#Wiegehtesuns? | Tochter einer Heimbewohnerin - "Wir sehen, wie sie immer mehr verschwindet"

Sa 02.05.20 | 06:52 Uhr
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Angehörige von Heimbewohnerin (Quelle: rbb)
Video: Unser Leben | 02.05.2020 | Cosima Jagow-Duda | Bild: rbb

Es bleibt nur die Begegnung am Zaun: Seit Wochen kann Eva Beisiegel ihre Mutter nicht mehr im Pflegeheim besuchen. Nun hat sie große Angst, den letzten Lebensabschnitt der 84Jährigen nur auf Distanz begleiten zu können. Ein Gesprächsprotokoll  

Corona betrifft uns alle, nicht nur in Berlin und Brandenburg. In kürzester Zeit hat das Virus unser Leben auf den Kopf gestellt. Was beschäftigt uns am meisten? In welcher Situation stecken wir gerade?  

In der Serie #Wiegehtesuns? erzählen Menschen aus der Region, wie ihr Alltag gerade aussieht.

Eva Beisiegel arbeitet im Bundespresseamt, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Seit mehr als vier Wochen kann sie ihre schwer an Demenz erkrankte 84jährige Mutter nicht mehr im Pflegeheim besuchen. So geht es Eva:

Also, wir leiden da alle drunter. Normalerweise besuche ich meine Mutter zwei bis dreimal in der Woche. Ich und meine Kinder. Durch Corona haben wir sie erst über einen Monat gar nicht mehr gesehen. Das war schrecklich. Ich habe im Heim Geschenke für sie abgegeben, war wenige Meter von ihr entfernt und konnte sie trotzdem nicht besuchen.

Inzwischen können wir sie nach Absprachen einmal in der Woche am Zaun mit Sicherheitsabstand treffen. Das hängt immer davon ab, ob das Pflegepersonal Zeit hat, sie in den Rollstuhl zu setzen und dorthin zu bringen. Ab und zu schickt mir das Heim ein Foto von ihr zu. Aber ich weiß nicht wirklich: Geht es den Bewohnern gut, geht es denen schlecht, sind die Pfleger gesund, sind sie krank? Im Großen und Ganzen muss ich dem Heim vertrauen.

Wir können auch nur Kontakt mit ihr halten, wenn die Pflegekräfte helfen. Drei Mal haben wir versucht, über Face-Time zu sprechen. Davon hat es einmal gut geklappt, als ihr Bezugspfleger das mit Ruhe in Ihrem Zimmer machen konnte

Jeden Mittwoch kaufe ich frische Blumen auf dem Markt. Dann weiß sie, ich bin dagewesen. Sie soll sich nicht alleine fühlen, auch wenn wir uns nicht sehen konnten. Natürlich hab ich die Sorge, dass sie vieles verlernt und vergisst, auch mich oder meine Familie. Ich denke, dass man über Essen da noch ganz viel hinkriegt. Deswegen schicke ich ihr mit den Blumen Erdbeeren und Spargelsalat ins Heim, das liebt sie.

Für meine Tochter, die nun Abitur macht, ist es besonders schwer – auch weil der Kontakt immer über Dritte geht. Wir können nie mit meiner Mutter alleine sein. Der körperliche Kontakt, die Berührung, fehlt. Wir können sie nicht umarmen. Dabei versteht sie das viel besser als Worte. Das können wir ihr nicht geben und sie uns nicht.

Diese Corona-Krise hat auch was sehr Existenzielles – besonders in den Heimen, wo es sich so dramatisch abspielt. Da hab ich schon Angst, sie unter Umständen gar nicht mehr wieder zu sehen. Sie fehlt uns auch, sie gehört zu unserem Alltag dazu. Dieser Alltag ist von heute auf morgen weggebrochen, und wir konnten ihr gar nicht erklären, was los ist.

Die Lebenszeit meiner Mutter sehe ich als sehr begrenzt an. Sie ist 84 Jahre, hat es am Herzen und Demenz. Wir sehen, wie sie immer mehr verschwindet. Die Vorstellung, auf Distanz diese letzte Lebenszeit von meiner Mutter zu verbringen, macht mich total wütend und traurig.

Die Diskussion um die Fußballer, die für die Bundesliga regelmäßig getestet werden sollen, macht mich fassungslos. 100.000 Tests die Woche! Warum nicht für Heimbewohner, Personal und Angehörige? Wenn ich wüsste, ich bin negativ, meine Tochter ist negativ, meine Mutter ist negativ – dann könnten wir sie doch regelmäßig besuchen!

Gesprächsprotokoll: Cosima Jagow-Duda

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37 Kommentare

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  1. 37.

    Was hat denn bitte Prof. Drosten und RKI Chef Wiehler mit der Politische Entscheidung des Landes Berlin zu Pflegeheimen zu tun?
    Wenden Sie sich an die Politiker, die entscheiden das und nicht an Wissenschaftler die die Entwicklung der Epedemie untersuchen.
    Es gibt andere Ministerpräsidenten die anders entscheiden.
    Diese persönliche Anfeindung von Wissenschaftlern ist völlig fehl am Platz, Politiker sind Erwachsen genug sich selbst eine Meinung zu bilden.

  2. 36.

    Der Artikel macht mich sehr betroffen.
    Hoffentlich lesen Drosten und Wiehler, was sie mit ihrer fachzentrierten Sichtweise und der Panikmache anrichten.

    Politiker, überlasst nie wieder Virologen das Regieren in diesem Land!

  3. 34.

    Kennst Du dich auf dem Arbeitsmarkt aus? Wenn ja, dann hätte ich gerne die Frage gelesen, warst Du als Leiharbeiter in so vielen Krankenhäusern, Demenz WG, Seniorenheime etc. oder wie kam es dazu?

    Danke der Nachfrage, ich war Leiharbeiter!

  4. 33.

    @Roland Rötinger, Ihre Kommentare sehen sehr nach persönlicher Vendetta aus. Hat das damit zu tun, dass Sie bereits in 30 (in Worten: dreißig) Pflegeheimen gearbeitet haben? Da möchte ich mal lieber nicht umrechnen, wie lange Sie einzelne Jobs hatten.

  5. 32.

    Was mich beunruhigt ist die Zahl an Häusern die von der Diakonie geführt werden. Gehen die schon so am Stock dass die sich nichts mehr leisten können, weil die Kirchenaustritte gar nicht mehr abreißen? Vielleicht sollten die ihren Rahmen an Wohltätigkeiten in Europa mal neu abstecken und mehr im eigenen Land investieren, um wenigstens die Häuser so auszustatten, damit in Zukunft nicht wieder so Schlagzeilen hochkochen.

  6. 31.

    Ich wünschte ich hätte einen Zaun an drm ich meinen Opa sehen könnte. Er wohnt 150km entfernt und isoliert sich mit seiner Frau srit Beginn komplett. Einkäufe erledigen Angehörige vor Ort. Seine Demenz schritt in den letzten Wochen seit des Lockdowns so schnell voran, dass er nun schon während des Telefonats vergisst, wer ich bin oder dass er eine Utenkelin hat. Der Impfstoff wird unserer Familie nicht mehr helfen können. Bis dahin wird er zum Großteil in seine Kindheit nach Thüringen gegangen sein. Es ist furchtbar, was derzeit passiert. Mein tiefstes Mitgefühl an alle Betroffenen und Angehörigen. Geteiltes Leid...

  7. 30.

    Politikerdenken: Fußballer bringen Geld, Heimbewohner K/kosten.

  8. 29.

    Jetzt kommen mit den Lockerungen wieder die Polit-Profis aus allen Ecken und kritisieren die Bundesregierung. Über alles wurde schon Kritik geübt, gerade wieder von den grünen. Nicht ein Wort bis heute, über diese völlig überzogene Einsperrung der Senioren, da wird auch nie ein Wort drüber verloren was man hätte besser machen können. Der ganze Käse, der Jahre lang vom MDK geprüft wurde war schon ein Witz, und alle eine verlogene Note 1 bekommen. Noch kein Wort von Jens Spahn, dass die Hygiene besser geprüft werden muss und immer Schutzausrüstung auf lager ist. Ich wette beim nächsten knall, wieder die selben Probleme.

  9. 28.

    WHAT??? Ich weiß nicht, ob es bei Ihnen schon angekommen ist, aber trotz Besuchsverbot ect. häufen sich die Fälle in den Pflegeheimen! Darüber wird sogar im Mainstream berichtet. Und nun sagen Sie nicht, Sie glauben noch daran, dass diese Gruppe geschützt wird!

  10. 27.

    "Aber es wird uns doch erzählt, dass der Schutz des Lebens über allem steht." Guter Witz! Auf ein Leben, das nicht lebenswert ist, verzichte ich sehr gerne! Aber auch das wird von einem Herrn Spahn ja erfolgreich verhindert, indem er das Urteil des Bundesverfassungsgericht umgeht. Dreimal dürfen Sie raten, warum!

  11. 26.

    Eve, ich verstehe das schon ... und ja, ich möchte, dass es Besuchsmöglichkeiten gibt, das kann ja jetzt nicht für die nächsten 2,3 oder 10 Jahre oder ewig so bleiben, bis es einen Impfstoff gibt. Roland R. um 10.31 Uhr hat hier Möglichkeiten aufgezeigt, das Foto zum Beitrag zeigt eine weitere Möglichkeit. Aber wie so oft scheitert es am Personal.

    Was die Rücksicht ggü den genannten Personen angeht bezieht sich meine Empfindung nicht nur auf die Pflegeheime, sondern auf das " normale Leben ". Da gab's schon vor Corona etliche Baustellen, und jetzt sind's noch mehr. Rücksichtnahme bedeutet hier für mich nicht ... Einsperren ... sondern Integration !

  12. 25.

    "Aber nach meiner Empfindung wird auf Risikogruppe, alte und kranke Menschen eh keine Rücksicht mehr genommen." Aber genau darum geht es doch! Das wird alles nur gemacht, um genau diese Gruppen zu schützen! Warum verstehen Sie das denn nicht? Wollen Sie, dass Besuche erlaubt werden und dass die Menschen in den Heimen reihenweise an dem Virus sterben?

  13. 24.

    Ich empfinde die beschriebene Situation für alle Beteiligten als menschenunwürdig. Das uns die körperliche Nähe zu Familienangehörigen fehlt, ist schon schlimm genug aber in dieser Situation wäre sie für mich nicht aushaltbar. Ich bin froh,dass ich meinen Mann hier zu Hause pflegen kann,auch wenn es noch so schwer ist. Die Vorstellung, er wäre in einer solchen Einrichtung alleine, ggf. wegen Corona isoliert,eh schon zu wenig Personal... und jetzt auch noch osteuropäische Pfleger,die nicht zur Arbeit kommen können .Ich kann nur hoffen, dass sich die Politik hier endlich Gedanken macht u Lösungen findet. Aber nach meiner Empfindung wird auf Risikogruppe, alte und kranke Menschen eh keine Rücksicht mehr genommen .Ich habe gelernt ... hilf dir selbst, dann hilft dir Gott. Nopos Erklärung bzgl der Bundesliga war sehr interessant.Ich würde mich freuen, wenn's wieder los geht.Ist es doch ein kleiner Schritt in die Normalität und die Politik muss sich endlich mit dem Thema Sport beschäftigen

  14. 23.

    Die Oma meiner Frau hat Anfang April ihren 100. Geburtstag begehen dürfen...... selbst ihre 3 Kinder, die mit Mundschutz und Einmalumhang aus dem Pflegebereich ausgestattet zum gratulieren wollten, durften dies nur getrennt tun. 1 Tag ein Sohn und am 2. Tag Sohn und Tochter. Und dazu in 2 Meter Abstand und vor der Tür des Heimes..... wie erklärt man das einem 100 jährigen Menschen?? Aber sie nahm es mit Humor..... sie hat einige Systeme überlebt und dieses schafft sie auch noch.....

  15. 22.

    Die Oma meiner Frau hat Anfang April ihren 100. Geburtstag begehen dürfen...... selbst ihre 3 Kinder, die mit Mundschutz und Einmalumhang aus dem Pflegebereich ausgestattet zum gratulieren wollten, durften dies nur getrennt tun. 1 Tag ein Sohn und am 2. Tag Sohn und Tochter. Und dazu in 2 Meter Abstand und vor der Tür des Heimes..... wie erklärt man das einem 100 jährigen Menschen?? Aber sie nahm es mit Humor..... sie hat einige Systeme überlebt und dieses schafft sie auch noch.....

  16. 21.

    Solange es keine Maskenpflicht in Pflegeheimen gibt, ist alles andere egal. Da stecken sich eher die Angehörigen an als umgekehrt.
    Das muss täglich unangekündigt von Hygieneprüfern kontrolliert werden. Bei jeder Pommesbude wird mehr Hygiene gefordert und kontrolliert als in Pflegeheimen.

    Den Angehörigen und der Mutter wünsche ich viel Kraft und starke Nerven.

  17. 20.

    Mir geht es ähnlich. Habe meine Mutter seit rd. 5 Wochen nicht mehr sehen dürfen - vorher habe ich sie täglich zwischen 1-6 Stunden besucht. Täglich telefonieren ist kein Ersatz und man bekommt den Eindruck, dass sich seitens der Heime und der Politik dahingehend keiner Gedanken macht, wann hier Lockerungen möglich sein werden.

    Man steht vor dem Eingang und kommt sich vor, wie ein Bettler mit Aussatz.

    Die Schotten werden dicht gemacht, man verweist auf Verordnungen und die Informationspolitik tendiert gegen Null.

    Es ist einfach nur traurig, wie mit den älteren Menschen umgegangen wird.

  18. 19.

    Aber es wird uns doch erzählt, dass der Schutz des Lebens über allem steht. Wie lebenswert es für diejenigen selbst ist, spielt eine untergeordnete Rolle. Ist die Dame im Heim um ihre eigene Gesundheit besorgt oder würde sie sich viel lieber wünschen, dass ihre Angehörigen zu ihr können und die Tage, die noch bleiben an ihrer Seite verbringen. Ich verstehe diesen Sinn nicht

  19. 18.

    Also, auch wenn ich kein Fußballfan bin und es auch total be.. finde, wenn die spielen können und unsere Kinder nicht, muss man doch fair bleiben und nicht auf die BL meckern. Zu verantworten haben das die Politiker und nicht die Spieler!

  20. 17.

    Schon mal 'ne schlaue Antwort von Herrn Spahn bekommen?
    Vermutlich zahlen die Vereine die Tests selbst, während es in Pflegeheimen der Staat tun müsste. Über Kostenübernahme wird aber zwischen den GKV, PV und Staat gestritten. Den Fußballern kann man das nicht vorwerfen, aber es würde Größe zeigen, wenn sie die Tests an die Heime spenden!

  21. 16.

    Es tut mir echt leit für sie ...

  22. 15.

    Nochmal für Sie zum Mitschreiben. Die Bundesliga braucht in diesen Zeiten kein Mensch. Da haben wir eine Menge vorrangige Corona-Baustellen. Zum Beispiel die Besuchsmöglichkeit von Angehörigen in Heimen.

  23. 14.

    Keine Kapazitäten? Also in den ca. 30 Pflegeheimen in den ich gearbeitet hatte, da gab es Platz ohne Ende. Nie sind alle Zimmer belegt. Andere Möglichkeiten gibt es auch. Dass es nur ums Geld geht, hatte ich doch geschrieben! Durch Einkommen, Gewinn, Börsendotierung sowie Cash-Flow-Wachstum. Es wollte niemand. Organisatorisch wäre das für mich ein Witz gewesen. Kein Interesse an Schutzkleidung, zu teuer. Kein Personal für solche Aktionen, zu teuer. aast Du Aktien, von Alloheim?

  24. 13.

    Niemand braucht die Bundesliga im Moment. Außer natürlich die sabbernden Manager. Fußball war mal früher - ganz früher - etwas sehr Schönes. Nun ist es nur noch Kommerz und viele richtige Fußballfans haben sich angewidert abgewandt.

  25. 12.

    Niemand braucht die Bundesliga im Moment. Außer natürlich die sabbernden Manager. Fußball war mal früher - ganz früher - etwas sehr Schönes. Nun ist es nur noch Kommerz und viele richtige Fußballfans haben sich angewidert abgewandt.

  26. 11.

    Naja wenn man nur auf populistisches gefasel reinfällt, ist es natürlich mit dem selberdenken nicht mehr soweit.
    Also noch mal für sie, die Bundesliga nimmt keine Test weg im Gegenteil.
    Die Test Kapazitäten in Deutschland sind ungefähr doppelt so hoch wie sie momentan in Anspruch genommen werden.
    Von den frei verfügbaren 50% werden jetzt 5% von der Bundesliga genommen, selbst bezahlt und außerdem werden noch weitere 5% der Bevölkerung gestiftet!

  27. 10.

    Der hohe Stellenwert des Fußballs in unserer Gesellschaft ist einfach nur obszön zu nennen.
    Die Frage von Frau Beisiegel ist vollkommen berechtigt. Warum werden nicht Pflegepersonal, HeimbewohnerInnen und Angehörige derer in gleichem Umfang getestet??? Hat Herr Spahn vielleicht eine schlaue Antwort darauf?

  28. 9.

    Das Problem sind die mangelnden Kapazitäten. Kaum ein Pflegeheim hat die Räumlichkeiten für einzelne Begegnungen. Dann würden wieder alle Bewohner nebst Angehörigen in einem Raum hocken. Vielen Bewohnern und leider auch Gästen kann man weder den richtigen Einsatz von MNS vermitteln noch die Notwendigkeit.

    Börsendotiert? Zum einen heißt das börsennotiert, zum anderen ist es völliger Quatsch, die meisten Heime seien börsennotiert. Wo haben Sie das denn her? Viele Heime sind als geschlossene Immobilienfonds aufgestellt. Den Betreibern geht es nur um Knete, keinesfalls um Pflege und Betreuung von Senioren. Ich weiß nur eines: NIEMALS gehe ich so ein Heim. Eher -----------naja.

  29. 8.

    Das kann ich gut nachempfinden, denn aus unserer Familie ist auch jemand im Heim verstorben. Nicht an Covid19, sondern an Einsamkeit und wahrscheinlich dem Gefühl des alleingelassen Werdens! Sie wollte nie ins Heim, dachte, man will sie nur abschieben und freute sich über jeden wöchentlichen Mehrfachbesuch. Was hat sie wohl in ihren letzten Stunden gedacht, mit welchem Gefühl ist sie von uns gegangen und wer nimmt den Angehörigen die Schuldgefühle??? Ich hoffe, dass die verantwortlichen Politiker das lesen! Einfach nur unmenschlich! Und wie sich zeigt, ist Corona ja nicht so gefährlich! Aber: KARMA ist groß!

  30. 7.

    Genau unsere Erfahrung der Großvater meiner Lebenspartnerin ist nach einem schweren Schlaganfall und div anderen Erkrankungen auch hoch Risiko Patient und ja man hatte in einer gewissen Form am Anfang viel Verständnis nur ist der Zustand das ihn nicht mal deine Frau mehr besuchen darf! Die selber allein lebt und nun auch Allein da sitzt da hilft irgendwann auch der Video Chat per Wattsapp nicht mehr! Das sind im Moment für mich die wenigen RBB Sachen die ich noch sinnvoll empfinde! Toller Bericht über die die am meisten leiden unter diesen Irrsinn !

  31. 6.

    Genau unsere Erfahrung der Großvater meiner Lebenspartnerin ist nach einem schweren Schlaganfall und div anderen Erkrankungen auch hoch Risiko Patient und ja man hatte in einer gewissen Form am Anfang viel Verständnis nur ist der Zustand das ihn nicht mal deine Frau mehr besuchen darf! Die selber allein lebt und nun auch Allein da sitzt da hilft irgendwann auch der Video Chat per Wattsapp nicht mehr! Das sind im Moment für mich die wenigen RBB Sachen die ich noch sinnvoll empfinde! Toller Bericht über die die am meisten leiden unter diesen Irrsinn !

  32. 5.

    Mal davon abgesehen, dass viele Heimbewohner gar nicht mehr genau wissen, ob die Angehörigen noch leben, weil die da so oft hingehen, wie der Papst in ein Bordell, hätte es nicht so weit kommen brauchen. Es gibt fast überall genügend Räume, da hätten sich Besucher so vermummen können, dass eine Ansteckung unmöglich gewesen wäre. Auf der anderen Seite eben so. Man hat sich ganz einfach auf die brutalste aller Lösungen geeinigt. Aus "Geldmangel", aus organisatorischen Gründen. Die meisten Pflegeheime sind Börsen-dotiert, von Investoren geführt, die für alles was über die gewöhnlichen Ausgaben hinaus geht nichts übrig haben. Auch wenn es einige Zeit in Anspruch genommen hätte, bis Schutzausrüstungen zur Verfügung gestanden hätten. Bis heute gibt es ja kaum für alle Mitarbeiter Schutzkleidung und Vorsichtsmaßnahmen, bei der Diakonie Infizieren sich immer noch Menschen und sterben sogar, nach fast 2 Monaten Pandemie-Warnung. Ein Armutszeugnis, mehr ist das nicht. Oder doch Desinteresse?

  33. 4.

    Fassen wir mal zusammen: Die Mutter hat ernsthafte Vorerkrankungen und die Tochter ist wütend, dass sie ihre Mutter nicht umarmen kann.
    Ja, man könnte die alte Dame, Tochter und Kinder testen. Sind alle negativ, so gehören alle in die völlige Isolierung und können sich umarmen. ICH und meine Tochter ist wohl eher meine Tochter und ich. So habe ich das mal gelernt.

    Die Diskussion wegen Fußball ist auch für mich in keiner Weise nachvollziehbar. Das ist das Unwichtigste überhaupt in diesen Zeiten. Sollte man Fußball freigeben und Tausende von Tests durchführen, wäre bei mir die letzte Zustimmung zu unserer Regierung weg.

    Ich wünsche Frau Beisiegel von ganzem Herzen, dass sie ihre Mutter bald wieder besuchen kann und dass sie noch ganz ganz lange etwas von ihr haben.

  34. 3.

    Das kann ich der Schreiberin durchaus nachfühlen.
    Es ist schlicht eine Unverschämtheit von den Fussball Vereinen für sich soviele Test in Anspruch zu nehmen, wo in den Altenheimen kaum eine Möglichkeit besteht, die Menschen zu testen.

  35. 2.

    Sehr berührend. Und so geht es vielen. Ich hoffe, dass es für Sie und andere wieder schönere Tage gibt, wo persönlicher Kontakt noch mal möglich ist. Und das ihre Mutter diese Freude noch empfinden kann.
    Und das mit der Bundesliga- das macht mich auch sprachlos . Wielche falschen Werte und was für eine gestörte Wahrnehmungsfähigkeit diese Geldhaie haben.

  36. 1.

    Und hier sieht man das Ausmaß der der Ungerechtfertigkeit. Menschen, die ohnehin nicht mehr viel Lebenszeit haben, wird das letzte Fünkchen Lebensqualität entzogen. Die Dame wurde auf kalten Entzug zu ihrer Familie gesetzt und das bei einer Krankheit, wo nur die Familie, gewohnte Strukturen Halt geben. Und alles nur, damit unser Gesundheitssystem nicht überlastet wird, das in den letzten Jahren, Jahrzehnten auf Knapp gestrickt wurde. Ich empfinde tiefes Mitgefühl für die Familie und hoffe, dass diesem Wahnsinn bald ein Ende bereitet wird sodass die Familie die letzte Lebenszeit der Mama und Oma begleiten darf.

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