Neben den üblichen Dingen, kommen während der Coronapandemie noch viele weitere Dinge in den Koffer (Quelle: imago images/Sven Hagolani).
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Der Absacker - Ich packe meinen Koffer voller Sorgen

Die Urlaubszeit löst normalerweise Freude und Entspannung aus. In Corona-Zeiten ist aber alles anders. Da beschleunigt Sie zumindest bei Lisa Schwesig die Faltenbildung. Denn neben den üblichen Sorgen, wie das Wetter wird, gesellen sich viel unangenehmere.

Wie viele andere auch packe ich derzeit die Koffer für den langersehnten und schon im Herbst geplanten Urlaub. Neben den üblichen Fragen zum Wetter beschäftigen mich aber dieses Mal beim Packen Fragen, die ich bisher noch nie hatte: Ist es richtig, mitten in der Corona-Pandemie Urlaub zu machen? Sind wir überhaupt willkommen? Wie voll sind die Strände an Nord- und Ostsee wirklich? Und wie viele Masken müssen wir für die Zeit mitnehmen?

Bei der ersten Frage beruhige ich mich selbst damit, dass wir immerhin in Deutschland bleiben werden. Eine Flugreise ins Ausland käme für mich persönlich derzeit nicht in Frage. Allein die Vorkehrungen am Flughafen würden mir schlechte Laune machen. Was mir aber wirklich zu schaffen macht, sind die vielen Menschen, die ihren Urlaub absagen mussten, weil sie es sich entweder nicht mehr leisten konnten oder sämtliche Urlaubstage während des Lockdowns aufgebraucht werden mussten.

1. Was vom Tag bleibt

Besorgniserregend ist daher auch der angekündigte Stellenabbau beim Boden- und Sicherheitsdienstleister Wisag, der nach Medienberichten an den Flughäfen Tegel und Schönefeld die Hälfte des Personals einsparen will. Fliegt niemand mehr in den Urlaub, gibt es auf Flughäfen keine Arbeit. So einfach, so bitter. Insofern wünsche ich mir sehr, dass wir alle bald wieder unbeschwert reisen werden, auch wenn ich es mir noch nicht so richtig vorstellen kann.

Sorgen bereitet mir auch der bevorstehende Herbst, denn dann werden die Kitas und Schulen vermutlich wieder leer sein. In den meisten Einrichtungen gilt nämlich momentan: Wer eine Schnupfnase hat, muss zu Hause bleiben. Für Eltern bedeutet das, Homeoffice plus Kinderbetreuung oder eine Krankschreibung, die den Arbeitgebenden wenig erfreuen dürfte. Viele Kinderärztinnen und -ärzte sind schon jetzt überlastet und genervt angesichts der vielen Krank- und Gesundschreibungen.

Ich würde Sie nun zu gerne mit guten Nachrichten aufheitern, leider habe ich keine. In Potsdam wurde erneut eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Sie wird voraussichtlich am Mittwoch entschärft und ich hoffe, dass die Entschärfung ebenso gut gelingt wie jene Ende Juni, die in einem Feuerwerk aus Stroh endete.

2. Abschalten

Wenigstens in diesem Abschnitt kann ich aber hoffentlich für Erheiterung sorgen. Beim Deutschlandfunk Kultur habe ich Anfang der Woche einen Artikel über eine in der Coronazeit entstandene neue Musikform gelesen, die mich gleichermaßen zum Lachen gebracht und fasziniert hat: Bardcore. Es geht darum, bekannte Pop-Titel mit mittelalterlichen Instrumenten zu spielen und teilweise sogar in angelsächsichem Altenglisch zu singen.

Publik wurde Bardcore, das sich vom Wort "Barde" herleitet, durch die Mittelalterversion des Songs "Astronomia" von Tony Igy, der wiederum für ein Meme des weltweiten Internethypes "Coffin Dance" verwendet wurde. Die ganze Geschichte zu diesem Phänomen würde jetzt zu weit führen und ich will Sie hier ja eigentlich mit Bardcore-Musik bedudeln. Wenn Sie aber mehr darüber lesen wollen, können Sie das beispielsweise beim Redaktionsnetzwerk Deutschland.

3. Und, wie geht's?

Tom aus Neuruppin hat auf den Absacker meiner Kollegin Kira Pieper von Donnerstag geantwort und schreibt uns Folgendes:

"Eigentlich bin ich in meinem Leben unaufgeregt wie der Absacker von Frau Pieper. Meine Arbeit läuft wie immer, nur andere Themen sind aktuell. Ich verdiene mein Geld wie bisher. Mein Bekanntenkreis ist derselbe, wir treffen uns im Garten auf bissl mehr Abstand. Alles OK. Die Schnutenwindel beim Einkaufen und im ÖPNV ist etwas lästig. Aber gut, was soll's. Wie formulierte es Kira Pieper so treffend im Absacker: "Bitte tief durchatmen." Dann geht das auch mit der Windel vorm Gesicht.

Aber doch, gibt schon etwas: Mich beschäftigt, dass viele Menschen diese Lethargie des nicht mehr draußen Aktivseins mit in Veranstaltungen gehen, sich mit anderen fremden Menschen treffen, mal locker in der Bahn oder im Bus über die Schulter schauen und zulächeln, an der Supermarktkasse ein freundliches Wort oder Danke und Bitte fallen lassen. Diese alltägliche Gelassenheit ist in der Lethargie der Corona-Starre bei vielen, die nur mit ihrer Familie und Kindern zusammensein mussten oder konnten, verloren gegangen. Viele haben sich auf ihrer eigenen menschenleeren Scholle auch eingerichtet und kennen keinen Kontakt mehr mit anderen Leuten."

Wie ist es denn auf Ihrer Scholle? Und wo treibt diese gerade: an Nord- oder Ostsee? Erzählen Sie uns davon unter absacker@rbb-online.de.

4. Ein weites Feld

Vergangene Woche habe ich viele Nachrichten und Kommentare bekommen, mit denen ich ehrlich nicht gerechnet hätte. Der Grund war mein Absacker in Berliner Mundart. Viele Leserinnen und Leser wünschten sich eine Wiederholung, aber ich werde Sie wohl enttäuschen müssen. Diese Ideenrakete zündet meiner Meinung nach nur einmal. Und dennoch ist mir eines aufgefallen: Wenn meine rbb|24-Kolleginnen und -Kollegen mir Nachrichten schreiben, wird seitdem nach Herzenslust berlinert. Und auch auf unseren Social-Media-Känalen, die ich Ihnen hier nochmal ans Herz leben möchte (zu Facebook, zu Twitter, zu Instagram), gibt es plötzlich mehr Dialekt zu lesen. Ich freue mich darüber, denn es zeigt: Mit einer spontan-dusseligen Idee kann man ein bisschen was bewegen.

Denken Sie daran, dass Sie am Wochenende Zeit haben, an Ihrer Version des Absackers zu schreiben, denn wir lesen uns erst am Montag wieder.

Einen schönen Urlaub, falls Sie einen haben, wünscht

Lisa Schwesig

Alle Absacker

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    Der Absacker 

    Freundlichkeit ist eine rare Tugend

    Die Gemüter sind erhitzt und das liegt wohl nicht allein an den Temperaturen. Doch wodurch wird die derzeitige Feindseligkeit verursacht, fragt sich . Sie behilft sich mit japanischer Einigkeit.

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    Der Absacker 

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    Einmal frische Vorsicht nach Art des Hauses bitte

    Die Corona-Krise hat die Gastronomie hart getroffen. Umso mehr verwundert es da, dass einzelne Locations und manche Besucher und Besucherinnen das Wohl der ganzen Branche riskieren. Von Haluka Maier-Borst

  • Symbolbild: Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) kommt mit Mundschutz zum Besuch des Unternehmens Rolls-Royce im brandenburgischen Blankenfelde-Mahlow und wird vom Vorsitzenden der Geschäftsführung von Rolls-Royce Deutschland, Dirk Geisinger (r) mit Ellbogengruß begrüßt. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
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    Hand drauf? Besser nicht!

    Vor Corona kam man nicht umhin, ständig Hände zu drücken. Manche fühlten sich an wie ein toter Fisch, andere waren feucht oder die eigene Hand fühlte sich nach dem Begrüßungsritual an wie Krankenhaus-reif. Schön, dass das jetzt vorbei ist, freut sich Kira Pieper.

  • Symbolbild: 27.05.2020, Frankreich, Paris: Ein Mann und eine Frau demonstrieren in einem Pariser Restaurant das Speisen unter Plastikhauben (Quelle: dpa/Thibault Camus)
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    Mit gebührendem Abstand bitte!

    Seit das neue Corona-Virus da ist, haben wir einen sechsten Sinn für eine Sache bekommen: Nähe. Wie schwierig es ist, sie zu umgehen und wie sehr wir sie brauchen, haben wir in den letzten Monaten gemerkt. Hoffentlich vergessen wir das nicht, findet Haluka Maier-Borst

  • Archivbild: Blick auf die City Ost mit Nikolaiviertel, dem Roten Rathaus und dem Fernsehturm während des Gewitters. (Quelle: dpa/D. Heerde)
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    Bewölkt und recht explosiv, mit schlecht terminierten Fluten

    Alle reden über das Wetter – auch wir. Aber die Frage nach Sonne und Wolken ist noch das kleinste Problem, wenn man sich anschaut, wie sich die (politische) Großwetterlage entwickelt. Von Haluka Maier-Borst

  • Eine Wespe auf Nahrungssuche. (Quelle: dpa/Klaus Nowottnick)
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    Wenn nur noch auf Wespen Verlass ist

    Zum Wochenausklang nochmal Raser, Betrüger, Proteste: In diesem Sommer ist alles ein bisschen anders als sonst. Nicht nur, weil es ständig regnet. Zum Glück gibt es auch in diesen Zeiten noch Konstanten. Von Sarah Mühlberger

  • Menschen unterhalten sich auf dem Balkon. (Quelle: dpa/Felix Kästle)
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    Ich kann Sie so schlecht verstehen!

    Was? Wie bitte? Die Maske soll uns im Corona-Alltag helfen, aber sie macht unserer Leben auch komplizierter. Kira Pieper hat sich auf die Suche nach Experten begeben, die gute Kommunikation mit Gesichts-Accessoire lehren.

  • Eine Mitarbeiterin der Firma Rabe Spreewälder Konserven GmbH & Co. KG hält am 07.07.2017 eine Einlegegurke über bereits befüllte Gläser in ihrer Hand. (Quelle: dpa/Pleul)
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    Sehnsucht nach der Saure-Gurken-Zeit

    Eigentlich wäre gerade allerbeste Saure-Gurken-Zeit. Doch die redensartliche Ruhe will sich einfach nicht einstellen. Und auch bei den wahren Gurken im Spreewald läuft es nicht. Dabei wäre es so schön, sich nur mit Söder und Co. vergnügen zu können, findet Johannes Mohren.

  • Symbolbild: Eine Frau mit Atemschutzmaske steht vor dem Schloss Charlottenburg und macht ein Selfie. (Quelle: dpa/C. Klose)
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    Für einen Tag kein C.

    Heute sah es lange danach aus, als ob Corona kein Thema wäre. Ein ruhiger Tag? Wohl kaum. Was folgte, war die schmerzhafte Erkenntnis, dass wir vor, während und nach der Pandemie mit einem ganz anderen Virus zu kämpfen haben, glaubt Efthymis Angeloudis.

  • Archivbild: Gretsche beim Spiel Hertha BSC Berlin gegen Fortuna Düsseldorf. (Quelle: dpa/S. Simon)
    dpa/S. Simon

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    Endlich wieder auf die Schnauze

    Nun, da Kontaktsport in Berlin wieder erlaubt wird, können alle künftig mehr machen als nur durch die Gegend joggen. Entsprechend sollten wir beim ersten schmerzhaften Rumms nicht gleich all zu laut aufheulen, sagen Haluka Maier-Borst und sein Gewissen.

  • Paris Haute Couture Fashion Week 2020 (Quelle: dpa)
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    Love and Peace, please

    Gewalt hat viele fiese Gesichter und an manchen Tagen begegnen sie einem besonders oft. Wie kann da überhaupt noch irgendeine positive Stimmung aufkommen? Kira Pieper versucht es mit schönen Künsten, die dank Corona teilweise völlig neue Dimensionen annehmen.

  • Symbolbild: Eine Frau singt zu hause (Quelle: imago images)
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    Auf Fliesen und Dielen, die die Welt bedeuten

    Zwar ist viel Normalität wieder eingekehrt, das kulturelle Leben leidet aber unter Corona nach wie vor. Haluka Maier-Borst macht sich Gedanken um sein eigenes Kulturkonzept – für zu Hause und die Szene, die es gerade nicht leicht hat.

  • Touristen besuchen die Stadt Pompeji (Quelle: dpa/Alvise Armellini)
    dpa/Alvise Armellini

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    Ein Ende ohne Schrecken

    Die Forschung des Untergangs vergangener Zivilisationen könnte uns helfen die aktuelle Gefahr durch das Coronavirus oder die akute Gefahr durch den Klimawandel besser einzuschätzen, findet Efthymis Angeloudis. Oder wir können Augen und Ohren verschließen und lalalala.

  • Verkehrsschilder - Abbiegen rechts (Quelle: imago/Kai Bienert)
    imago images/Kai Bienert

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    Hart rechts abbiegen in die Sackgasse

    Rechtsextreme Umtriebe in Brandenburg und Berliner Straßennamen, die noch an Kolonialherren erinnern: die aktuellen Themen sind leider wenig heiter, aber müssen im Diskurs bleiben, findet Haluka Maier-Borst

  • Eine Gesichtsmaske liegt auf der Strasse. (Quelle: dpa/Oliver Hurst)
    dpa/Oliver Hurst

    Der Absacker 

    Ist Corona jetzt vorbei oder was?

    So nachrichtenreich war der Abschluss einer Woche lange nicht mehr. Und was noch bemerkenswerter ist: Mit Corona hatte das wenig zu tun. Coro-was? Ja, das fiese Virus, das alles verändert hat, scheint mmer mehr in Vergessenheit zu geraten. Von Kira Pieper

  • Mehr Berlin geht kaum: Schauspieler Harald Juhnke isst bei Konnopke eine Currywurst (Quelle: imago images/Gueffroy).
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    Der Absacker 

    Entschuldijen Se, dit heißt Schrippe!

    Inne Pandemie kann man uff de blödesten Ideen kommen. Da juckt dit hinten im Kopp und dann muss dit raus. So jeht es Lisa Schwesig, die Se mit uffe Reise inne Verjangenheit nimmt und mit Ihnen durchn Tierpark flaniert.

  • Schäferhundwelpe (Quelle: imago images)
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    Der Absacker 

    Tierisches Transfer-Theater

    Sommerzeit ist im Sport Transferzeit. Doch wegen Corona gilt es, bei Neuverpflichtungen kreativ zu werden. Johannes Mohren hat deshalb Ball-Virtuosen mit Schnauze und Geweih gescoutet - und er freut sich über einen Paketboten, der ihn eigentlich geärgert hat.

  • THEMENBILD - Mitarbeiter des Roten Kreuzes nimmt mit einem Staebchen einen Abstrich bei Personen mit Erkrankungsverdacht (Quelle: imago-images)
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    Der Absacker 

    Freiwillig ins Hirn pieksen wie die Bayern?

    Der Wettstreit der Bundesländer bekommt nun eine neue Disziplin. Erst ging es darum, wessen Lockdown am rigidesten ist, nun geht es um Tests für alle. Aber ist es sinnvoll, immer den Bayern nachzueifern? Von Haluka Maier-Borst

  • Larry, the 10 Downing Street Cat (Quelle: imago-images)
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    Der Absacker 

    Mit Katzen kommt man durch jede Krise

    Jetzt wird jeder Einkauf zur Schnäppchenjagd. Denn am 1. Juli sinkt die Mehrwertsteuer. Oder ist das alles etwa eine große Lüge? Oh nee, nicht schon wieder eine schlechte Nachricht. Da muss schnell Abhilfe her. Und die kommt aus Großbritannien. Von Kira Pieper

  • Frau mit Sonnenhut und Badesachen am Strand
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    Der Absacker 

    Och nö, jetzt auch noch Ferien!

    Erst kommt Corona und jetzt sollen wir auch noch verreisen: Der Stress für die Deutschen hört einfach nicht auf. In Berlin sperren sie Gütersloher aus und in Brandenburg wird trockenes Gras gesprengt. Wenigstens zahlt Elon Musk jetzt Steuern in Oder-Spree. Von Sebastian Schöbel

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9 Kommentare

  1. 9.

    Corona hat so viel kaputt gemacht, nicht nur in dieser Stadt, überall auf dieser Welt.
    Die Folgen sind für uns alle noch gar nicht absehbar. Nicht nur die wirtschaftlichen, auch die humanen Beziehungen untereinander haben einen gewaltigen Knacks erhalten.
    Für viele lange Jahre wird dieses Jahrzehnt nicht vergessen werden, zukünftige Generationen werden sich noch lange daran erinnern. Die Globalisierung mag nicht jeder als angenehm empfunden haben. Hat die Welt aber näher zusammen rücken lassen. Jetzt wird es auf Jahre dauern, bis es irgendwann mal wieder so wird wie es früher war.
    Dass die Menschheit darin einen Neuanfang sieht, es vielleicht besser als vorher zumachen sehe ich nicht.
    Die junge Generation muss noch lernen, dass man die Welt nicht mit einmal "besser machen" kann. Denn sonst wird sie evtl. an den Problemen daran zerbrechen.

  2. 8.

    Doch doch: Müritzurlaub geht seit Juni wieder. Sie müssen nur mindestens 1 Nacht gebucht haben oder ein Mietboot haben für mind. 2 Tage und Sie sollten nicht aus einem Corona-Hotspot oder aus einem anderen Corona-Land wie USA kommen.
    Ich bin öfter dort wie auch die letzten Wochen. Es ist voll! Die Altstadt in Waren war am letzten WE voll wie der berüchtigte Ballermann. Nur eben alles ruhig und gelassen ohne lautes Gedröhne und Sauforgien.

  3. 7.

    Man kann sich das Leben aber auch selbst schwer machen. Es lebt wahrscheinlich jeder in seiner eigenen Umweltblase und dementsprechend fallen die Fragen und Sorgen aus.
    Aber zur Beruhigung - ich war gerade für eine Woche an der Ostsee auf Rügen, und es war nicht voller als sonst, Einwohner und Gäste waren entspannt, aber nicht leichtsinnig und wenn die Kolumnistin an die Ostsee fährt - einfach ein paar Tücher gegen den Wind mitnehmen, die taugen dann bei Bedarf auch gut als Mund-Nasen-Bedeckung. Und ja, man kann natürlich "nur noch kurz die Welt retten" mit seinem schlechten Gewissen, das hilft den Betroffenen aber auch nicht.

  4. 6.

    Ich wurde zwar nie kinderlandverschickt, aber andere, und die äußerten sich oft noch deutlicher als Lothar.

    Nun, deswegen machen wir Heimaturlaub, nicht besonders spannend, aber entspannend.

    Leider ist es für die Kinder dieses Jahr besonders doof. Eine Klassenfahrt nach Hamburg war angedacht - ausgefallen. Mitfahren bei einer Freundin - gestrichen. Nun also 2 Wochen Heimaturlaub, mieses Wetter inklusive.

    Wir werden es überleben. Uns nix wegholen. Ein bisschen fitter werden. Ausschlafen.

    Und ja, ich vermisse den Müritzurlaub. Aber unter diesen Umständen geht es halt nicht mehr.
    "dass wir immerhin in Deutschland bleiben werden. Eine Flugreise ins Ausland käme für mich persönlich derzeit nicht in Frage" eben...

  5. 4.

    Ja, das ist das moderne Pseudo-Gejammere. Heutzutage wird aus allem ein Problem und alles ist soooo schwer.
    Naja, Frau Schwesig lebt hier den aktuellen Zeitgeist aus. Variante zwei wäre, einfach zu Hause bleiben, wenn alles so voller Sorgen und Nöten ist.

  6. 3.

    Schön kommentiert. Nur eines fand ich als Kind doof. Für Wochen im Sommer weggeschickt zu werden mit mir völlig fremden Kindern.

  7. 2.

    Liebe Frau Schwesig,
    warum machen Sie sich und ihrer Umwelt das Leben so schwer? Koffer, wie immer packen, ein paar Desinfektionsmittel und Maulkörbe (sorry MNS) dazu und dann einfach los fahren ohne viel über das wenn und aber nach zu denken. Ja, es wird eine andere Art Urlaub sein, aber das Leben ist häufiger 20% so, wie man es gern hätte und zum Rest immer, was man daraus macht. Also, einfach auf neue Eindrücke freuen und einen schönen Urlaub genießen.
    Besten Gruß

  8. 1.

    Wieder ein schöner nachdenklicher aktueller Absacker. Ist ein Urlaub an der vollgepackten Küste schön? Anstehen und Drängeln für Fischbrötchen? Oder nimmt man das auf sich um die Wirtschaft zu unterstützen? Sollen wir wirklich wieder mehr fliegen, nachdem wir uns vor covid fast nur mit Klimawandel und Co2 befasst haben? Oder machen wir es zukünftig wegen der Arbeitsplätze? Ein Dilemma nach dem anderen. Mir macht auch Kummer, dass die ganzen Kinderreisen ausfallen. Viele Kinder haben es seit Monaten noch schwerer als sonst und das Ferienlager über das Jugendamt war das heiß ersehnte Highlight des Jahres. Das ist ein echtes Unglück .
    Und zum "Berliner Absacker". Wirklich witzig. Ich mag unseren Dialekt auch manchmal sprechen und hören....aber irgendwie ist der doch als Spreche besser als Schreibe.
    Erlebt im Volkspark W-dorf im April: Polizeiwagenansage: Die Jruppe uffe Decke vateilt sich ma sonst steijen wa aus und noch wat...Müll mitnehmn is nich vabotn. Herrlich!

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