Symbolbild: Covid-Impfung (Quelle: dpa/Robin Utrecht)
Bild: dpa/Robin Utrecht

Fragen und Antworten - Was Sie über die Corona-Impfung wissen sollten

Mit inzwischen drei verschiedenen Stoffen wird in Berlin und Brandenburg geimpft. Aber wie gut schützen die Impfungen? Wer wird wann geimpft? Und wie kommen Sie an einen Termin? Wir geben Antworten auf die häufigsten Fragen.

Wer kann sich impfen lassen?

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte im Februar die Reihenfolge der Impfungen neu festgelegt. Höchste Priorität haben über 80-Jährige, Pflegeheimbewohner und Pflegekräfte sowie Medizinpersonal mit erhöhtem Corona-Ansteckungsrisiko. Diese Gruppe ist derzeit an der Reihe.

Zur zweiten Gruppe mit hoher Priorität gehören neben über 70-Jährigen, Menschen mit geistiger Behinderung, schwerer psychiatrischer Erkrankung, mit schweren chronischen Lungen- oder Lebererkrankungen unter anderem auch Polizei- und Ordnungskräfte, die im Dienst einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Nach der Impfverordnung kann von der Reihenfolge in Einzelfällen abgewichen werden, zum Beispiel um zu vermeiden, dass Impfstoff vernichtet werden muss - aber derzeit nur für diejenigen aus der zweiten Gruppe, nicht aus der dritten Gruppe.

Brandenburg hat diese Priorisierung allerdings für den Astrazeneca-Impfstoff für kurze Zeit ausgesetzt. Bis zum 26. Februar können sich auch Polizisten, Feuerwehrleute und Mitarbeiter von Ordnungsämtern impfen lassen. Hintergrund ist, dass viel Astrazeneca-Impfstoff zur Verfügung steht, der bislang nicht an über-65-Jährige verimpft werden darf - und der von Personen unter 65 Jahren, die sich schon jetzt impfen lassen dürfen - dabei insbesondere medizinisches Personal - niur unzureichend nachgefragt wird.

Zudem hat Brandenburg eine Clearingstelle eingerichtet, die in Einzelfällen darüber entscheidet, ob Menschen früher geimpft werden können. Bei den Einzelfällen geht es dem Gesundheitsministerium zufolge um Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Corona-Infektion besteht. Begründete Anträge auf eine Einzelfallentscheidung können per Post an das Gesundheitsministerium gesendet werden. Berlin will ebenfalls eine solche Clearingstelle einrichten, ein Termin steht aber noch nicht fest.

Wie komme ich an einen Impftermin?

Wer in Berlin lebt, impfberechtigt ist und nicht in einem Pflegeheim lebt, wird per Brief der Gesundheitsverwaltung zur Impfung eingeladen Damit können Sie einen Termin für die Impfung in einem der Berliner Impfzentren vereinbaren. Die Gesundheitsverwaltung weist darauf hin, dass sich aktuell ausschließlich Menschen impfen lassen können, die eine Einladung erhalten haben. Diese Einladung sei nicht auf andere Personen, auch auf Verwandte, übertragbar.

Anders als in Berlin erfolgt die Einladung für die Terminvereinbarungen zur Impfung in Brandenburg nicht automatisch. Stattdessen ist seit dem 4. Januar ein Callcenter der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) zur telefonischen Terminvergabe an den Start gegangen. Es ist über die kostenfreie Patientenservice-Rufnummer 116 117 erreichbar - täglich von 8 bis 20 Uhr. Weil anfangs nur Termine an Impfberechtigte vergeben werden können, wird am Telefon die Impfberechtigung abgefragt und neben einem Termin auch das Impfzentrum, in dem die Impfung stattfinden soll, vereinbart. Später soll auch eine Online-Buchung möglich sein. Allerdings stockt die Terminvergabe immer wieder wegen der Engpässe bei den Impfstoffen, die für ältere Menschen zugelassen sind.

Wo gibt es in Brandenburg und Berlin Impfzentren?

In Brandenburg sind bislang elf Impfzentren eröffnet worden. Die ersten beiden in Potsdam (Metropolis-Halle im Filmpark Babelsberg) und Cottbus (Messehalle) sind am 5. Januar in Betrieb gegangen [mesgiv.brandenburg.de]. Das dritte Impfzentrum startete am 11. Januar in Schönefeld (Flughafen Schönefeld - Terminal 5 / Terminalbereich M). Das Impfzentrum in Brandenburg/Havel ging am 26. Januar in Betrieb, das Impfzentrum in Eberswalde (Sportzentrum Westend) am 27. Januar, gefolgt vom Impfzentrum in Prenzlau am 28. Januar (Turnhalle Gesamtschule Carl Friedrich Grabow).

Außerdem eröffnet wurden bereits die Impfzentren in Elsterwerda (Mehrzweckhalle), Frankfurt (Oder) (Messe) und Oranienburg (TURM ErlebnisCity André-Pican-Straße 42). Die Zentren in Kyritz (Sport- und Kulturzentrum) und Luckenwalde (Fläminghalle) gingen im Februar in Betrieb.

Da die Impfstoffe, die für ältere Menschen zugelassen wurden, knapp sind, werden immer wieder Impfzentren zeitweise geschlossen. Wenn mehr Impfstoffe zur Verfügunge stehen, soll es insgesamt 18 Impfzentren über das ganze Land verteilt geben.

In Berlin sind mittlerweile fünf Impfzentren in Betrieb. Zuletzt wurde das Zentrum im Velodrom in Pankow eröffnet. Zuvor waren die Impfzentren in der Messehalle 11 (Charlottenburg-Wilmersdorf), in der Arena in Treptow-Köpenick, im Erika-Heß-Eisstadion in Mitte und am ehemaligen Flughafen Tegel (Terminal C) in Betrieb gegangen. Wann das sechste und letzte Berliner Impfzentrum im früheren Flughafen Tempelhof öffnet, steht noch nicht fest.

Welche Impfstoffe gibt es und wie wirksam sind sie?

Bislang wurden drei Impfstoffe in der EU zugelassen (Stand 18.02.2020), weil sie in der Studienphase III ausreichende Resultate vorgewiesen haben. Zum einen der Impfstoff von Biontech/Pfizer und der des Pharmakonzerns Moderna. Zuletzt folgte das Produkt des Konzerns Astrazeneca. Bei Biontech/Pfizer und Moderna liegt die Wirksamkeit für Doppelimpfungen nach vorläufigen Daten bei rund 95 Prozent [bmj.com].

Laut der Europäischen Arzneimittelagentur Ema besitzt der Impfstoff von Astrazeneca eine Wirksamkeit von 60 Prozent [ema.europa.eu]. Mittlerweile wird davon ausgegangen, dass die Wirkung etwa bei 70 Prozent liegt. Auf Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) wird der Wirkstoff von Astrazeneca in Deutschland zunächst nur bei 18- bis 64-Jährigen eingesetzt. "Zur Beurteilung der Impfeffektivität ab 65 Jahren liegen aktuell keine ausreichenden Daten vor", begründete die Kommission ihre Empfehlung.

Für Kinder ist bislang noch kein Corona-Impfstoff zugelassen.

Wie funktionieren die Impfstoffe?

Bei den Mitteln von Biontech/Pfizer sowie von Moderna handelt es sich um einen sogenannten mRNA-Impfstoff (messenger-RNA, Boten-RNA). Das Prinzip stammt aus der Krebsforschung, wo seit Jahren an personalisierten Impfstoffen gearbeitet wird. Die mRNA-Impfstoffe geben einigen Körperzellen Teile der Virus-Erbinformationen als RNA mit [zdf.de]. Sie liefern also den Bauplan für einzelne Virusproteine. Diese werden als Antigene bezeichnet. Sie aktivieren das Immunsystem und sollen so die schützende Immunantwort erzeugen.

Das Mittel von Astrazeneca hingegen ist ein sogenannter Vektorimpfstoff. Dabei transportiert ein modifiziertes Trägervirus (Vektor) einen ungefährlichen Teil der DNA des neuen Coronavirus', das den Bauplan für für das SARS-CoV-2-Oberflächenprotein enthält, in die Körperzelle. [rki.de] Dadurch soll das Immunsystem dazu gebracht werden, Antikörper zu bilden und andere Abwehrreaktionen hervorzurufen. Bei Kontakt mit dem Coronavirus ist der Körper dann vorbereitet und kann die Infektion besser eindämmen. Die Trägerviren selbst sind im Astrazeneca-Impfstoff so verändert, dass sie sich nicht im Körper vermehren können.

Kann der Impfstoff in unser Erbgut eingreifen?

Laut dem Paul-Ehrlich-Institut besteht keine Gefahr, dass mRNA ins Genom eindringt. Unser Erbgut lagert im Kern der Zelle. Dass RNA dort eingebaut werden könnte, sei wegen der unterschiedlichen chemischen Struktur unmöglich. mRNA unterscheidet sich chemisch von der eigentlichen DNA (Erbmolekül) [swr.de] und kann in diese nicht eingebaut werden.

Bei der Vektorimpfung hingegen wird ein DNA-Teilstück in den Zellkern eingeschleust. Doch für eine Veränderung an der menschlichen DNA wären bestimmte Enzyme notwendig – und diese sind nicht in dem Impfstoff enthalten. Außerdem zählen die eingeschleusten Viren zu den "nicht integrierenden Viren". Das heißt, sie verändern im Zellkern nichts. [funk.de]

Wie groß ist die Gefahr von Nebenwirkungen?

Es können für Impfungen übliche Nebenwirkungen auftreten: vorübergehende Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schmerzen an der Injektionsstelle, leichtes Fieber, Muskelschmerzen. Im Allgemeinen waren die Nebenwirkungen schwach bis mäßig und klangen nach kurzer Zeit ab. Sowohl bei Pfizer als auch Moderna entwickelten etwa zwei Prozent der Geimpfte ernsthafte Nebenwirkungen. Dazu gehört zum Beispiel ein hohes Fieber von 39 bis 40 Grad Celsius [sciencemag.de].

Laut dem Paul-Ehrlich-Institut, das für die Sicherheit von Impfstoffen zuständig ist, treten Impfreaktionen nach der Gabe des Astrazeneca-Impfstoffs "verhältnismäßig häufig auf". Diese seien jedoch von kurzer Dauer und spiegelten in der Regel die normale Immunantwort des Körpers wider. [pei.de] Rund die Hälfte der Geimpften berichtete laut der Europäischen Arnzeimittelagentur (EMA) von Schmerzen an der Einstichstelle oder auch Kopfschmerzen, Schüttelfrost rund ein Drittel und Fieber über 38 Grad hatten nicht einmal zehn Prozent der Geimpften. [ema.europa.eu]

Was passiert bei dauerhaften Impfschäden?

Wie mit Impfschäden umgegangen wird, ist im Infektionsschutzgesetz in §60 geregelt [gesetze-im-internet.de]: Hier haften der Bund beziehungsweise die Länder gemäß des Bundesversorgungsgesetzes, weil die Impfung offiziell empfohlen wurde. Impfschäden sind allerdings extrem selten. Das Paul-Ehrlich-Institut wies in einer älteren Statistik für die Jahre 2005 bis 2009 zum Beispiel gerade einmal 169 anerkannte Fälle in Deutschland aus [saarland.de].

Welchen Einfluss haben Virus-Mutationen auf die Wirksamkeit?

Das Erbgut der Coronaviren verändert sich laufend, das ist an sich nicht ungewöhnlich. Die genetischen Veränderungen können auch die Eigenschaften des Virus verändern, etwa dafür sorgen, dass es sich deutlich schneller ausbreitet, wie das mit der Mutation in Großbritannien [wdr.de] der Fall ist.

Die Schutzwirkung der Impfstoffe scheint aber gegen die "britische" Variante B.1.1.7 auszureichen – und das sowohl bei Astrazeneca [lancet.com] als auch Biontech-Pfizer [sciencemag.com] und auch bei Moderna [medrxiv.org].

Diffuser ist das Bild, wenn es um die Wirkung gegen die in Südafrika entdeckte Variante geht. Dort sieht es so aus, dass zumindest Astrazeneca kaum Schutz gegen symptomatische Infektionen bietet [bbc.com]. Allerdings wurde die Studie dazu nur bei jungen Menschen durchgeführt, die selten schwer an Covid-19 erkranken [medrxiv.org]. Denkbar ist also, dass Astrazeneca zumindest gegen schwere Verläufe auch bei der sogenannten südafrikanischen Variante schützt. Bei Moderna und Pfizer-Biontech hingegen scheint es so zu sein, dass zwar auch hier die Immunantwort durch die Antikörper schwächer ausfällt als gegen den ursprünglichen Sars-Cov-2-Typ, aber stark genug um zu schützen.

Wie lange hält die Impfung?

Das weiß man noch nicht, schlicht weil nicht genügend Zeit seit den Impfungen der Probanden vergangen ist. Was sich aber sagen lässt, ist, dass auch noch einige Zeit nach der Impfung bei den Probanden die Menge an Antikörpern im Blut hoch ist. Ob jedoch eine jährliche Auffrischung notwendig ist oder der Schutz auf Jahre anhält, bleibt ungewiss.

Kann der Termin der Zweitimpfung aufgeschoben werden?

Nein, betont die Ständige Impfkommission (Stiko) am Robert-Koch-Institut (RKI). Der Abstand zwischen der Erst- und Zweitimpfung sollte nicht vergrößert werden, sondern sich an den Empfehlungen für die Impfstoffe orientieren, teilte die Stiko mit.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte die Behörde prüfen lassen, ob ein solches Vorgehen sinnvoll ist, um mit den derzeit begrenzten Impfstoff-Mengen von Biontech/Pfizer und Moderna möglichst schnell möglichst viele Menschen impfen zu können. Hintergrund ist, dass ein gewisser Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung bereits nach der ersten Impfung gegeben ist.

Zur Begründung erläutern die Stiko-Experten, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt unsicher sei, ob man durch eine Verschiebung der zweiten Impfstoffdosis auf einen späteren Zeitpunkt tatsächlich mehr schwere Erkrankungen und Todesfälle verhindere als durch eine zeitnahe zweite Impfung der Hochrisikogruppen, welche dann zu einem nahezu vollständigen Schutz vor Erkrankung führt. Damit folgt die Stiko der Einschätzung vieler anderer Experten, darunter die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA).

Etwas anders sieht es bei dem Impfstoff von Astrazeneca aus. Momentan wird empfohlen, die zweite Impfdosis neun bis zwölf Wochen nach der ersten zu geben. Aber es gibt Hinweise darauf, dass die Wirksamkeit auf 80 Prozent steigen könnte, wenn man länger als zwölf Wochen wartet. Das wird momentan überprüft.

Kann ein Geimpfter das Coronavirus weitertragen?

Darüber gibt es bislang noch keine belastbaren Studien. Der Virologe Christian Drosten verweist aber auf Daten aus Israel, wo bereits ein großer Teil der Bevölkerung mindestens eine Impfdosis erhalten hat. Diese deuten darauf hin, dass die Übertragung des Coronavirus durch den Impfstoff gehemmt wird. [ndr.de]

Was kosten die Impfstoffe?

Nach Recherchen von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" forderten Biontech und Pfizer ursprünglich für eine Impf-Dosis rund 54 Euro. [tagesschau.de] Im Vergleich zu den anderen Impfstoffherstellern sei das ein vielfach höherer Preis gewesen. Erst nach langen Verhandlungen habe man sich im November geeinigt. Der Preis wird offiziell geheim gehalten, den Recherchen zufolge liegt er bei 15,50 Euro pro Dosis.

Auch zu den Kosten des Moderna-Impfstoffs werden keine Angaben gemacht. Pro Dosis könnten es 13 bis 21 Euro sein.

Auch zum Impfstoff von Astrazeneca werden keine Preise genannt. Aber er dürfte ungefähr 2,00 bis 3,50 Euro pro Dosis kosten [ft.com]. Das liegt daran, dass dieser Impfstoff eben einen anderen Wirkmechanismus nutzt. Darum muss er auch weniger kühl gelagert werden als die beiden anderen Impfstoffe. Bei Astrazeneca liegt die Temperatur bei 2 bis 8 Grad Celsius, bei Pfizer sind es minus 70 Grad Celsius [apnews.com].

Gibt es eine Impfpflicht?

Nein, die Impfungen werden auf freiwilliger Basis durchgeführt, sie kosten den Impfling auch kein Geld. Die Kosten für die Impfung übernehmen die Krankenkassen. Die Kosten für die Einrichtung und Unterhaltung sowie den Betrieb der Impfzentren übernehmen Bund und Länder.

Was Sie jetzt wissen müssen

40 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 40.

    Sie haben mit ihrer Äußerung zwar recht, Aber da eigentliche Ziel bleibt weiterhin, das man durch eine Impfung selber keine andere Personen mehr anstecken kann.
    Denn solange das nicht erreicht ist, machen z.B. Lockerungen keinen Sinn, ein Impfnachweis für Flüge usw. machen keinen Sinn. Denn solange das nicht erreicht ist, sind und bleiben Geimpfte und Nicht-Geimpfte Überträger.

  2. 39.

    Wenn sie schon rechnen, dann bitte aber richtig. Ich nehme mal jetzt ihre angegebenen 50%, obwohl diese nicht stimmen. Und antworte darauf ganz vereinfacht.
    Da die Impfstoffe nicht auf alle Viren (Mutationen) eine Wirkung haben, werden aus ihren 50% ganz schnell nur 20% bis 25%.

    Übrigens, wenn sie meiner damals gemachten Aussage nicht glauben, sollten sie sich mal Beiträge von Virologen, usw. anschauen. Dort werden sie dann dasselbe lesen.

  3. 38.

    Verstehe die Diskussion nicht, gibt doch eh erst in 2-3 Impfstoff für den Rest...

  4. 37.

    "Pressemitteilung vom 20.01.2021
    Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) hat in dieser Woche an über 5000 Berlinerinnen und Berliner einen Infobrief zu Impffahrten mit dem Sonderfahrdienst (SFD) geschickt. Mit dem Sonderfahrdienst können SFD-Berechtigte zu Ihrem Termin für eine Impfung gegen Covid-19 in Berlin gefahren oder von dort abgeholt werden. Dazu zählen auch Fahrten zu Impfungen gegen Covid-19, die zukünftig beispielsweise in Arztpraxen oder anderen Einrichtungen durchgeführt werden.

  5. 36.

    Falls Ihre Tante einen Schwerbehindertenausweis mit dem Merläkzeichen "T" hat, wurde oder wird sie angeschrieben,weil sie mit dem Sonderfahrdienst fahren könnte. Gibts aber nur in Berlin:
    "Pressemitteilung vom 20.01.2021
    Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) hat in dieser Woche an über 5000 Berlinerinnen und Berliner einen Infobrief zu Impffahrten mit dem Sonderfahrdienst (SFD) geschickt. Mit dem Sonderfahrdienst können SFD-Berechtigte zu Ihrem Termin für eine Impfung gegen Covid-19 in Berlin gefahren oder von dort abgeholt werden. Dazu zählen auch Fahrten zu Impfungen gegen Covid-19, die zukünftig beispielsweise in Arztpraxen oder anderen Einrichtungen durchgeführt werden.
    https://www.berlin.de/lageso/service/pressemitteilungen/2021/pressemitteilung.1042344.php"

  6. 35.

    In Brandenburg kann man überhaupt keine Termine zum impfen machen. Bestehende Termine wurden einfach abgesagt ohne Aussicht auf einen neuen Termin. Es gibt null Auskunft, nichts wo man nachfragen kann. Die Leute die einen Termin hatten werden einfach im Regen stehen gelassen. Vielleicht hofft man ja, dass sie keinen zweiten Versuch machen. Ganz schlechte Organisation

  7. 34.

    Dass zuerst die Alten geimpft werden, ist absolut in Ordnung. 2/3 aller Toten leb(t)en in Pflegeheimen. Wen es Ü80 erwischt, hat kaum Überlebenschancen. Wenn sie erst alle Risikopatienten sortieren wollen, brauchen sie das X-fache an Zeit und Aufwand, besonders an Verwaltungspersonal zum Überprüfen. Insofern ist diese Priorisierung, die quasi das Einwohnermeldeamt mit dem Geburtsdatum vorgibt, so i.O. - und das sage ich, obwohl ich u.a. auch eine Lungenerkrankung und hohes Risiko habe.
    Viel wichtiger wäre, endlich einmal zu erfahren, wie es danach weitergehen soll.
    Wenn in Berlin bspw. die Gesundheitsverwaltung die Prioritätenkategorie 2 einladen will - wie kommen die an die Informationen, wer zu dieser gehört? Gibt es dann einen Run auf die Hausärzte wegen Attesten?
    Ich befürchte, dass das Hauen und Stechen erst so richtig beginnt.

  8. 32.

    Brandenburger:
    "Was ich aber immer noch nicht verstehe iist, wieso stur nach "Alter" geimpft wird? Ich hatte dazu in meinem Kommentar 13 ein konkretes beispiel gebracht"

    Von diesen konkreten Beispielen gibt es Millionen in Deutschland. Dafür braucht man Tausende Behördenmitarbeiter, die die Dringlichkeit prüfen. Das Personal ist nicht da. Deshalb wird die Prüfung mehrere Monate oder Jahre brauchen. Ist Ihnen dann geholfen, wenn Sie in einem Jahr den Bescheid bekommen, dass Sie eine anerkannte Dringlichkeit haben und nun bevorzugt geimpft werden? Oder wollen Sie doch lieber vorher, in wenigen Monaten geimpft werden, wenn Sie wegen Ihres Alters dran sind?

    Die ganze Prozedur muss auch pragmatisch gestaltet werden!

  9. 31.

    Ellen:
    "Trotz allem werde ich mich nur mit einem Impfstoff meiner Wahl, und dem ich vertraue, impfen lassen. Und ich zahle gerne dafür selbst."

    Dann kann es sein, dass sie nicht geimpft werden! Oder erst in mehreren Jahren, wenn alle geimpft sind und dann endlich Impfstoff frei auf dem Markt verfügbar ist - dann natürlich gegen Selbstzahlung. Schlimmstenfalls erkranken Sie vorhaer daran und erleben es nicht mehr. Ich würde mir das daher nochmal gut überlegen.

    Antworten

  10. 30.

    A.J.R.:
    "Natürlich ist dass ein Glücksspiel die Auffrischungsimpfungen zu verschieben. Wenn es ganz dumm läuft, werden dann Wochen lang Menschen geimpft, ohne das man einen endgültigen Schutz hat. Da die zweite Impfung gar nicht, bzw. zu spät verabreicht wird.
    Oder ganz anders gesagt, werden Millionen von Impfdosen völlig umsonst und sinnlos verabreicht. Da diese dann auf diese Weise der Verabreichung gar keine endgültige Wirkung haben."

    keine endgültige Wirkung? Unsinn! Sind 50% Schutz nach der 1. Impfung etwa keine Wirkung?

  11. 29.

    A.J.R.:
    "Das man durch eine Impfung selber keine andere Personen mehr anstecken kann, ist das eigentliche Ziel."

    FALSCH! Das Hauptziel ist, dass die Geimpften nicht (schwer) erkranken. Ein Nebenziel ist, dass sie nicht ansteckend sind.

  12. 28.

    A.J.R.:
    "Man redet also davon das man jetzt 20% mehr erreichen würde, obwohl in Wahrheit sich jetzt die einzelne Dosierung um 20% verringert. Also somit man nur noch 80% der möglichen Wirkung erreicht."

    Es ist eine Milchmädchenrechnung, dass 80% Wirkstoff nur 80% Wirkung erreichen würde. Viel hilft nicht immer viel! Manchmal erreicht man eben mit 80% dieselbe Wirkung wie mit 100% oder 200%.

  13. 27.

    Brandenburger:
    "2. Wieso wird stur nach "Alter" geimpft?"

    Weil das Risiko mit dem Alter steigt.

    Brandenburger:
    "Menschen Ende 60 (z.B. 69) und mehreren (!) der als kritisch eingestuften Vorerkrankungen (Liste RKI) fallen durchs Raster"

    Nein, sie fallen nicht durchs Raster. Sie kommen nur später dran. Ansonsten reicht der impfstoff nicht für die über 80jährigen.

    Brandenburger:
    "und landen dann in der Prio-Stufe 3 (Sommer bis Herbst beim HA), falls sie bis dahin nicht in einem Sarg landen."

    Die Wahrscheinlichkeit, dass die über 80jährigen, die dann stattdessen nicht geimpft werden, vorher versterben, ist höher.

    Brandenburger:
    "Wieso wird das nicht beachtet und trotzdem stur nach Schema "Alter" geimpft?"

    Weil es sehr viel länger dauern würde, jeden Einzelfall mit dem vorhandenen wenigen Personal zu prüfen. Das würde dann vermutlich Jahre dauern. Keinem wäre damit geholfen!

  14. 26.

    Wer vom Staat eine Impfung gegen Covid-19 angeboten bekommt, kann sich den verabreichten Impfstoff vorerst nicht aussuchen. Eine solche Auswahl zu treffen, sei aufgrund der derzeit noch herrschenden Knappheit "im Moment und auch absehbar" nicht möglich, erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Stand 09.01.2021
    "Wir werden in Deutschland genügend Impfstoff für alle verfügbar haben. Wir werden Monat für Monat mehr Menschen und schließlich jedem, der es möchte, ein Impfangebot machen können." Stand: 09.01.2021 "sagte Bundeskanzlerin Merkel."
    Der SPD-Politiker Lauterbach rechnet nicht mit einem Impfangebot für alle Bürger vor dem dritten Quartal dieses Jahres "Stand 9. Januar 2021 so seine Aussage.
    Frau Kalayci war zu diesem Zeitpunkt, noch nicht informiert. Wer hat Recht, schauen wa mal.
    Trotz allem werde ich mich nur mit einem Impfstoff meiner Wahl, und dem ich vertraue, impfen lassen. Oder ich gehe wieder.

  15. 25.

    In Berlin hat sich wohl das Problem der Impfstoffwahl erledigt, da laut Frau Kalayci (Bericht in der heutigen Abendschau im RBB) man in Berlin die Möglichkeit der Wahl des Impfstoffes haben soll.

    Bin gespannt, wie der Herr Spahn darauf reagiert.

  16. 24.

    Da es ja von vielen Seiten Kritik wegen des mangelnden Impfstoff gibt, und sogar einige Politiker mit Hilfe von Corona Wahlkampf betreiben (was unterste Schublade ist). Noch was Allgemeines dazu.

    Es stimmt das mehr Impfstoff zur Verfügung da sein könnte, wenn man mehr bestellt hätte. Aber wenn man von Vernunft redet, wäre das Vernünftigste erst zu impfen, wenn Langzeitstudien gemacht wurden. Ist somit sowieso ein zweischneidiges Schwert jetzt schon zu impfen. Wenn man aber die aktuellen Todeszahlen sieht, absolut nachvollziehbar jetzt schon zu impfen.

  17. 23.

    Das mit dem Alter seh ich auch nicht ein. Wir haben zu Hause einen 21-jährigen schwerst Herz- und Lungenkranken. Ein junger Mensch, der seit einem Jahr seinen sozialen Kontakte praktisch auf Null schrauben musste. Die Pflegepersonen gehen arbeiten, werden aber - weil privat und nicht in Einrichtungen - spät bis gar nicht beachtet. Aufgrund der medizinischen Historie ist die Wahrscheinlichkeit eines fatalen Verlaufes höher als bei vielen über 70-jährigen. Trotzdem werden junge Menschen zu spät beachtet. Geht es hier nur um Schutz vulnerable Gruppen oder wird hier auch nach Alter diskriminiert?

  18. 22.

    Es stimmt das Herr Spahn (und die Regierung) zugesagt hat allen im Sommer ein Impfangebot zu machen. Aber damit ist nicht der Impfstoff von Biontech und auch nicht der Impfstoff von Moderna gemeint, sondern der Impfstoff von Astrazeneca gemeint. Worauf sich ja unsere Regierung besonders konzentriert. Dies ist auch der Grund weswegen man von Hause aus nicht viel, bzw. nicht genügend Impfstoff von Biontech bestellt und gekauft hat. Denn es hätte bereits viel mehr Impfstoff zur Verfügung stehen können.
    Und nach jetzigen Stand der Dinge ist der Impfstoff von Astrazeneca der mit der geringsten Wirksamkeit (62 %) von allen. Aber von Preis her am billigsten von diesen Drei. Was einen wohl alles sagt.

    Und natürlich werde ich mich auch nur von den Impfstoff meiner Wahl impfen lassen (wenn überhaupt). Und falls man dann mit der Ausrede kommt, das dieser nicht vorrätig sei, oder einfach mal sagt das man ja gerade da wäre, würde ich mich nicht impfen lassen und sofort wieder gehen.

  19. 21.

    Ich teile ihre Auffassung und werde mich auch nur mit einem Impfstoff meiner Wahl impfen lassen. Ich gehe dabei auch davon aus, dass es zukünftig erforderlich sein wird nach einem (längeren) Zeitraum, denn man man noch nicht kennt, Auffrischungen zu verabreichen. Man wird dann vermutlich den nehmen, der zuerst geimpft wurde und aus diesem Kreis nicht mehr rauskommen.
    Was ich aber immer noch nicht verstehe iist, wieso stur nach "Alter" geimpft wird? Ich hatte dazu in meinem Kommentar 13 ein konkretes beispiel gebracht und ich bin selber Betroffener. Wenn 50% der Verstorbenen kritische Vorerkrankungen lt. Liste RKI hatten, muss man das doch beachten, egal ob sie schon 70 sind oder "erst" 69. Wo liegt denn da der Unterschied?
    Ich bin in dieser Situation (COPD und Herzinsuffizienz). Meine HÄ'in hat vor vier Wochen noch gesagt "dann werden sie Anfang Januar geimpft". Jetzt wird es vermutlich Mitte des Jahres in ihrer Praxis, wenn alles gut geht.

Nächster Artikel

Das könnte Sie auch interessieren