Ein Mann lässt sich an einer Corona-Teststelle für einen Test registrieren.
Bild: dpa-Symbolbild/Marijan Murat

Langes Warten auf Corona-Tests - Wie die Pandemie das Berliner Testsystem überlastet

Die Pandemie bringt Arztpraxen, Labore und Testsstellen an ihre Kapazitätsgrenzen. In Berlin können Corona-Tests oft nur noch mit tagelangem Vorlauf vereinbart werden. Manche Patienten verzichten darauf, obwohl sie Symptome bemerken. Von Roberto Jurkschat

Wer einen Termin für einen Corona-Test in Berlin haben will, muss sich vielerorts auf lange Wartezeiten gefasst machen. Am Virchow-Klinikum der Berliner Charité werden Termine derzeit mit einer Woche Vorlauf vergeben, wie Charité-Sprecherin Manuela Zingl auf Anfrage von rbb|24 sagt. "Das Angebot im Virchow-Klinikum richtet sich an symptomatische Patienten", erklärt Zingl. Ad hoc sind Besuche mit Corona-Symptomen nicht möglich, die Termine sollten vorher vereinbart werden.

Abgesehen von Anlaufstellen der Kliniken und Bezirke, können Patienten versuchen, bei Hausärzten einen Termin zu bekommen: Die Kassenärztliche Vereinigung Berlin listet auf ihrer Internetseite die Berliner rund 100 Praxen auf, die Corona-Tests anbieten [kvberlin.de].

Trotz Corona-Symptomen eine Woche Wartezeit

Michel Penke hatte es Mitte Oktober zuerst beim Virchow-Klinikum versucht. Ein Termin sei ihm dort nur mit einer Woche Vorlauf angeboten worden, erklärt er rbb|24. Der 32-jährige Journalist aus Berlin-Wedding hatte zuvor bemerkt, wie er sein Essen und Getränke nicht mehr schmecken konnte. Mediziner schätzen solche Beeinträchtigungen des Geschmacks- oder Geruchssinns als typische Corona-Symptome ein.

Die Senatsverwaltung für Gesundheit empfiehlt Betroffenen in solchen Fällen, durch einen Corona-Test möglichst schnell Klarheit zu schaffen, damit weitere Ansteckungen durch einen Rückzug in Quarantäne vermieden werden können. Patienten mit Erkältungssymptomen sollten sich demnach auch testen lassen und zuhause bleiben, bis ein negatives Testergebnis vorliegt.

"Eine Woche wollte ich mit seinen Symptomen nicht auf einen Test warten, deshalb habe ich bei der Corona-Hotline des Gesundheitsamts in Mitte angerufen", sagt Michel Penke. Der Anschluss sei ständig besetzt gewesen, erst nach etwa 20 Versuchen sei er durchgekommen. Die Beratung sei für ihn dann wenig aufschlussreich gewesen: "Es hieß nur, dass ich mich an eine Arztpraxis wenden soll, die Corona-Tests anbietet", sagt Penke.

Auf den Corona-Test verzichtet

"Ich habe dann die Praxen in Mitte von der Liste der Kassenärztlichen Vereinigung abtelefoniert. Aber auch die haben höchstens Termine mit ungefähr einer Woche Vorlauf angeboten", sagt er. Er habe sich nach unzähligen Versuchen, einen schnellen Termin zu bekommen, einfach selbstständig in Quarantäne begeben - und auf einen Corona-Test verzichtet. Er könne nicht verstehen, weshalb es in Berlin nach den Pandemie-Erfahungen der vergangenen Monate noch immer kein festes Procedere für die Testung von Menschen mit Symptomen gebe.

Wie viele Berliner bei der Terminsuche in den vergangenen Wochen schon resigniert haben, lässt sich nicht genau sagen. Allerdings hängt unter anderem davon ab, welchen Teil der Pandemie die offiziellen Corona-Fallzahlen eigentlich noch abbilden.

Hausärzte machen unterschiedliche Test-Angebote

Eine Sprecherin des Bezirks Mitte räumt gegenüber rbb|24 ein, das Testangebot in Berlin sei für Patienten "verwirrend". Einerseits sind da die Praxen der Allgemeinmediziner. Einige von ihnen vergeben Termine für Corona-Tests telefonisch. Andere bieten Patienten widerum an, einfach vormittags vorbei zu kommen. Das hat in Berlin regelmäßig zur Folge, dass sich am frühen morgen riesige Warteschlangen auf Bürgersteigen bilden. Vor der Praxis der Allgemeinmedizinerin Sibylle Katzenstein in der Neuköllner Bürknerstraße war die Wartereihe schon Anfang Oktober morgens über 100 Meter lang. Mitarbeiterinnen hatten von 300 Tests pro Tag berichtet, manche Patienten sagten, sie hätten für einen Abstrich vier Stunden in der Schlange gestanden. Anfang Oktober lag die sogenannte 7-Tage-Inzidenz in Neukölln bereits über dem kritischen Wert von 50 Infektionen pro Tag, der Bezirk galt schon früh als Risikogebiet.

Inzwischen ist der Inzidenz-Wert auf mehr als 250 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gestiegen, telefonische Nachfragen konnte rbb|24 am Mittwoch keine mehr an die Praxis richten, die Leitung war dauerhaft besetzt.

Fünf Teststellen jenseits von Arztpraxen

Abgesehen von den Hausarztpraxen können Patienten in Berlin noch fünf sogenannte Corona-Untersuchungsstellen aufsuchen [berlin.de]. Dazu zählen die DRK-Kliniken in Köpenick und das Virchow-Klinikum, wo symptomatische Patienten grundsätzlich aus allen Bezirken getestet werden können. Die anderen drei Teststellen stehen nur für bestimmte Gruppen zur Verfügung.

Das "Drive By" in Reinickendorfer Teichstraße dürfen nur Anwohnern des Bezirks nutzen, die Kontakt zu einer infizierten Person hatten.

In das Abstrichzentrum in der Neuköllner Riesestraße können Menschen kommen, die in Neukölln arbeiten, wenn ihr Arbeitgeber vorab einen Termin vereinbart.

Der Bezirk Mitte hat am Rathaus Wedding einen Testplatz eingericht für "symptomatische enge Kontaktpersonen von nachgewiesenen Corona-Erkrankten". Getestet werden hier auch Bürger aus Mitte, die in sogenannten systemrelevanten Berufen arbeiten, wie etwa Pflegepersonal, Mitarbeiter von Apotheken, Polizei und Feuerwehr.

Notaufnahmen für Notfälle freihalten

Die DRK-Kliniken in Köpenick testen grundsätzlich auch ohne vorherige Anmeldung, immer montags bis freitags zwischen 9 und 12 Uhr. "Enstprechend groß ist deshalb auch der Andrang", sagt DRK-Sprecherin Brita Mathes rbb|24. Die Klinik wolle niemanden nach Hause schicken. Allerdings sei es für einen Abstrich am selben Tag wichtig, nicht zu spät in die Teststelle zu kommen.

Patienten, die Fieber haben, sich abgeschlagen fühlen, Kopfschmerzen haben oder eine Beeinträchtigung ihres Geruchs- oder Geschmackssinns bemerken, empfiehlt Oberärztin Ulrike von Arnim vom DRK-Klinikum in Berlin-Mitte, zuerst bei einem Hausarzt abzuklären, ob eine Testung erforderlich ist.

"Sind Hausarzt oder Hausärztin nicht erreichbar oder ist man gar nicht ambulant ärztlich angebunden, empfiehlt sich der Anruf beim Ärztlichen Bereitschaftsdienst der KV unter 116117", sagt die Fachärztin für Innere Medizin. Es sei für Patienten häufig nicht leicht zu entscheiden, ob die Symptome auf eine Grippe oder auf das Coronavirus zurückgingen. "Vereinfachend kann man festhalten, dass eine echte Grippe, also Influenza, in den meisten Fällen mit hohem Fieber einhergeht, welches ziemlich rasch auftritt. Ist das nicht der Fall, ist eine echte Grippe eher unwahrscheinlich."

Nach einer Ersteinschätzung erfolge eine Empfehlung zur weiteren Versorgung, gegebenenfalls eine Terminvergabe zur ärztlichen Vorstellung oder über den Hausbesuchsdienst. "Notaufnahmen sollten nur in absoluten Ausnahmefällen, bei ausgeprägter Symptomatik wie etwa Luftnot, schwerer Beeinträchtigung des Allgemeinzustandes in Anspruch genommen werden nehmen", sagt von Arnim.

Bezirksverwaltung in Mitte setzt auf Schnelltests

Als Nadelöhr in der Berliner Corona-Diagnostik gelten die begrenzten Kapazitäten der Testlabore. Nach Angaben des Verbands der "Akkreditierten Labore in der Medizin" (ALM) wurden dort aus dem gesamten Stadtgebiet zuletzt mehr als 66.000 Proben pro Woche zur Analyse eingeschickt. Ausgewertet werden könnten derzeit rund 59.000 Proben in einer Woche, sagte ALM-Geschäftsführerin Cornelia Wanke rbb|24 am Mittwoch. "Jeder Materialengpass und ein weiterer Anstieg von Laborproben kann derzeit zu Verzögerungen der Ergebnisse führen. Mehr PCR-Tests können wir nicht durchführen, wir erhoffen uns aber Entlastung durch die Verbreitung von Antigen-Schnelltests."

Vor dem Hintergrund der begrenzten Corona-Testkapazitäten hatte die Bundesregierung Mitte Oktober eine neue Teststrategie beschlossen. Seither sind neben den Corona-Tests, die in Laboren analysiert werden, auch sogenannte Schnelltests erlaubt, die innerhalb weniger Minuten vor Ort ein Ergebnis liefern können. Laut dem Verband der Diagnostica-Industrie VDGH entsprechen diese sogenannten Antigentests in ihrer Genauigkeit den vom Paul-Ehrlich-Institut und vom Robert-Koch-Institut festgelegten Kriterien. Die Bundesregierung erklärt auf ihrer Internetseite [bundesregierung.de], dass diese Tests zunächst in Pflegeheimen, Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen zur Verfügung stehen und dazu beitragen sollen, eine vollständige soziale Isolation von Bewohnern und Patienten zu vermeiden.

Wie eine Sprecherin der Bezirksverwaltung in Berlin-Mitte rbb|24 bestätigte, ist der Einsatz solcher Schnelltests auch in den Einrichtungen des Bezirks geplant.

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37 Kommentare

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  1. 37.

    Es hat ja auch etwas Gutes. Vielleicht sollte man endlich dazu übergehen, was seit Wochen viele Mediziner und Virologen fordern: Nur die Menschen zu testen, die tatsächlich Symptome haben und nicht wild alles Testen, was bei 3 nicht auf dem Baum ist. Ich will gar nicht von den falsch positiven Fällen sprechen, die diese Übertestung produziert. Schaut euch das Jahr 17/18 an, da hatten wir 25.000 Tote durch Influenza. Gab es damals einen ähnlichen Aufschrei. Ist ein ganzes Volk in Panik verfallen. Sind alle gesunden symptomfreien Bürger zum Arzt gegangen, um sich rein vorsorglich auf Grippe testen zu lassen. Man hätte Ihnen eine Überweisung zum Psychologen ausgestellt. Selbst die WHO hat mitlerweile eingeräumt, dass die Mortalität von Sars-Cov-2 nur bei 0,2% liegt. Also im Bereich einer mittleren Grippe. Wir müssen unbedingt aus diesem Panikmodus wieder raus, sonst klatscht es unsere ganze Gesellschaft an die Wand. Was haben wir dann gekonnt? wir müssen jetzt loslassen!

  2. 36.

    Gute Idee mit der Schließung der ungehorsamen Arbeitgeber.... dann fangen wir mal gleich beim öffentlichen Dienst in Berlin an

  3. 35.

    Ja auch in Berlin wurde seit den 90er Jahren die Gesundheitsverwaltung und Versorgung halbtot gespart. In der jetzigen Situation müssen aber schnelle Lösungen her. Zu wenig Laborkapazität, zu wenig Testpraxen, zu wenig Personal in Gesundheitsämtern dann braucht Berlin halt eine Allgemeinverfügung: jede Person mit Symptomen und seien es auch nur milde Erkältungssymptome muss zu Hause bleiben bis 48 Stunden ohne Symptome und zwar auch ohne aktuell schwer zu bekommenden Arztbesuch. Arbeitgeber die aktuell noch auf Erscheinen im Büro oder gar in Fleischfabriken pochen MIT Symptomen sind irre und sorgen ja aktiv dafür dass sich Covid-19 spielend leicht in ihrem Betrieb ausbreiten kann und diesen komplett lahm legt. Aber es gibt solche Irren die müssen dann einfach mit einer Allgemeinverfügung diszipliniert werden. Am besten mit der Konsequenz dass jeder Betrieb der Krankmeldungen von Mitarbeitern nicht akzeptiert bis nach der Pandemie ganz einfach geschlossen wird.

  4. 34.

    Es wird ja viel auf China geschimpft usw., aber wenn man mal überlegt, dass dort eine Stadt mit 10 Millionen Einwohnern in 4 Tagen komplett getestet wurde...
    Ansonsten möchte ich persönlich auch weder in der Türkei noch in China leben, aber es ist auch nicht alles schlecht...

    Jedenfalls ist der Anstieg der Zahlen auch hausgemacht durch fehlende Maßnahmen wie sie andere Länder ja im Gegensatz dazu schaffen. Natürlich darf man auch nicht vergessen, dass Hildmann und seine Lemminge aktiv auf einen neuen Lockdown hingearbeitet haben und versucht haben diesen zu provozieren, gleichzeitig aber die Verantwortung dafür abzuschieben. Und leider hatte diese Taktik ja nun auch Erfolg.

  5. 33.

    Hey,
    Also seit dem 24.10. ist die Allgemeinverfügung in Kraft getreten, was niemand erfahren hat. Ich bin ebenso positiv und habe das durch meine Ärztin erfahren. Ich, als positive Person, muss mich selbst beim Gesundheitsamt melden. Sie melden sich nicht bei dir. Das ist unfassbar! Wieso werden die Menschen nicht über diese Vorgehensweise informiert!?

    https://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/aktuelles/hinweise/artikel.1008519.php

  6. 32.

    Wen es wundert, dass die Testkapazitäten erschöpft sind. sei gesagt, dass es ziemlich sinnfrei ist, gesunde Menschen zu testen.

    Aber nur zu: weiter so.

  7. 31.

    Sehr guter Kommentar und ich kann mich dieser Meinung nur anschließen.

  8. 30.

    Das erklärt natürlich einiges. Obwohl man diese Berichte ja auch schon aus dem Frühjahr kennt.
    Da könnte man auf die Idee kommen,dass der kommende lockdown und andere Maßnahmen von der Unfähigkeit der Politik ablenken sollen.

  9. 29.

    Genau, die Zeit für die Vorbereitung der Maßnahmen gegen eine 2. Welle wurden im Sommer versäumt. Die Rechnung müssen jetzt wieder viele ohnehin schon sozial schwache bzw. die Bevölkerung tragen. Es kann doch nicht sein, dass ich tagelang auf eine Testung warten muss, wenn man vielleicht schon um seinen Arbeitsplatz bangt.

    Es ist einfach nur noch frustrierend...

  10. 28.

    Es wird ja viel auf China geschimpft usw., aber wenn man mal überlegt, dass dort eine Stadt mit 10 Millionen Einwohnern in 4 Tagen komplett getestet wurde...
    Ansonsten möchte ich persönlich auch weder in der Türkei noch in China leben, aber es ist auch nicht alles schlecht...

    Jedenfalls ist der Anstieg der Zahlen auch hausgemacht durch fehlende Maßnahmen wie sie andere Länder ja im Gegensatz dazu schaffen. Natürlich darf man auch nicht vergessen, dass Hildmann und seine Lemminge aktiv auf einen neuen Lockdown hingearbeitet haben und versucht haben diesen zu provozieren, gleichzeitig aber die Verantwortung dafür abzuschieben. Und leider hatte diese Taktik ja nun auch Erfolg.

  11. 27.

    Es gibt bis heute noch kein Test Konzept für Bewohner und Mitarbeiter in Behindertenheimem. Dort leben Menschen, denen es oft nicht möglich ist Abstand zu halten. Vom Senat hat man dazu bis heute noch kein einziges Wort gehört.

  12. 26.

    Nicht die Pandemie belastet, sondern das Fehlverhalten der Leute, die für die bekannte und bevorstehende Pandemie keine ausreichenden Vorkehrungen getroffen haben! Das es so kommt, hat sich die Regierung auf die Fahne zu schreiben.

  13. 25.

    Es ist erschreckend was hier in Berlin passiert. Seit Monaten wird gewarnt das die Fallzahlen zum Herbst und Winter nach oben schnellen werden. Was ist passiert nichts, im Gegenteil, es wurden Hilfen, zur Nachverfolgung infizierter aus ideologischen Gründen abgelehnt. Wie jetzt zu sehen ist, in diesen Bezirken die Fallzahlen mit am höchsten. Auflagen die Notwendig waren wurden nicht konsequent durchgesetzt. Diese Politiker sind total überfordert und nicht fähig. Ausbaden muss es der Bürger und Geschäftliche Mittelstand.

  14. 24.

    Personaleinsparungen sind sicher ein Problem, nur hat das mit der Anzahl der Tests die im Labor laufen können und den meisten Abstrichstellen begrenzt etwa zu tun. Da alle Welt testet sind Reagenzien, Geräte und Verbrauchsmittel knapp.

  15. 23.

    #14 Berlinbaer, vielen Dank für Ihre offenen Worte, das bestätigt, was viele vermuten.

    Auf der anderen Seite stehen falsch positive Tests. In einem Khs in Augsburg wurden 60 Personen positiv getestet, was dem Klinikleiter "spanisch" vorkam. Also Test wiederholt mit dem Ergebnis, dass es eigentlich "nur" 2 Personen waren, die positiv waren. Was das für alle Beteiligten bedeutete, möchte ich mir gar nicht ausmalen.

  16. 22.

    Wenn sie Krankheitssymptome zeigen, lassen sie sich krank schreiben. Egal was sie haben. 3 Tage gehen auch ohne AU und es ist auch wieder telefonisch möglich eine AU zu bekommen.

  17. 21.

    Wer dachte,dass Berlin eine Ausnahmesituation wie eine Pandemie angemessen managen würde,der ist wahrlich naiv.In einer Stadt, deren Verwaltung sich technologisch in der Steinzeit befindet und nach internationalem Standard 10 bis 20 Jahre hinterhinkt , wimmelt es ja in normalen Situationen schon von Pleiten, Pech und Pannen.
    Zu Corona gibt es leider noch immer keine valide Daten-und Faktenlage.Wer glaubt,dass die Gesundheitsämter mit alten Kugelschreibern und vergilbten Notizblöcken eine gesicherte Kontaktverfolgung garantieren könnten ist doppelt naiv.Alles nur noch peinlich.

  18. 20.

    Es wäre ja schön, einen Test zu bekommen. Mein Freund und ich sind seit letzter Woche krank und sämtliche Ärzte auf dieser Liste weisen uns nur ab, da wir zu keiner Risikogruppe gehören... So scheint es den meisten jüngeren Leuten zu gehen... Und Quarantäne ist dann ja keine Pflicht. Nächste Woche müssten wir eigentlich wieder in die Arbeit, aber schwierige Frage, wenn man nicht weiß, welche Krankheit man hat...

  19. 19.

    Als Arzt kann ich bestätigen, dass wir in Berlin am Rande einer Katastrophe sind. Bezirke können ohne Reaktion der Senatorin aus ideologischen Gründen Hilfsangebote ablehnen, dann aber ihre Aufgaben nicht erfüllen und damit die Gesundheit und das Leben ihrer Bürger gefährden. Die Nachverfolgung wird weitgehend eingestellt, von der Senatorin beschönigend an die Eigenverantwortung der Bürger appelliert. Ohne behördliche Verfügung kann kein berufstätiger Infizierter einfach zu Hause bleiben! Zeitnahes Testen ist nicht möglich, Patienten bleiben unbehandelt, das erhöht das Infektionsrisiko für Dritte unverantwortlich.
    Das die Testkapazitäten nicht ausreichen würden, ist lange absehbar. Ohne valide Kenntnis über den Grad der Durchseuchung agiert aber die Politik mit ihren Maßnahmen im Nebel.
    Es gab schon öfter schwierige Senate, der jetzige unterbietet alle. RRG ist zwar ideologisch gefestigt, für das Gesundheits- und Sozialsystem und damit die Bürger aber eine Fiasko.

  20. 18.

    Was hier im Artikel nur anklingt ist, dass ein Ergebnis oft erst nach 4-7 Tagen nach dem Test übermittelt wird.
    Also ist man noch tagelang nach dem Test im ungewissen.

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