Der Absacker - Zeig' mir deine Maske und ich sag' dir, wer du bist

Eine Frau in New York mit einer modischen Maske (Quelle: imago images/Sonia Moskowitz).
Bild: imago images/Sonia Moskowitz

Tschüss, Modehauptstadt! Die Messen der Fashion Week ziehen weiter und hinterlassen nicht nur ein wirtschaftliches Loch im Geldbeutel Berlins. Aber der modebewusste Hauptstädter weiß sich auch auf andere Art zu entfalten, wie Lisa Schwesig beobachtet.

Wenn ich mit der Ringbahn in die Redaktion fahre, betrachte ich am liebsten meine Mitfahrenden sehr genau. Ich frage mich, ob sie einen Partner oder eine Partnerin haben, ob es Kinder gibt, welchen Beruf sie ausüben und was sie wohl in ihrer Freizeit treiben. Seitdem in den Öffentlichen Verkehrsmitteln nun die Pflicht besteht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, treibt die Leidenschaft zur Beobachtung nun seltsame Blüten.

Obwohl die Masken viel vom Gesicht und damit auch etwas von der Geschichte eines Menschen verbergen, verraten sie doch oft viel mehr, als der Träger oder die Trägerin vielleicht vermutet. Neben den gewöhnlichen medizinischen Masken in weiß oder krankenhausgrün tragen viele Menschen selbstgenähte Masken, so meine Beobachtung. Woher kommen all diese selbstgemachten Masken plötzlich? Das Verrückteste, was mir bisher begegnet ist, war eine gehäkelte Maske, bei der ich mich wirklich gefragt habe, ob diese noch den erforderlichen Zweck erfüllt oder nur ein Alibi-Schutz beziehungsweise ein modisches Statement ist. 

Dilek Kalayci bei der Besichtigung des Corona-Krankenhauses Jaffestraße mit passender Maske (Quelle: dpa/Michael Kappeler).
Bild: dpa/Michael Kappeler

Denn obwohl der einzige Zweck der Mund-Nasen-Bedeckung sein sollte, uns und unsere Mitmenschen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen, muss er bei vielen inzwischen auch eine modische Funktion erfüllen. Selbst Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) wählt ihre Maske immer passend zur Kleidung. Ist Ihnen das auch schon aufgefallen?

1. Was vom Tag bleibt

Die Berlinerinnen und Berliner mögen sich mit ihren Masken besonders fesch zeigen, die Modebranche kehrt ihnen dennoch den Rücken. Die Modemessen der Berliner Fashion Week, Premium und Neonyt, bauen ihre Zelte in der Hauptstadt ab und ziehen weiter nach Frankfurt am Main. Die Schauen der Fashion Week sollen zwar weiter in Berlin stattfinden, dennoch ist der Messeumzug ein "empfindlicher Rückschlag für die Modestadt Berlin", wie die Berliner CDU es formulierte.

Dafür gibt es gute Nachrichten für alle Gastronomen in Berlin und deren Gäste: Die wegen der Corona-Pandemie verhängte Sperrstunde soll ab Mittwoch wegfallen. Eine entsprechende Erklärung gab der Senat in einem Verfahren vor dem Oberverwaltungsgericht ab, wie das Gericht am Montag einen Bericht der "Berliner Morgenpost" bestätigte.

Erleichtert dürften auch Eltern von Kitakindern in Brandenburg sein. Es sieht so aus, als ob der Landtag am Freitag eine komplette Öffnung aller Einrichtungen im Land ab Mitte Juni beschließt. Bisher gibt es einen eingeschränkten Regelbetrieb.

2. Abschalten

Auf der Suche nach einem Bild für den heutigen Absacker bin ich auf die Fotoreihe des Künstlers Matthias Kretschmer [individualarts.at] gestoßen. Der Österreicher trägt jeden Tag, seitdem am 6. April in seiner Heimat die Maskenpflicht erlassen wurde, ein anderes Modell. Eine kleine Auswahl hat mein Kollege Wilhelm Klotzek für Sie zusammengestellt.

"Was früher das Einstecktuch war, ist heute die Maske", schreibt die deutsche TV-Moderatorin Barbara Schöneberger zu einem Foto auf Instagram. Oder anders gesagt: Früher musste der Schuh zur Handtasche passen, heute ist es die Maske zum Kleid.

Bei der Mutter der US-Fashionblogger, Olivia Palermo, wird das elegante Seidentuch kurzerhand zum Mundschutz umfunktioniert. An der zarten Edelseide traut sich dann vermutlich auch kein Virus mehr vorbei.

3. Und, wie geht's?

Sabine L. hat uns eine E-Mail geschrieben, um "ihrem Ärger Luft zu machen", wie sie in ihrer Antwort auf den Absacker meines Kollegen Haluka Maier-Borst vom Donnerstag zum Thema Konjunkturpaket schreibt. Ich möchte sie hier in etwas verkürzter Form zu Wort kommen lassen:

"Ich bin selbständige Buchhalterin und arbeite für unterschiedliche Unternehmen, Vereine, Künstler und Freiberufler. Als ich die Pressekonferenz unserer Kanzlerin zum beschlossenen Konjunkturpaket am Mittwochabend sah, bin ich vor Schreck fast aus dem Fernsehsessel gekippt. Mehrwertsteuersenkung für 6 Monate? Wirklich? Hat überhaupt mal jemand darüber nachgedacht, was das bedeutet? Nicht für die Verbraucher, sondern für die Unternehmen im Einzelhandel?

Ich spreche hier nicht von den großen Kaufhausketten, die höchstwahrscheinlich eine große Firmensoftware haben und für die somit die Umstellung der Preise und Kassen nur 'einen Tastendruck' bedeutet. Sondern von den kleinen und mittelständischen Unternehmen, die alles manuell und 'per Hand' einzeln ändern müssen.

Die Kassen müssen umprogrammiert werden. Das kann der Laden aber nicht selbst, das muss der Kassensystemanbieter tun. Der hat aber überhaupt kein Personal, um zum Stichtag 30. Juni die Kassen all seiner Kunden umzuprogrammieren. Mal von den Kosten ganz abgesehen, die da für das Unternehmen entstehen.

In der Finanzsoftware gibt es überhaupt keine Buchungskonten für 16 und 5 Prozent Mehrwertsteuer. Entsprechende Buchungsschlüssel gibt es auch nicht. Ich habe keine Ahnung, wie ich die Einnahmen und Ausgaben buchen soll und ich bezweifle ganz stark, dass der Software-Anbieter innerhalb von drei Wochen überhaupt in der Lage ist, ein Update anzubieten. Was im Übrigen wieder Kosten verursacht, sollte er es doch schaffen.

Und dann das Warenwirtschaftssystem. Das enthält tausende von Artikeln, die alle einzeln per Hand auf den neuen Buchungsschlüssel geändert werden müssen. Ach nein halt, es gibt ja gar keinen Buchungsschlüssel. Was bedeutet, dass ich keine Rechnungen schreiben kann, solange der Software-Anbieter für das Warenwirtschaftssystem kein Update geliefert hat.

Und zu guter Letzt die Preisschilder. Die Mitarbeiter müssen alle Preisschilder an den Regalen und die Auspreisungen an den Artikeln ändern. Das kostet auch wieder Material und Personal.

Ach und dann gibt es noch Händler mit Online-Shops, in deren Software eine Änderung der Mehrwertsteuer in andere Sätze als 19 oder 7 Prozent vielleicht gar nicht möglich ist. Müssen sie die Shops womöglich schließen? Warum hat daran eigentlich niemand gedacht? Warum wurden keine Fachleute gefragt? Und warum nur drei Wochen Zeit?

Ich bin stocksauer, denn die Mittelständler haben bereits von der Corona-Hilfe nichts gesehen und gucken nun wieder in die Röhre, wegen 3 Prozent, die eigentlich gar nichts bewirken und überflüssig sind, wie nur was. Und es ärgert mich ungemein, dass das niemand sieht."

Sie treibt auch ein Problem an, dass Sie gerne mit uns teilen möchten? Dann schreiben Sie uns an absacker@rbb-online.de. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Ein weites Feld...

Man hat den Eindruck, jeder besitzt plötzlich eine Nähmaschine: Etwas in der Art las ich vor einer Weile auf Twitter, kann mich aber nicht mehr an die Urheberin erinnern - sie möge es mir verzeihen. Auch ich hätte vor Jahren, als ich mit dem Nähen begann, nicht gedacht, dass das Hauptprodukt meiner Stunden an der Maschine im Jahr 2020 eine Mund-Nasen-Bedeckung sein würde.

Inzwischen ist die ganze Familie ausgestattet und auch der Nachbarin habe ich eine Maske über die Türklinke gehängt. Auch ich konnte mich vom modischen Aspekt bei der Maskenherstellung nicht befreien. Und so gibt es Modelle zum Wenden, damit die Farbe der Maske auch ja zu den Socken passt.

Falls Sie übrigens auch selbst aktiv werden wollen, kann ich Ihnen dieses Schnittmuster empfehlen [burdastyle.de]. (Nach berechtigter Kritik aus der Leserschaft nun mit neuem Link.)

Bleiben Sie gesund und in Mode,

Lisa Schwesig

Alle Absacker

RSS-Feed
  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Ein Jahr wie ein Schlag ins Gesicht – mit einem nassen Aal

    Seit gefühlten Dekaden mussten sich Berliner und Brandenburger den Spott über den Flughafen BER anhören. Doch jetzt, wo er fertig ist und Erlösung nahe wäre, raubt uns das Corona-Jahr 2020 auch diesen besonderen Moment. Von Haluka Maier-Borst

  • Rednerpult in der SenatsPK am 28.10.2020 in Berlin. (Quelle: rbb|24/Sebastian Schöbel)
    rbb|24/Sebastian Schöbel

    Der Absacker 

    Wir sind gekommen, um Ihnen mitzuteilen... Sie jubeln zu früh

    "Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden untersagt": So spaßbefreit steht es im Beschluss der Ministerpräsidenten. Nun wird das ab Montag umgesetzt. Umarmen Sie bis dahin noch schnell Gastronomen und Künstler*innen, rät Sebastian Schöbel.

  • Efthymis Angeloudis
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    "Endlich" Lockdown

    Nach etlichen Mahnungen, Drohungen, Appellen und Zurechtweisungen wird das durchgesetzt, was alle bereits erahnten – ein Lockdown. Endlich, sagt Efthymis Angeloudis. Wenn auch aus anderen Gründen, als jetzt vielleicht vermutet.

  • Kira Pieper
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Meine Straße hat kein Corona

    Maskenpflicht in zehn der rund 9.500 Berliner Straßen? Kira Pieper hat den Eindruck, dass manche die neue Regel nicht akzeptieren wollen, andere haben sie nicht mitbekommen. Und dann gibt es noch die, die sich einfach keine Namen merken können.

  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
    rbb|24

    Der Absacker 

    Janz Berlin is eene Wolke

    Da feiern 500 Flitzepiepen in Berlin ne Sause und gleich jibbet Jeschrei. Halloween fällt och flach und eijentlich ham wa nüscht mehr zu lachen inne Pandemie. Lisa Schwesig versucht et mit Amüsemang uff Berlinerisch. Een böset Pflasta musse aber trotzdem abreißen.

  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
    rbb|24

    Der Absacker 

    Ganz Berlin ist eine Wolke

    Da feiern 500 Menschen in Berlin eine Party und gleich gibt es Geschrei. Halloween fällt auch aus und eigentlich haben wir nichts mehr zu Lachen in der Pandemie. Lisa Schwesig versucht es mit Witz auf Berlinerisch. Ein böses Pflaster muss sie aber trotzdem abreißen.

  • Kira Pieper
    rbb|24/Mitya

    Absacker 

    Der Hamster, das asoziale Wesen

    Es geht wieder los! Die Hamster kriechen aus ihren Höhlen, um ihren nicht zu bändigenden Appetit auf Klopapier zu stillen. Aber warum genau werden die Auf-Halde-Käufer noch mal mit dem Nager verglichen? Kira Pieper zumindest sieht sehr viele Ähnlichkeiten.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Wenn's im großen Zahlenraum hapert

    Wasserrechnungen nicht gezahlt, Einnahmen nicht versteuert – heute bestimmen auch große Zahlen abseits von Corona das Nachrichtengeschehen. Und Haluka Maier-Borst fragt sich, ob das auch mit fehlenden Mathematik-Kompetenzen zu tun hat.

  • Statue mit einem gebrochenen Flügel (Quelle: dpa)
    dpa

    Der Absacker 

    Das Berühren der Figüren durch Idioten ist verboten

    Gerade jetzt sind Museumsbesuche so wertvoll wie nie zuvor. Umso unverständlicher, wenn selbsternannte Bilderstürmer Kulturschätze zerstören wollen, wie nun offenbar auf der Museumsinsel geschehen. Da fällt es Sebastian Schöbel schwer, einen fröhlichen Absacker zu liefern.

  • Ein Mann trägt eine Gasmaske um sich vor dem Coronvirus zu schützen. (Quelle: dpa/Martin Baumann)
    dpa/Martin Baumann

    Der Absacker 

    Nutzen Sie die Chance, sich Mundgeruch zuzulegen

    Inzwischen wird es immer leichter, sich zu merken, wo man überall KEINE Maske braucht. Und Brandenburg importiert Berlins Alkoholverbot zu später Stunde. Nur die Prignitz kann feiern - aber nur im kleinen Kreis. Zeit für Zweckoptimismus, findet Sebastian Schöbel.

  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
    rbb|24

    Der Absacker 

    Es war einmal in Brandenburg

    Wogende Wellen und rieselnder Sand blieben Lisa Schwesig diesen Herbst verwehrt. Mit ängstlichem Blick schaut sie daher gen Weihnachten. Bis es soweit ist, wird aber erstmal gefeiert: Der BER wird eröffnet - zumindest ein bisschen.

  • Kira Pieper
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Sprite statt Lütt un Lütt

    Urlaub ausgefallen. Umtrunk ausgefallen. Es war ja klar, dass der Corona-Herbst hart werden wird. Aber so hart? Kira Pieper versucht sich im positiven Denken und landet bei seltsamen norddeutschen Bräuchen.

  • Efthymis Angeloudis
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Was war zuerst, die Henne oder das Ei?

    Das ewige Rätsel, das Philosophen schon seit Plutarch ärgert, scheint heute um einiges einfacher zu lösen als die Frage: Wer soll einen zweiten Lockdown verhindern? Die Henne oder das Ei? Nur falsche Antworten gibt Efthymis Angeloudis.

  • Sarah Mühlberger
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Mit besten Grüßen aus der Zukunft

    Ein Nachrichtentag so unerfreulich wie das Wetter: Die Fallzahlen steigen und steigen, Bund und Länder verhandeln und verhandeln. Aber es gibt auch einen kleinen Gewinner. Von Sarah Mühlberger

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Bitte my Lederhosen lüften – but without Schadenfreude

    Coronabedingt wird ein für uns altbekanntes, in anderen Ländern aber neues Wort seinen Siegeszug durch die Welt antreten: Lüften. Haluka Maier-Borst fragt sich, inwiefern das unser Bild im Ausland verändert.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Fragen wir doch mal Dr. Alban

    Früher haben wissenschaftliche Studien keinen interessiert. Heute weiß angeblich jeder, wie man sie richtig liest. Habe ich dem wirklich umsonst ein ganzes Studium gewidmet, fragt sich Haluka Maier-Borst in einer kurzen Sinnkrise.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Rien ne va plus und trotzdem Stress

    Die BVG streikt und Brandenburg lässt Berliner/innen nur noch unter Auflagen rein zum Urlaub machen. Auch sonst fühlt es sich an, als würde jemand die Notbremse anziehen. Und trotzdem weiß Haluka Maier-Borst nicht, wo ihm der Kopf steht.

  • Efthymis Angeloudis
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Dit is Klischee!

    Kaum eine Stadt wird auf solch peinliche Art und Weise für klischeehafte Sprüche benutzt wie Berlin. Arm aber sexy war mal. Jetzt scheint der Slogan der Stadt eher kalt und leer zu sein. Droht Berlin das gleiche Schicksal wie New York?, fragt sich Efthymis Angeloudis.

  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
    rbb|24

    Der Absacker 

    Die sind schuld! Oder doch nicht?

    Die Corona-Fallzahlen in Berlin und Brandenburg steigen wieder deutlich an und für viele ist klar, wer die Schuld trägt. Lisa Schwesig bringt derweil ein ganz anderer Corona-Infizierter auf die Palme.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Das ist leider kein Fehler

    Im Frühsommer wurde noch darüber diskutiert, ab wie vielen Fällen die Lage in Berlin kritisch wird. 30 Fälle oder 50 Fälle pro 100.000 Einwohner? Neukölln hat die Unterscheidung mal eben pulverisiert. Von Haluka Maier-Borst

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Solidarität kannste nicht erzwingen, Genosse. Oder doch?

    Der Kabelbrand an der S-Bahn soll auf das Konto von Linksextremisten gehen. Sie wollten damit anscheinend gegen die geplante Räumung der Liebigstraße 34 protestieren. Aber gewinnt man so Unterstützer? Von Haluka Maier-Borst

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Grüße von der anderen Seite der Klischeemauer

    Erst stiegen die Neuinfektionen in der Nachbarschaft, jetzt steht ein anstrengender Demo-Marathon vor der Haustür. Und irgendwie hat Haluka Maier-Borst das Gefühl gerade von Vorurteilen eingemauert zu werden.

  • Illustration. (Quelle: privat/Leo Matthey)
    Leo Matthey

    Der Absacker 

    Hauptsache, dein Tiger lacht

    Kitastreiks in Brandenburg wecken bei Sebastian Schöbel Erinnerungen an das Corona-Betreuungschaos, in Berlin fliegen menschenverachtende Chatnachrichten von Polizisten auf und die Debatte um einen kostenlosen ÖPNV lässt unsere Leser*innen nicht los.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Hauptsache irgendwas tun – ist das der Berliner Weg?

    Dass im Zuge der steigenden Neuinfektionen wieder mehr Regeln verschärft werden, macht Sinn. Trotzdem ärgert sich Haluka Maier-Borst darüber, dass einzelne Maßnahmen eher nach meinungsstarkem Aktionismus riechen.

  • Laura Kingston
    rbb|24

    Absacker 

    Carpe den verdammten Diem!

    Der Corona-Gipfel von Bund und Ländern bedeutet neue Beschränkungen für alle. Das fühlt sich für Laura Kingston zuweilen an wie Elternsprechtag. Und aus dem geht sie nicht sonderlich hoffnungsvoll hervor.

  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
    rbb|24

    Der Absacker 

    Entscheidungen mit Strahlkraft

    Seit der Corona-Pandemie teilt sich die Gesellschaft für Lisa Schwesig in zwei Teile. Die einen sind einsam, die anderen nicht einsam genug. Daneben warten politische Entscheidungen, die uns jahrzehntelang beschäftigen könnten.

  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
    rbb|24

    Der Absacker 

    Punkt, Punkt, Koma, Strich, fertig ist das Kürbisgesicht

    Wenn sich die schlechten Nachrichten stapeln, schaut Lisa Schwesig in die Weite der Kürbisfelder. Mit den Hosentaschen voller Kastanien blickt sie dem Herbst entgegen - mit all seinen Vor- und Nachteilen.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Friedhof der Pilzkulturen

    Weder formschön, noch effizient – aber wohl eine der wenigen Alternativen für die Gastronomie in Herbst und Winter. Heizpilze erleben durch Corona ein Comeback. Aber was wird mit den Dingern nach der Pandemie? Haluka Maier-Borst hat da eine Idee.

  • Haluka Maier-Borst
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Darf es noch ein Schuss Skepsis sein?

    Dass Bürgerinnen und Bürger kritisch sind, auch uns gegenüber, ist unglaublich wichtig. Dass aber manche einem sogar Grundkenntnisse in Mathematik absprechen, ist dann doch vielleicht etwas viel des Guten, findet Haluka Maier-Borst.

  • Efthymis Angeloudis
    rbb|24/Mitya

    Der Absacker 

    Es war einmal in Berlin

    Anfang des 20. Jahrhunderts kämpften strenggläubige Christen in den USA gegen das "Teufelszeug" Alkohol. Nun wird auch in Berlin über ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen gesprochen. Geht das an der Realität vorbei, fragt sich Efthymis Angeloudis.

Was Sie jetzt wissen müssen

Beitrag von Lisa Schwesig

18 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 18.

    Wenn auch etwas (von mir) verspätet: Schöner Artikel! Dann möchte ich mich auch gleich hier beim rbb für die übersandte stylische Maske herzlich bedanken!!!

  2. 17.

    LoL;-) Davon habe ich auch auf YouTube was gesehen. Kommt wohl auf die Körbchengröße an:-)) Bin übrigens autodidakt was das Nähen betrifft. Mein Pflegeopa war noch Schneider alter Schule. Saß immer im Schneidersitz auf einen großen Tisch am Fenster unserer Kellerwohnung und reparierte Anzüge. Er hat mir als Knirps die Grundzüge zum Schneidern beigebracht. Sticken zählt auch zu meinen Hobbys. Nur braucht es dafür viel Zeit u.Muße. LG.

  3. 16.

    Oh Mann, Du bist ja Profi! Aber bei mir liegt auch schon ein ganzer Wäschekorb mit Flicksachen, Handtücher, Jeans etc.
    Btw, ich wollte einen BH von mir (lila..) zur Maske umnähen - No Go seitens Tochter nebst Drohung, sich adoptieren zu lassen *g* ach ja, Geschmäcker sind halt verschieden...

  4. 15.

    Ick hab nochn paar Jockstraps. Darüber hab ich sogar ne schöne Anleitung auf der Queer Website gesehen, wie man diese umwandel kann zu einem Mundschutz, ohne daran umschneidern zu müssen. Ehm...natürlich vorher gewaschen;-)Übrigens einfach COOL, Maske mit Jokergrimasse. Und danke für Dein Angebot, aber ich besitze eine wunderschöne Elektronähmaschine von Singer. Wäre doch gelacht, wenn ich kein Gummizug irgendwo zu kaufen kriege. Zur Zeit nähe ich mir eine schöne Kutschermütze aus gebrauchten Levi’s Jeans. Obendrein wird alles geflickt, was mir unter die Finger kommt. Sogar Bettbezüge, von denen ich mich noch nicht trennen will. Liebe Grüße

  5. 14.

    Genau, Prenzlauer, direkt beim Schlüsselbund und Handy *spei* absolut ekelfrei sind viele da... vielleicht habe ich ja auch einen Hygienefimmel, who knows...

  6. 13.

    Achso, ja, Lothar, ich habe noch meterweise Schlüppergummi daheim. Also wenn die Not groß ist, melde Dich. Ich bin mit 2 Nähmaschinen gesegnet, aber äh.... nunja... ALLE Masken sähen bei mir aus wie die vom Joker oder "ES" ;-) oder die Leute schmeißen Reis und so (Rocky Horror... äh...)

  7. 10.

    Ich finde diese Seite schon recht interessant. Man sollte sich vielleicht nur noch mehr damit befassen. Wer etwas Übung im Schneidern hat und mit der Nähmaschine gut umgehen kann, wird schon nach kurzer Zeit feststellen, wie einfach es geht. Mir fehlt immernoch Meterweise Gummizug und diesen extra bei Amazon zu bestellen, ist mir dann doch zu blöd.

  8. 9.

    Volle Zustimmung, ein Lichtblick heute morgen bei all den anderen deprimierenden News :)
    Die A-W-B hat den Absacker diesmal getoppt!

  9. 8.

    Beim lesen Deiner beiden kleinen Super Beiträge habe ich mich voll lauter Lachen fast in die gerade frisch angezogene C.K. Unterbüchse gepinkelt:-):-):-) Wieso schriebst Du nicht mal selbst einen Absacker? Vorschlag an die rbb24 Redaktion. Denn wie so oft, vermisse ich hier den ach so typischen sympathischen trockenen Berliner Humor im Forum. Danke Liebe Alt-West-Berlinerin. You Made My Day. Vor allem deshalb, da heute ein Zahnarzttermin b.mir ansteht.

  10. 7.

    Das bedeutet für große Firmen in Deutschland mitnichten einen Tastendruck, sondern teilweise noch viel schwerfälliger als manch Kleinunternehmer.
    Hier offenbart sich einfach wie digital rückständig Deutschland ist sonst wäre es in der Tat nur ein Tastendruck.

  11. 6.

    Wie meist - unterhaltsam zu lesen. Nur die Empfehlung für das Schnittmuster kann ich gar nicht nachvollziehen. Wenn man die Seite anschaut- furchtbar. Gerede mit Wiederholungen ohne Ende, ständig Hinweise, was man wo kaufen soll und was man teilen soll - dazwischen Werbung. Und ewig lang. Die fast gleichen 2 Schnitte mit einem besseren Detail gibt es bei burda mit präziser Anleitung zum herunterladen ohne überflüssige unnötig belehrende Texte, die locker daherkommen sollen.
    Wer nur einen guten Schnitt braucht- einfach zu nähen, gute Passform- greift auf das Bewährte zurück. Das ist meine Empfehlung. p.s. das ist keine Werbung, sondern beruht auf Erfahrung mit guten sachlichen Nähanleitungen.

  12. 5.

    Wie meist - unterhaltsam zu lesen. Nur die Empfehlung für das Schnittmuster kann ich gar nicht nachvollziehen. Wenn man die Seite anschaut- furchtbar. Gerede mit Wiederholungen ohne Ende, ständig Hinweise, was man wo kaufen soll und was man teilen soll - dazwischen Werbung. Und ewig lang. Die fast gleichen 2 Schnitte mit einem besseren Detail gibt es bei burda mit präziser Anleitung zum herunterladen ohne überflüssige unnötig belehrende Texte, die locker daherkommen sollen.
    Wer nur einen guten Schnitt braucht- einfach zu nähen, gute Passform- greift auf das Bewährte zurück. Das ist meine Empfehlung. p.s. das ist keine Werbung, sondern beruht auf Erfahrung mit guten sachlichen Nähanleitungen.

  13. 4.

    Der Sinn und Zweck einer Gesichtsmaske war zu allen Zeiten , der Schutz andere nicht zu infizieren. Ausnahmen waren Fasching, Karneval und vielleicht noch Weihnachten zu nennen. Abgesehen davon in der Öffentlichkeit Straftaten damit zu begehen.
    Derzeit besteht eine akute Ausnahmesituation für den Menschen im tragen von Masken in verordnet geschlossenen Räumen.

    Es gibt bisher wenige seriöse Studien (im Internet zu finden), wie sich das insgesamt auf Menschen gesundheitlich auswirkt, wenn er dauerhaft Masken trägt. Die Studien beziehen sich dabei all samt auf den medizinischen Bereich zwischen Ein und Ausatmung der Luft CO2.

    Die gesundheitlichen Auswirkungen bei selbst hergestellten Nicht-medizinischen Masken mit Stoffen unbekannter Herkunft und ob sich die gedruckten Farben auf der Maske beim ein - ausatmen auf Dauer negativ für die Lunge auswirken (können), ist ebenfalls unerforscht. Es gibt bisher kein Prüfsiegel auf Unbedenklichkeit.

  14. 3.

    "Trägt man das grüne eigentlich nach innen oder außen?" Hihi :-) also eigentlich... nach außen :-) aber viele tragen es verkehrt rum. Vielleicht miefen die auch weniger, wenn mans falschherum trägt? Oder ist das dann schon die Zweitnutzung, weil die eine Seite müffelt??? So wie bei ostfriesischer Unnerbuxe, Mo-Mi die eine Seite, dann wenden, dann die andere... ;-) (LADG... hilfe!)

  15. 2.

    Endlich nach Wochen ein Absacker, der sich angenehm liest.
    Auch mal gezeigt, dass die Regierung nicht so toll ist, wie immer behauptet wird. Der Leserbrief sagt doch alles.
    Ich beobachte auch die Masken.
    Manche tun mir echt leid, wie sie unter nicht schützenden Masken voller Angst in einer stickigen Ecke sitzen - und leider zu blöd sind, das Fenster aufzumachen, damit Durchzug ist. Womöglich trauen sie sich nicht, den Fenstergriff anzufassen.
    Etwas eklig finde ich, wenn Leute mit Riesenkopf unrasiert eine Minimaske haben, wo alles rauskuckt. Manche kucken einfach nicht in den Spiegel.
    Manche sehen hingegen echt sexy aus.
    Und manche geben total an mit ihren Masken.
    Dann gibt's noch die Nicht-Maskierten, wo ich immer denke: Oh ja, Ihr seid ja so gesund und cool. Früher hat's mich geärgert. Jetzt nicht mehr. Man wird gelassener.
    Trägt man das grüne eigentlich nach innen oder außen?

  16. 1.

    Schöner Absacker wieder! Masken übrigens, icke damals im akuten Lockdown, vor Ostern, als es nachts noch dunkel war, gegen 10 anne Tanke in Brandenburg gemusst, Benzin war alle. Jut, jezapft, voll, Nummer merken, Geld nehmen, alleine über die menschenleere Tanke zum Häuschen jeschlendert, gedankenverloren... . Tür uff, Palim Palim, annen Tresen, schaue erstmalig wieder hoch - *uuuuaaaahhhhh* !!!! Da steht der Joker vor mir!!! Phoenix, ihr wisst schon! Da hat der Kassentyp ausser Tanke echt NÄCHTENS ne Joker-Maske uff!
    Habe jezahlt, im Gehen sag ich noch "g..l Alter, g..e Maske... nur wat für Einjeweihte" Antwort kam pompt: "ja, wa? hab ick von Amazon"

    Sabine vonner Steuer kann ich natürlich nur zustimmen - der reine Wahnsinn! Damals, zur MWST-Erhöhung in den 90ern, habe ich noch U-Bahnen an den Senat abgerechnet. Mit Anzahlungen - ein ENDLOSES Gehudel, echt! Aber OHNE Rückänderung nach 6 Monaten!! OMG.. sprachlos...

Nächster Artikel

Das könnte Sie auch interessieren