Beatmung einer Hündin (Quelle: dpa/Fassbender)
Bild: dpa/Fassbender

Aufruf der Bundestierärztekammer - Tierärzte sollen Beatmungsgeräte zur Verfügung stellen

Beatmungsgeräte sind im Kampf gegen das Coronavirus von enormer Bedeutung. Auch in Tierarztpraxen sind sie im Einsatz - und eignen sich teilweise für die Behandlung von Menschen. Die Bundestierärztekammer ruft ihre Mitglieder jetzt zur Mithilfe auf. 

Was Sie jetzt wissen müssen

Die Tierärzte in Deutschland wollen einen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise leisten. Bei der Landestierärztekammer Brandenburg ist am Freitag ein Appell der Bundesorganisation der Tierärzte eingegangen, der dazu aufruft, Beatmungsgeräte zur Verfügung zu stellen. Das Schreiben liegt rbb|24 vor. Gefragt sind demnach auch Anästhesiegeräte, die in Tierkliniken und -praxen vorhanden sind.

Viele Beatmungsgeräte erfüllten den humanmedizinischen Standard, beispielsweise solche der Marken Dräger, Stephan, Heinen und Löwenstein und Datex Ohmeda, heißt es in dem Aufruf. Die Geräte dürfen nicht älter als zehn Jahre alt sein, betont die Bundestierärztekammer. 

Veterinäre können sich auf Liste eintragen

Tierarztpraxen können entsprechende Geräte entweder per Direktkontakt an Krankenhäuser übermitteln - oder sich in die Liste Veterinärmedizinischer Beatmungsgeräte eintragen, die von der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft (DVG) gepflegt und organisiert wird. Gebeten wird um Eintrag in diese Liste bis zum Montag (30. März). Anschließend wird die Liste Universitätskliniken, Krankenhäusern, Gesundheitsämtern und den Ministerien auf Landes- und Bundesebene zur Verfügung gestellt.

In Deutschland haben 1.160 Krankenhäuser intensivmedizinische Betten, deren Zahl bei 28.000 liegt. Laut Deutscher Krankenhausgesellschaft gibt es 20.000 Beatmungsgeräte, die Bundesregierung hat weitere 10.000 bestellt. Zu Lieferengpässen kam es zuletzt nicht nur bei den Geräten selbst, sondern auch bei Zubehör wie Kanülen und Schläuchen, wie eine Umfrage von NDR, WDR und SZ ergeben hat [tagesschau.de]. Außerdem müssen Beatmungsgeräte von speziell geschultem Pflegepersonal bedient werden. Auch hier sind die Kapazitäten begrenzt.

Sendung: Brandenburg Aktuell, 27.03.2020, 19:30 Uhr

 

 

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20 Kommentare

  1. 20.

    Schade, ich dachte der RBB ist an Meinungen interessiert. Dem ist wohl nicht so. Anscheinend wird kräftig "moderiert" und/oder zensiert.

    Ich finde es schon befremdlich, dass man Beatmungsgeräte nach Italien versendet, jetzt aber ein Manko erfährt und auf Tierkliniken zurück greifen muss.

  2. 19.

    Na klar einfach alle Gesetze ändern, alles über den Haufen schmeißen und alle Menschenrechte in den Boden stampfen, hauptsache diesen kleinen Virus bekämpfen.
    Tiere sind mittlerweile auch scheißegal, es ist nur noch grausam.
    Wer hier noch mal was von Menschlichkeit Solidarität und Mitgefühl heuchelt, der sollte sich wirklich langsam hinterfragen ob er nicht vielleicht doch selbst ein grenzenloser Egoist ist.

  3. 18.

    Hiermit bitte ich jeden, der schon länger hier lebt und jeden, der noch nicht so lange hier lebt, den Artikel vom Auswärtigen Amt zu lesen, vom 27.03.2020, also aktuell:
    "Wie Deutschland Europa in der Corona-Krise hilft."
    Wir überschätzen unsere eigenen Kräfte und Fähigkeiten und glauben wieder die Größten zu sein. Immer und immer und immer wieder.

  4. 17.

    Hierzu braucht es nur eine Gesetzesänderung und die sollte natürlich im echten Katastrophenfall auch erfolgen. In Italien kämpfen Tierärzte mit an vorderster Front und in der Schweiz ist es auch angedacht soweit ich gehört habe.

  5. 16.

    Naja das mit dem Einschläfern ist so eine Sache,das Verfassungsgericht erlaubt den frei gewälten Tod aber Hr Spahn will ja das man das beantragt, Einzelfall Prüfung und eh das durch ist sind sie dann garamtiert schon tot. Gelder gespart für das Gesundheitwesen.

  6. 14.

    Hallo Paula, das sehe ich genauso!

  7. 13.

    Ich wäre dafür, wenn ich als Mensch - ebenso wie das Tier - auch auf die Gnade hoffen könnte, eingeschläfert zu werden, bevor man mich dem Erstickungstod aussetzt.

  8. 12.

    Was für ein Quatsch,sie hat geschrieben:"
    Sind Tiere keine Lebewesen? Alles in Maßen, nicht alle Geräte weggeben bitte."
    und damit hat sie Recht.
    Ich finde diesen Auruf echt schräg.

  9. 11.

    Ich dachte, dass der Vorgänger von Herrn Span der Herr Gröhe war. Dinge, die über viele Jahre hinweg verschlechtert wurden, kann der Herr Span nicht in 18Monaten wieder aufholen

  10. 10.

    Ich dachte, dass der Vorgänger von Herrn Span der Herr Gröhe war. Dinge, die über viele Jahre hinweg verschlechtert wurden, kann der Herr Span nicht in 18Monaten wieder aufholen

  11. 9.

    Dieser Aufruf zeigt mir, dass hier jetzt schon die letzten Reserven mobilisiert werden, weil nämlich weder Herr Spshn noch sonstwer das wirklich im Griff haben. Erst unser Gesundheitssystem überschwenglich loben,was längst nur aus Profitsicht kaputt gemacht wurde um nun nicht mal in der Lage zu sein,genügend Schutzkleidung für Ärzte und Pflegepersonal in Kliniken und Pflegeeinrichtungen und für Arztpraxen zu beschaffen.
    Alles heiße Luft. Das Pflegepersonal wird verheizt und moch haben wir nicht massenhaft Beatmungsbetten belegt,die Intensivpflege erfordern. Leute, erkennt den Ernst der Lage und haltet Euch an alle Regeln,damit die medizinische Versorgung nicht bald für Schwerstkranke am Ende ist. Und davon gibt es schon jetzt Viele,die mit Corona nichts zu tun haben.

  12. 8.

    Ich glaub jetzt reicht es erstmal, noch werden sie ja in Deutschland nicht gebraucht und dann verlangen Sie für die Misswirtschaft im Gesundheitswesen, dank Hr. Spahn das die Tierärzte ihre Geräte spenden. Wichtige Behandlungen an schwerst Kranken werden wegen Corona nicht mehr durchgeführt ,es wird Nachgedacht wann man die Leute wieder Arbeiten schickt, was nutzten denn Beatmungsgeräte wenn kein Pflegepersonal und die nötige Schutzkleidung da ist.
    Natürlich gehen Menschen vor aber soweit sind wir in Deutschland ja noch nicht.

  13. 7.

    Ich glaube Fr Schulz hat nicht geschrieben das sie Menschen ersticken lassen will, so wie jeder andere Haustier Besitzer nur Sorge das sie im Notfall ihr Tier nicht versorgen kann, ist ganz menschlich, letzten Endes sind wir erstmal dafür verantwortlich uns an die Regeln zu halten damit wir die Infektionsrate senken,.. und nicht alle unsere Reserven aufbrauchen, um das zu sehen wie die Leute das machen empfehle ich mal sich heute in der den parks umzusehen, ganz toll.

  14. 6.

    Da sprechen die gesetzlichen Bestimmungen dagegen, denn ein Tierarzt darf keine Menschen behandeln und umgekehrt ist es einem Arzt verboten, Tiere zu behandeln. Und der Anschluss an ein Atemgerät ist eine Behandlung.

    Allerhöchstens eine Einweisung wäre drin.

  15. 5.

    Wie kommen Sie nur auf derartig absurde Gedanken?
    Wobei die Erhöhung von Testkapazitäten sekundär sind wenn keine Schutzkleidung und Geräte zur Verfügung stehen.

  16. 4.

    Sie würden also lieber einen Menschen ersticken lassen? Tierefreund scheinen Sie vielleicht zu sein, aber definitiv kein Menschenfreund ...

  17. 3.

    Arbeitet der Senat denn auch daran, die Corona-Testkapazitäten und die Produktion von Schutzkleidung und medizinischen Geräten in Berlin zu erhöhen?

  18. 2.

    Sinnvoll wäre natürlich hierfür auch die Tierärzte oder Tierarzthelferinnen selbst hinzuzunehmen, die sich bestens mit ihren Geräten auskennen. Dann gibt es auch weniger Probleme mit geschultem Personal. Ob da nun ein Hund oder ein Mensch unterscheidet sich nur an den Werten.

  19. 1.

    Ich bin ein großer Tierfreund und empört. Sind Tiere keine Lebewesen? Alles in Maßen, nicht alle Geräte weggeben bitte.

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