Haluka Maier-Borst
Bild: rbb|24/Mitya

Der Absacker - Rien ne va plus und trotzdem Stress

Die BVG streikt und Brandenburg lässt Berliner/innen nur noch unter Auflagen rein zum Urlaub machen. Auch sonst fühlt es sich an, als würde jemand die Notbremse anziehen. Und trotzdem weiß Haluka Maier-Borst nicht, wo ihm der Kopf steht.

Heute war einer dieser merkwürdigen Tage, wo sich Nachrichtengeschäft und echtes Leben auf seltsame Weise voneinander entkoppeln. Einerseits kommen Berlin und Brandenburg zum Teil zum Erliegen. Das liegt daran, dass die BVG einen Warnstreik abhält. Das liegt aber auch daran, dass hüben wie drüben die Regeln für das öffentliche Leben verschärft werden. Man wolle "das gesellschaftliche Leben verlangsamen", um auch das Infektionsgeschehen in den Griff zu kriegen, hatte Kultursenator Klaus Lederer (Linke) vor ein paar Tagen gesagt. Doch von Ruhe war bei uns im Team keine Spur.

1. Was vom Tag bleibt

Das vorerst letzte Kapitel über das besetzte Haus "Liebig 34" ist heute geschrieben worden. Morgens begann die Polizei mit 1.500 Beamtinnen und Beamten das Gebäude zu räumen und ist damit inzwischen fertig. Trotzdem wird es wohl im Nachgang sicher nicht ruhig werden.

Gleichzeitig beschäftigt uns die Corona-Situation in allen Facetten und in allen Gebieten. Im brandenburgischen Bad Saarow gibt es einen Aufnahmestopp für das Helios-Klinikum, nachdem es dort 46 positive Tests gab. In Cottbus sind 120 Schülerinnen und Schüler und nochmal 30 Lehrkräfte in Quarantäne nach einem Ausbruch dort.

Derweil steigen die Fallzahlen in Berlin weiter. So sehr dass die Charité nun schon vorsorglich Betten auf der Intensivstation frei hält. So sehr, dass Brandenburg beschlossen hat, urlaubende Berlinerinnen und Berliner nur in Hotels und auf Campingplätze zu lassen, sofern sie einen negativen Test vorweisen können. Sie können sich also angesichts der Nachrichten vorstellen, was bei uns heute los war.

2. Abschalten.

Ausgangssperren, Reisebeschränkungen – was tun? Die Kolleginnen und Kollegen hatten hier schon mal Serientipps gesammelt. Ich will das Ganze noch ergänzen mit einer lyrischen Übersicht, die – und das ist ja auch die Magie des Internets – heute in meine Timeline gespült wurde, obwohl sie schon von 2019 ist. Der Autor Till Raether hat sich den Spaß gemacht, Serien in Haikus zusammenzufassen und sie zu bewerten [twitter.com].

Und falls Ihnen lieber nur nach etwas für die Ohren ist, heute ging mir der näselnde Sound von einem Jan Delay-Song nicht aus dem Kopf [youtube.com]. Aber irgendwie passt das auch zur Erkältungszeit und dem aktuellen Stillstand.

3. Und, wie geht's?

Unter den Absacker meines Kollegen Efthymis Angeloudis hat sich eine seltene Spezies verirrt. Ein Berliner vierter Generation. Ich habe ja bisher gedacht, dass das reine Fabelwesen sind und fand es entsprechend spannend, was Frank zu schreiben hatte:

Als Berliner mindestens vierter Generation erlaube ich mir das Urteil, dass auch alteingesessene Berliner nicht per se sympathisch sind. Berliner Schnauze im Sinne von Direktheit ist schön, im Sinne von Überheblichkeit und Piefigkeit aber extrem nervig. Auch wenn ich mich gern über Zugezogene mokiere - schon in den 70ern waren die teils liberaler als meine lokale Mischpoke.

Dennoch lebe ich nach einigen bayerischen Jahren gern wieder hier - es scheint mir als das kleinere Übel, vielleicht ist es auch nur Gewohnheit. Dass Berlin endlich nicht mehr wächst, finde positiv. Gerade das kann uns nämlich vor Verhältnissen wie in Manhattan retten.

Neben Ur-Berliner Provinzialität sind es vor allen Gewinnsucht und Bauwut, die in den vergangenen Jahrzehnten und Jahren sehr viel von dem zerstört haben, was die Stadt einst unverwechselbar gemacht hat. Wenn der Hype jetzt endlich endet, kann das Klischee "Berlin bleibt doch Berlin" vielleicht auch im Positiven wahr bleiben.

Was denken Sie von der Nachricht, dass Berlin aufhört zu wachsen? Momentaufnahme oder Trendumkehr? Und was denken sich Brandenburger eigentlich, wenn so Hauptstadt-Piefkes zu ihnen ziehen? Schreiben Sie uns an: absacker@rbb-online.de.

4. Ein weites Feld...

Berlin, das ist ja auch immer ein wenig Abenteuer. Ich versuche es entsprechend trotz Streik und Chaos aus dem Wedding nach Kreuzberg zum Sport zu schaffen, einigermaßen pünktlich und gesund. Und wenn man vielleicht ein wenig Optimismus verbreiten will: Inzwischen ist das Problem nicht mehr, dass man dafür zwei Mal die Mauer queren muss. Sondern eben nur dass man sich mit Kabelbränden und streikenden U-Bahnen arrangieren muss.

Ob Berliner oder Brandenburger, ob Zugezogener oder Alteingesessener, passen Sie auf sich auf, sagt:

Haluka Maier-Borst

Alle Absacker

RSS-Feed
  • Absacker 

    Der Hamster, das asoziale Wesen

    Es geht wieder los! Die Hamster kriechen aus ihren Höhlen, um ihren nicht zu bändigenden Appetit auf Klopapier zu stillen. Aber warum genau werden die Auf-Halde-Käufer noch mal mit dem Nager verglichen? Kira Pieper zumindest sieht sehr viele Ähnlichkeiten.

  • Der Absacker 

    Wenn's im großen Zahlenraum hapert

    Wasserrechnungen nicht gezahlt, Einnahmen nicht versteuert – heute bestimmen auch große Zahlen abseits von Corona das Nachrichtengeschehen. Und Haluka Maier-Borst fragt sich, ob das auch mit fehlenden Mathematik-Kompetenzen zu tun hat.

  • Der Absacker 

    Das Berühren der Figüren durch Idioten ist verboten

    Gerade jetzt sind Museumsbesuche so wertvoll wie nie zuvor. Umso unverständlicher, wenn selbsternannte Bilderstürmer Kulturschätze zerstören wollen, wie nun offenbar auf der Museumsinsel geschehen. Da fällt es Sebastian Schöbel schwer, einen fröhlichen Absacker zu liefern.

  • Der Absacker 

    Nutzen Sie die Chance, sich Mundgeruch zuzulegen

    Inzwischen wird es immer leichter, sich zu merken, wo man überall KEINE Maske braucht. Und Brandenburg importiert Berlins Alkoholverbot zu später Stunde. Nur die Prignitz kann feiern - aber nur im kleinen Kreis. Zeit für Zweckoptimismus, findet Sebastian Schöbel.

  • Der Absacker 

    Es war einmal in Brandenburg

    Wogende Wellen und rieselnder Sand blieben Lisa Schwesig diesen Herbst verwehrt. Mit ängstlichem Blick schaut sie daher gen Weihnachten. Bis es soweit ist, wird aber erstmal gefeiert: Der BER wird eröffnet - zumindest ein bisschen.

  • Der Absacker 

    Sprite statt Lütt un Lütt

    Urlaub ausgefallen. Umtrunk ausgefallen. Es war ja klar, dass der Corona-Herbst hart werden wird. Aber so hart? Kira Pieper versucht sich im positiven Denken und landet bei seltsamen norddeutschen Bräuchen.

  • Der Absacker 

    Was war zuerst, die Henne oder das Ei?

    Das ewige Rätsel, das Philosophen schon seit Plutarch ärgert, scheint heute um einiges einfacher zu lösen als die Frage: Wer soll einen zweiten Lockdown verhindern? Die Henne oder das Ei? Nur falsche Antworten gibt Efthymis Angeloudis.

  • Der Absacker 

    Mit besten Grüßen aus der Zukunft

    Ein Nachrichtentag so unerfreulich wie das Wetter: Die Fallzahlen steigen und steigen, Bund und Länder verhandeln und verhandeln. Aber es gibt auch einen kleinen Gewinner. Von Sarah Mühlberger

  • Der Absacker 

    Bitte my Lederhosen lüften – but without Schadenfreude

    Coronabedingt wird ein für uns altbekanntes, in anderen Ländern aber neues Wort seinen Siegeszug durch die Welt antreten: Lüften. Haluka Maier-Borst fragt sich, inwiefern das unser Bild im Ausland verändert.

  • Der Absacker 

    Fragen wir doch mal Dr. Alban

    Früher haben wissenschaftliche Studien keinen interessiert. Heute weiß angeblich jeder, wie man sie richtig liest. Habe ich dem wirklich umsonst ein ganzes Studium gewidmet, fragt sich Haluka Maier-Borst in einer kurzen Sinnkrise.

  • Der Absacker 

    Dit is Klischee!

    Kaum eine Stadt wird auf solch peinliche Art und Weise für klischeehafte Sprüche benutzt wie Berlin. Arm aber sexy war mal. Jetzt scheint der Slogan der Stadt eher kalt und leer zu sein. Droht Berlin das gleiche Schicksal wie New York?, fragt sich Efthymis Angeloudis.

  • Der Absacker 

    Die sind schuld! Oder doch nicht?

    Die Corona-Fallzahlen in Berlin und Brandenburg steigen wieder deutlich an und für viele ist klar, wer die Schuld trägt. Lisa Schwesig bringt derweil ein ganz anderer Corona-Infizierter auf die Palme.

  • Der Absacker 

    Das ist leider kein Fehler

    Im Frühsommer wurde noch darüber diskutiert, ab wie vielen Fällen die Lage in Berlin kritisch wird. 30 Fälle oder 50 Fälle pro 100.000 Einwohner? Neukölln hat die Unterscheidung mal eben pulverisiert. Von Haluka Maier-Borst

  • Der Absacker 

    Solidarität kannste nicht erzwingen, Genosse. Oder doch?

    Der Kabelbrand an der S-Bahn soll auf das Konto von Linksextremisten gehen. Sie wollten damit anscheinend gegen die geplante Räumung der Liebigstraße 34 protestieren. Aber gewinnt man so Unterstützer? Von Haluka Maier-Borst

  • Der Absacker 

    Grüße von der anderen Seite der Klischeemauer

    Erst stiegen die Neuinfektionen in der Nachbarschaft, jetzt steht ein anstrengender Demo-Marathon vor der Haustür. Und irgendwie hat Haluka Maier-Borst das Gefühl gerade von Vorurteilen eingemauert zu werden.

  • Der Absacker 

    Hauptsache, dein Tiger lacht

    Kitastreiks in Brandenburg wecken bei Sebastian Schöbel Erinnerungen an das Corona-Betreuungschaos, in Berlin fliegen menschenverachtende Chatnachrichten von Polizisten auf und die Debatte um einen kostenlosen ÖPNV lässt unsere Leser*innen nicht los.

  • Der Absacker 

    Hauptsache irgendwas tun – ist das der Berliner Weg?

    Dass im Zuge der steigenden Neuinfektionen wieder mehr Regeln verschärft werden, macht Sinn. Trotzdem ärgert sich Haluka Maier-Borst darüber, dass einzelne Maßnahmen eher nach meinungsstarkem Aktionismus riechen.

  • Absacker 

    Carpe den verdammten Diem!

    Der Corona-Gipfel von Bund und Ländern bedeutet neue Beschränkungen für alle. Das fühlt sich für Laura Kingston zuweilen an wie Elternsprechtag. Und aus dem geht sie nicht sonderlich hoffnungsvoll hervor.

  • Der Absacker 

    Entscheidungen mit Strahlkraft

    Seit der Corona-Pandemie teilt sich die Gesellschaft für Lisa Schwesig in zwei Teile. Die einen sind einsam, die anderen nicht einsam genug. Daneben warten politische Entscheidungen, die uns jahrzehntelang beschäftigen könnten.

  • Der Absacker 

    Punkt, Punkt, Koma, Strich, fertig ist das Kürbisgesicht

    Wenn sich die schlechten Nachrichten stapeln, schaut Lisa Schwesig in die Weite der Kürbisfelder. Mit den Hosentaschen voller Kastanien blickt sie dem Herbst entgegen - mit all seinen Vor- und Nachteilen.

  • Der Absacker 

    Friedhof der Pilzkulturen

    Weder formschön, noch effizient – aber wohl eine der wenigen Alternativen für die Gastronomie in Herbst und Winter. Heizpilze erleben durch Corona ein Comeback. Aber was wird mit den Dingern nach der Pandemie? Haluka Maier-Borst hat da eine Idee.

  • Der Absacker 

    Darf es noch ein Schuss Skepsis sein?

    Dass Bürgerinnen und Bürger kritisch sind, auch uns gegenüber, ist unglaublich wichtig. Dass aber manche einem sogar Grundkenntnisse in Mathematik absprechen, ist dann doch vielleicht etwas viel des Guten, findet Haluka Maier-Borst.

  • Der Absacker 

    Es war einmal in Berlin

    Anfang des 20. Jahrhunderts kämpften strenggläubige Christen in den USA gegen das "Teufelszeug" Alkohol. Nun wird auch in Berlin über ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen gesprochen. Geht das an der Realität vorbei, fragt sich Efthymis Angeloudis.

  • Der Absacker 

    Bei grün darfst du gehen, bei gelb ...

    Lange konnte man fast vergessen, dass Berlin mit der Corona-Ampel seine ganz eigene Regelung hat. Doch jetzt, wo der Sommer zu Ende geht, wird das Ganze auf einmal aktuell. Haluka Maier-Borst fragt sich: Was kann man jetzt tun?

  • Der Absacker 

    Alles auf Durchzug!

    Die Temperaturen sinken, aber die Fenster bleiben geöffnet. Das sorgt an der Grundschule Christian-Morgenstern in Spandau für Krankheitsfälle - viele erkälten sich wegen des permanenten Durchzugs. Auch Laura Kingston ist ein bisschen kalt (ums Herz).

  • Der Absacker 

    Krokodil dringend gesucht

    Das Känguru Skippy, die Kuh Yvonne und der Problembär Bruno: Sie werden uns immer in Erinnerung bleiben. Und das Sommerloch-Tier 2020? Gab es nicht. Woran hat das nur gelegen, fragt sich Kira Pieper.

  • Der Absacker 

    Kein Schwein ruft mich an

    Die Schweinepest bahnt sich ihren Weg entlang der polnischen Grenze. Mit Isolation versucht man, den Erreger einzudämmen. Das ganze Szenario ähnelt den Corona-Maßnahmen. Auch das Leben von Lisa Schwesig fühlt sich allmählich wie in Kernzonen aufgeteilt an.

  • Der Absacker 

    Abwarten, aber gerne ohne Tee trinken

    Jeder warme Tag fühlt sich an, als könnte er der letzte sein. Und aus verschiedenen Gründen graut einem vor dem Herbst. Trotzdem versucht Haluka Maier-Borst ruhig zu bleiben und nicht zu pessimistisch in die Zukunft zu blicken.

  • Der Absacker 

    Jetzt schon für den Winter planen (Serientipps von rbb|24)

    Spontaneität schön und gut, aber es macht (mich) so aggressiv: Vor der Glotze sitzen und dann nicht wissen, was man gucken soll. Wir bereiten Sie deshalb jetzt schon auf die Binge-Phase vor. Die aktuellsten News des Tages gibt's natürlich auch. Von Tim Schwiesau

  • Der Absacker 

    Ein Appell ans schlechte Gewissen

    Fünf Jahre, nachdem Deutschland Vorzeigeobjekt in Sachen Flüchtlingspolitik wurde, diskutiert die Politik wieder über die Aufnahme von Geflüchteten in Deutschland - diesmal im kleineren Rahmen. Laura Kingston fragt sich: Was ist aus "Wir schaffen das!" geworden?

Was Sie jetzt wissen müssen

Beitrag von Haluka Maier-Borst

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

7 Kommentare

  1. 7.

    Naja das mit dem einmotten der Maske wird nur wegen 3 Möglichkeiten eintrete.
    1. es gibt einen Impfstoff
    2. es haben sich so viele infiziert das es herdenimmunität gib
    3. die Menschen tragen einfach keine mehr

    Es bleibt nur die Frage welches der drei Szenarien tritt als erstes ein.

  2. 6.

    Icke bin ja auch son alter Baliener und verändere mal nen Plakatspruch. Berlin ist schön, wenn man es in Richtung Brandenburg verlässt! Oder vielmehr verlassen kann! Icke würde mir dit nisch einfallen lassen meene Heimat zu valassen. Jeht nisch, irjendwie! Och wenn die Politik anscheinend nur rumdokterd, die Stadt vermüllt und beschmiert wird, bleibe icke meinem Berlin treu! Partytourismus braucht eigentlich oooch Keiner!

  3. 5.

    Ich bin weder süß, ängstlich oder naiv. Ich bin realistisch und optimistisch.
    Ja, es wird eine Zeit nach SarsCoV2 geben und es wird eine Zeit geben, in der die Masken eingemottet werden können.
    Aber dank so manchem Partyvolk, Verkaufenden von flüssigen Suchmitteln, Hochzeitsgesellschaften und sonstigen Unvernunftbegabten wird es leider länger dauern.

  4. 4.

    Nach dem Ende der Pandemie, ach wie süß, selten so ein Mix aus ängstlich und naiv gelesen.
    sie glauben doch nicht ernsthaft dass diese Angst Masche irgendwann aufgegeben wird, ich denke wir werden die Maske nicht mehr los und unser schönes Leben wird komplett heruntergefahren, bis wir nur noch wie Zombies zum arbeiten gehen und sonst nichts weiter machen dürfen.

  5. 3.

    Serien- und Filmtipps brauchen wir Eltern bald nicht mehr, wenn nach den Ferien wieder Doppelschicht angesagt ist: Tags Home-Office und ab 18 Uhr Homeschooling... Danke dafür, liebe Hochzeitspaare *~*

    Mein Droschken-fahrender Kumpel prägte für Berliner x.-ter Generation den Satz "Schnauze ohne Herz" in Umkehrung zum bekannten Spruch ;-) der oben Zitierte scheint das zu kennen... Wer hätte das gedacht?
    Wenn Berlin nicht mehr wächst, gar schrumpft, dann konzentriert man sich vielleicht wieder auf das alte, nicht-Glasfassaden-Westberlin. Nicht gentrifiziert. Gehört weder Zalando noch irgendwelchen Schweden. Kuschelig wie ein Kissen. Jaja, träum weiter ;-)

  6. 2.

    Ergänzen möchte ich noch, dass der von mir benannte alteingesessene Berliner dem Brandenburger ja ohnehin sehr ähnlich ist - was sich in Sprache und Duktus ebenso wie vielfach an den Ansichten zeigt. (Wobei ick meene Heimatsprache weder von Zujezogene noch von piefje Berlina madich machen lasse.) Und auch sonst ist 1 Berlin 49 (ebenso wie meine schreckliche alte Heimat 47) deutlich näher an Brandenburgs grausig zersiedelten EFH-Vierteln wie etwa Falkensee dran als an allen Mittes, Kreuzhains oder Pankows. Wen es also stört, dass z.B. mal Anstrengungen unternommen werden, dass man ohne Lebensgefahr durch Berlin radeln kann oder dass auch Bottom-Verdiener* eventuell noch in der Innenstadt wohnen können, den erinnere ich an einen einst in Ost wie West beliebten Spruch: "Jeh' do' rüba!" - Haupsache, et kommt denn nich wieda eena uff die Idee, die beeden Bundesländer zusammenlejen zu wollen. Brandenburger, dass Ihr das damals abgelehnt habt, dafür bin ich Euch ewig dankbar!

  7. 1.

    Auch ich bin ein solches Fabelwesen, gesichert sind vier Generationen von in Berlin geborenen Jören.
    Allerdings würde ich sofort meinen letzten Koffer packen und aus Berlin wegziehen, wenn ich die finanziellen Mittel dafür hätte.
    Hauptursache ist dieser "wunderbare" RRG-Senat, aber auch das erschreckend rücksichtslose Verhalten so mancher während dieser Corona-Pandemie.
    Ich muss leider immer wieder um Abstand bitten, weil ich Sorge habe, Sars CoV2 zu meiner pflegebedürftigen Mutter nach Hause zu bringen. Leider gibt es Supermärkte, in die man ohne Einkaufswagen gehen kann, diese geben immerhin einen gewissen Abstand zwischen den Kunden an der Kassenschlange.

    Eure Absacker sind immer wieder lesenswert, macht weiter so, vielleicht auch nach dem Ende der Pandemie.

Das könnte Sie auch interessieren

Symbolbild: Eine Uhr wurde auf zwei Uhr zurückgestellt. (Quelle: dpa/K. Hildebrand)
dpa/K. Hildebrand

Zeitumstellung am Sonntag - Alles auf Normalzeit

Am Wochenende wird die Uhr um eine Stunde zurückgedreht. Mit der Normalzeit wird es zwar früher hell, dafür aber schon am späten Nachmittag wieder dunkel. Eigentlich sollte die Zeitumstellung im nächsten Jahr abgeschafft werden, doch das lässt weiter auf sich warten.

Union-Fans bei einem Spiel im Stadion An der Alten Försterei während der Corona-Pandemie. Quelle: imago images/Matthias Koch
imago images/Matthias Koch

Kommentar | 4.500 Fans bei Union-Heimspiel - Verantwortung sieht anders aus

Heimspiel gegen Freiburg vor 4.500 Fans: Dafür bekommt Union ordentlich Kritik. Viele haben den Eindruck, dass der Klub die Pandemie nicht ernst nimmt. Daran ist Union selbst schuld. Die Verantwortung sollte man aber nicht nur beim Verein suchen. Ein Kommentar von Till Oppermann