auf "Teufel komm raus" die Wirksamkeit der Maßnahme beweisen zu wollen. Hierzu wurde unter anderem die Mainzer Maskenstudie (http://ftp.iza.org/dp13319.pdf) aus Juni zitiert. Die Studie will einen Rückgang der Infektionszahlen in Abhängigkeit Datum Einführung (beginnend mit Jena, endend mit Schleswig Holstein) belegen. Die Zahlen selbst werden nicht angezweifelt, scheinen also valide zu sein. Nicht berücksichtigt wurde eine Verhaltensänderung wegen der Maskentragepflicht. Die Leute gehen weniger Einkaufen und fahren Bus und Bahn. Dadurch kommt es zu einem Rückgang der Infektionszahlen wegen geringeren Sozialkontakten. Also hat die Maskenpflicht höchstens eine sekundäre Wirkung (Vergrämung) gehabt, aber der medizinische Nutzen wurde dadurch nicht nachgewiesen. Und aufgund dieses Fauxpasses werden dann politische Entscheidungen getroffen- sehr bedenklich.

  13. 58.

    Glaubt man dem Focus, so will die Bundesregierung die Infektionszahlen bis zum Herbst deutlich senken.
    Ein richtiger Schritt. Dazu werden strikte Maßnahmen nötig sein.
    Da ist insbesondere mal der Kanzleramtsminister Helge Braun zu erwähnen.
    Ein sehr ruhiger Mensch, in der Politik noch nahezu unbekannt.
    Bis vor wenigen Jahren als Anästhesist und Notarzt tätig mit sehr hoher fachlicher Kompetenz.
    Die gleichen Leute, die sich über die Respektlosigkeit gegen die Notärzte echauffieren, greifen hier eine hohe Fachkompetenz unter den Notärzten an.
    Statt hier unsinnige Diskussionen zu führen, wäre doch die Frage besser, wieso es generell keinen Respekt mehr vor unseren Mitmenschen gibt.

  14. 57.

    Soll ich jetzt mal A... sein? Das alles fehlt mir gar nicht. Vor allem bei waagerechten Dienstleistungsbereich habe ich etwas gegen die "Käufer". Ja, und Clubs für Leute, die für 16 EUR hin und zurück zum Saufen aus Stockholm oder Barcelona anreisen, die können auch zu bleiben. Aber schau doch mal wochenends am RAW Gelände, da ist Rummel, Jahrmarkt, Prostitution, Clubs und Kotzen nach Volksfesten - alles auf einen Haufen *brech*

    Fußball - gibt's noch Menschen ohne Fernseher? Eintritt kostet auch Geld. Wie Pay TV.

  15. 56.

    1.: wenn über die hälfte der Weltbevölkerung in "Risikogebieten" lebt und getestet werden soll, dann nenne ich das aufgrund der Größe einen Massentest,
    2.: bei einer Pandemie (alle Völker) noch von Risikogebiete zu sprechen ist meines Erachtens irreführend, da der gesamte Planet das Epidemie-gebiet ist, und diese allein von Fallzahlen pro Kopf (50/100.000 a 7 Tage) ohne den Faktor Fläche zu bestimmen, nenne ich willkürlich

  16. 55.

    Natürlich werden alle Trittbrettfahrer jetzt das durchdrücken, was sie immer schon durchdrücken wollten. Ferienbuchungen (Hotel, Wohnung) nur wochenweise. Wer 2 Tage bleibt, zahlt eine Woche. Vermieter vermietet also 3x2 Tage und kassiert 3x7 Tage! Keine Tagesgäste (MeckPomm). Schön nur Bahnen schwimmen und Online-Buchungssystem schreckt Kinder und Alte ab beim Freibad ab. Verkürzte Ladenöffnungszeiten, weil Personal auf Kurzarbeit daheim sitzt (trotz Systemrelevanz), denn Vatter Staat zahlt ja. ÖPNV ausdünnen, damit man dicht auf dicht steht. ALLE diese Lauschepper und Dünnbrettbohrer drücken das jetzt durch - nicht umsonst sind jetzt Heerscharen von Jungen Leuten morgens (braungebrannt) im Supermarkt, um mittags frisch zu kochen. Nix arbeiten, Kurzarbeit mit Aufstockung - schön immer draußen sein.

    Wir merken uns das für nach Corona, dann kommt auch keiner mehr, bis zur Pleite!

  17. 54.

    "...was konkret ist denn NOCH beschränkt..."

    genau das ist es, es gibt viele Einschränkungen, über die gar keiner mehr redet weil sie leider für viele selbstverständlich geworden sind.

    So sind noch immer Clubs und Discotheken geschlossen. Hat irgendjemand mal ernsthaft über Alternativen im Freien für den Sommer nachgedacht? Nein. Verboten, basta. Dss Ergebnis gibts in den Parks.
    Prostitution z.T. komplett verboten. Folge Berufsverbot oder Illegalität.
    Messeveranstalter / -bauer, Jahrmärkte, Volksfeste - verboten, Hat man sich Konzepte überlegt? Nein warum denn, Verbot ist doch einfacher (in Sachsen will man jetzt langsam wieder anfangen.)
    Union hat einen Vorschlag über Zuschauer im Stadion gemacht - von der Politik weggewischt: "...das hat jetzt keine Priorität..."

    Das ganze seit März, fast ein halbes Jahr. Es spricht niemand drüber. Begründung über die weitere Notwendigkeit - Fehlanzeige. Das meine ich mit dauerhaften Einschränkungen

  18. 53.

    Keine Inhaltliche Auseinandersatzung Ihrerseits mit den Kritikern. Stattdessen ausschließlich allumfassende Beschimpfungen.
    Während die Kritiker der Maßnahmen zum Dioalog aufrufen schlägt man ihnen mit Beschimpfungen und Demoverbot ins Gesicht. Und das nennt sich Demokratie?
    Ich bin entsetzt. Mit Verstand und einer Kenntnis oder einem Bewusstsein für das was Demokratie bedeutet hat dieses Blinde und Taube um-sich-schlagen und Einschlangen auf die Kritiker nichts zu tun. Es ist atemberaubend wie sich die Menschen aus der Verantwortung ziehen und sich weigern Aufrecht zu sich selbst zu sein.
    Es geht nicht darum ob wir etwas verlieren. Wir haben es bereits verloren. Nämlich das Augenmaß und die Empathie.
    Dafür solten wir uns alle schämen. Vor allem vor unseren Kindern. Und damit meine ich auch Sie der oder die sie diesen Kommentar bearbeiten, löschen oder lesen. Ein trauriger Tag für die Demokratie dieser 26.8.2020.

  19. 52.

    Ganz einfach, issoo, wenn hier keiner kommuniziert, dass er die Maske ABlässt, dann hat er sie AUF. Hier klagt keiner über Geldstrafen, oder Prozesse, also ist es doch klar, hier wird auf hohem Niveau gejammert und dann doch nix gemacht. Prima.

    Was hat die DDR mit Masken und Empfinden zu tun? Masken hat man auf oder ab. Nix empfinden. Gegen Geldzahlung kann man sie ablassen. Der Rest der Bevölkerung schützt sich selber. Weil sich jeder selbst der nächste ist. Du dir ja auch, stimmts??

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