Eine Frau in New York mit einer modischen Maske (Quelle: imago images/Sonia Moskowitz).
Bild: imago images/Sonia Moskowitz

Der Absacker - Zeig' mir deine Maske und ich sag' dir, wer du bist

Tschüss, Modehauptstadt! Die Messen der Fashion Week ziehen weiter und hinterlassen nicht nur ein wirtschaftliches Loch im Geldbeutel Berlins. Aber der modebewusste Hauptstädter weiß sich auch auf andere Art zu entfalten, wie Lisa Schwesig beobachtet.

Wenn ich mit der Ringbahn in die Redaktion fahre, betrachte ich am liebsten meine Mitfahrenden sehr genau. Ich frage mich, ob sie einen Partner oder eine Partnerin haben, ob es Kinder gibt, welchen Beruf sie ausüben und was sie wohl in ihrer Freizeit treiben. Seitdem in den Öffentlichen Verkehrsmitteln nun die Pflicht besteht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, treibt die Leidenschaft zur Beobachtung nun seltsame Blüten.

Obwohl die Masken viel vom Gesicht und damit auch etwas von der Geschichte eines Menschen verbergen, verraten sie doch oft viel mehr, als der Träger oder die Trägerin vielleicht vermutet. Neben den gewöhnlichen medizinischen Masken in weiß oder krankenhausgrün tragen viele Menschen selbstgenähte Masken, so meine Beobachtung. Woher kommen all diese selbstgemachten Masken plötzlich? Das Verrückteste, was mir bisher begegnet ist, war eine gehäkelte Maske, bei der ich mich wirklich gefragt habe, ob diese noch den erforderlichen Zweck erfüllt oder nur ein Alibi-Schutz beziehungsweise ein modisches Statement ist. 

Dilek Kalayci bei der Besichtigung des Corona-Krankenhauses Jaffestraße mit passender Maske (Quelle: dpa/Michael Kappeler).
Bild: dpa/Michael Kappeler

Denn obwohl der einzige Zweck der Mund-Nasen-Bedeckung sein sollte, uns und unsere Mitmenschen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen, muss er bei vielen inzwischen auch eine modische Funktion erfüllen. Selbst Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) wählt ihre Maske immer passend zur Kleidung. Ist Ihnen das auch schon aufgefallen?

1. Was vom Tag bleibt

Die Berlinerinnen und Berliner mögen sich mit ihren Masken besonders fesch zeigen, die Modebranche kehrt ihnen dennoch den Rücken. Die Modemessen der Berliner Fashion Week, Premium und Neonyt, bauen ihre Zelte in der Hauptstadt ab und ziehen weiter nach Frankfurt am Main. Die Schauen der Fashion Week sollen zwar weiter in Berlin stattfinden, dennoch ist der Messeumzug ein "empfindlicher Rückschlag für die Modestadt Berlin", wie die Berliner CDU es formulierte.

Dafür gibt es gute Nachrichten für alle Gastronomen in Berlin und deren Gäste: Die wegen der Corona-Pandemie verhängte Sperrstunde soll ab Mittwoch wegfallen. Eine entsprechende Erklärung gab der Senat in einem Verfahren vor dem Oberverwaltungsgericht ab, wie das Gericht am Montag einen Bericht der "Berliner Morgenpost" bestätigte.

Erleichtert dürften auch Eltern von Kitakindern in Brandenburg sein. Es sieht so aus, als ob der Landtag am Freitag eine komplette Öffnung aller Einrichtungen im Land ab Mitte Juni beschließt. Bisher gibt es einen eingeschränkten Regelbetrieb.

2. Abschalten

Auf der Suche nach einem Bild für den heutigen Absacker bin ich auf die Fotoreihe des Künstlers Matthias Kretschmer [individualarts.at] gestoßen. Der Österreicher trägt jeden Tag, seitdem am 6. April in seiner Heimat die Maskenpflicht erlassen wurde, ein anderes Modell. Eine kleine Auswahl hat mein Kollege Wilhelm Klotzek für Sie zusammengestellt.

Jeden Tag mit einer neuen Maske begrüßen

"Was früher das Einstecktuch war, ist heute die Maske", schreibt die deutsche TV-Moderatorin Barbara Schöneberger zu einem Foto auf Instagram. Oder anders gesagt: Früher musste der Schuh zur Handtasche passen, heute ist es die Maske zum Kleid.

Bei der Mutter der US-Fashionblogger, Olivia Palermo, wird das elegante Seidentuch kurzerhand zum Mundschutz umfunktioniert. An der zarten Edelseide traut sich dann vermutlich auch kein Virus mehr vorbei.

3. Und, wie geht's?

Sabine L. hat uns eine E-Mail geschrieben, um "ihrem Ärger Luft zu machen", wie sie in ihrer Antwort auf den Absacker meines Kollegen Haluka Maier-Borst vom Donnerstag zum Thema Konjunkturpaket schreibt. Ich möchte sie hier in etwas verkürzter Form zu Wort kommen lassen:

"Ich bin selbständige Buchhalterin und arbeite für unterschiedliche Unternehmen, Vereine, Künstler und Freiberufler. Als ich die Pressekonferenz unserer Kanzlerin zum beschlossenen Konjunkturpaket am Mittwochabend sah, bin ich vor Schreck fast aus dem Fernsehsessel gekippt. Mehrwertsteuersenkung für 6 Monate? Wirklich? Hat überhaupt mal jemand darüber nachgedacht, was das bedeutet? Nicht für die Verbraucher, sondern für die Unternehmen im Einzelhandel?

Ich spreche hier nicht von den großen Kaufhausketten, die höchstwahrscheinlich eine große Firmensoftware haben und für die somit die Umstellung der Preise und Kassen nur 'einen Tastendruck' bedeutet. Sondern von den kleinen und mittelständischen Unternehmen, die alles manuell und 'per Hand' einzeln ändern müssen.

Die Kassen müssen umprogrammiert werden. Das kann der Laden aber nicht selbst, das muss der Kassensystemanbieter tun. Der hat aber überhaupt kein Personal, um zum Stichtag 30. Juni die Kassen all seiner Kunden umzuprogrammieren. Mal von den Kosten ganz abgesehen, die da für das Unternehmen entstehen.

In der Finanzsoftware gibt es überhaupt keine Buchungskonten für 16 und 5 Prozent Mehrwertsteuer. Entsprechende Buchungsschlüssel gibt es auch nicht. Ich habe keine Ahnung, wie ich die Einnahmen und Ausgaben buchen soll und ich bezweifle ganz stark, dass der Software-Anbieter innerhalb von drei Wochen überhaupt in der Lage ist, ein Update anzubieten. Was im Übrigen wieder Kosten verursacht, sollte er es doch schaffen.

Und dann das Warenwirtschaftssystem. Das enthält tausende von Artikeln, die alle einzeln per Hand auf den neuen Buchungsschlüssel geändert werden müssen. Ach nein halt, es gibt ja gar keinen Buchungsschlüssel. Was bedeutet, dass ich keine Rechnungen schreiben kann, solange der Software-Anbieter für das Warenwirtschaftssystem kein Update geliefert hat.

Und zu guter Letzt die Preisschilder. Die Mitarbeiter müssen alle Preisschilder an den Regalen und die Auspreisungen an den Artikeln ändern. Das kostet auch wieder Material und Personal.

Ach und dann gibt es noch Händler mit Online-Shops, in deren Software eine Änderung der Mehrwertsteuer in andere Sätze als 19 oder 7 Prozent vielleicht gar nicht möglich ist. Müssen sie die Shops womöglich schließen? Warum hat daran eigentlich niemand gedacht? Warum wurden keine Fachleute gefragt? Und warum nur drei Wochen Zeit?

Ich bin stocksauer, denn die Mittelständler haben bereits von der Corona-Hilfe nichts gesehen und gucken nun wieder in die Röhre, wegen 3 Prozent, die eigentlich gar nichts bewirken und überflüssig sind, wie nur was. Und es ärgert mich ungemein, dass das niemand sieht."

Sie treibt auch ein Problem an, dass Sie gerne mit uns teilen möchten? Dann schreiben Sie uns an absacker@rbb-online.de. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Ein weites Feld...

Man hat den Eindruck, jeder besitzt plötzlich eine Nähmaschine: Etwas in der Art las ich vor einer Weile auf Twitter, kann mich aber nicht mehr an die Urheberin erinnern - sie möge es mir verzeihen. Auch ich hätte vor Jahren, als ich mit dem Nähen begann, nicht gedacht, dass das Hauptprodukt meiner Stunden an der Maschine im Jahr 2020 eine Mund-Nasen-Bedeckung sein würde.

Inzwischen ist die ganze Familie ausgestattet und auch der Nachbarin habe ich eine Maske über die Türklinke gehängt. Auch ich konnte mich vom modischen Aspekt bei der Maskenherstellung nicht befreien. Und so gibt es Modelle zum Wenden, damit die Farbe der Maske auch ja zu den Socken passt.

Falls Sie übrigens auch selbst aktiv werden wollen, kann ich Ihnen dieses Schnittmuster empfehlen [burdastyle.de]. (Nach berechtigter Kritik aus der Leserschaft nun mit neuem Link.)

Bleiben Sie gesund und in Mode,

Lisa Schwesig

Alle Absacker

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  • Mohnblumen an einem Feldrand in Brandenburg (Bild: imago images/Petra Schneider-Schmelzer)
    imago images/Petra Schneider-Schmelzer

    Der Absacker 

    Eine brandenburgische Romanze in Mohnrot

    Vier Tage war Johannes Mohren komplett raus aus der Nachrichtenwelt und muss nun lesen, dass seine geliebten Pop-up-Radwege - wissenschaftlich erwiesen - Menschen entzweien. Da helfen nur Flucht in die Romanze mit Brandenburg - und skurrile Internet-Hypes.

  • Menschen an der Spree / Quelle: imago images / Jochen Eckel
    imago images / Jochen Eckel

    Absacker 

    Vom Privileg des normalen Lebens

    Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Und wenn ihm die Gewohnheiten genommen werden, wird er sauer. Das Gefühl von Normalität ist allerdings keine Selbstverständlichkeit nach Corona. Laura Kingston über das Privileg, ein "Normalo" zu sein.

  • "Wir sind weiter online für sie da!" (Quelle: dpa/Kalaene)
    dpa/Kalaene

    Der Absacker 

    Wer ist schuld: Corona oder das Internet?

    In der Viruszeit gehen nun geliebte Geschäfte und Zeitschriften von uns. Dabei könnte das Virus vielleicht auch Gutes bewirken. Wenn wir auf sehr billiges Fleisch verzichten, zum Beispiel. Oder öfter nach Brandenburg radeln. Ein sehr langer Absacker von Tim Schwiesau

  • Badeschlappen und Handtücher liegen im Sommerbad Humboldthain am Beckenrand. (Quelle: dpa/Christoph Soeder)
    dpa/Christoph Soeder

    Der Absacker 

    Ach Sommerloch, wo bist du?

    Langsam geht es Richtung Ferienzeit in Berlin und Brandenburg. Man würde sich wünschen, dass das verrückte Jahr 2020 eine kleine Pause einlegt. Doch bislang sieht es nicht danach aus. Von Haluka Maier-Borst

  • Maske in der Bahn (Quelle: imago-images)
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    Der Absacker 

    Keine Macht der Maskenmüdigkeit!

    Berlin ist der Mund-Nasen-Bedeckung offenbar überdrüssig. Deswegen diskutiert die Politik jetzt über eine Kontrolle im ÖPNV. Laura Kingston über den Ärger um ein kleines Stück Stoff, das sie bei ihrer jüngsten Bahnfahrt schmerzlich vermisst hat.

  • Der FC Union hat im Stadion ein eigenes Hygieneteam. Später schien das Team dann Feierabend zu haben.
    dpa/Kay Nietfeld

    Der Absacker 

    Der Ball ist rund und eine Infektion dauert 14 Tage

    Während Fußballfans des 1. FC Union den Klassenerhalt ihrer Mannschaft in der Bundesliga feiern, ist Lisa Schwesig so gar nicht danach. Denn all die Euphorie hat ihr die Stimmung verhagelt.

  • Eine Frau gähnt und schaut auf ihr Smartphone (Bild: imago-images/Antonia Guillem)
    imago-images/Antonia Guillem

    Der Absacker 

    Mit der absolut langweiligsten App durch die Krise

    Als das letzte Mal eine App für so viel Gesprächsstoff sorgte, musste man mit dem Handy knatschbunte Monster im Alltag fangen. Nun können sich vor allem diejenigen freuen, bei denen auf dem Handy eins passiert: nichts. Von Haluka Maier-Borst

  • Eine Person geht in den Eingang eines Plattenbaus in Lichtenberg (Bild: imago images/Florian Gaertner)
    imago images/Florian Gaertner

    Der Absacker 

    Gewaltig ungleich

    Alle Menschen werden vom Coronavirus bedroht. Doch die Auswirkungen der Pandemie auf das Leben der Menschen sind härter umso ärmer man ist, sagt Efthymis Angeloudis. Das wahre Ausmaß des Schadens für benachteiligte Gruppen ist noch nicht zu erahnen.

  • Sonne und Starkregen (Quelle: dpa/Poetsch)
    dpa/Poetsch

    Absacker 

    Die reinigende Kraft des Gewitters

    Am Samstag kam einiges vom Himmel; die Temperaturen kühlten vorübergehend ein wenig ab. Auch für das Gemüt kann so ein Gewitter einen reinigenden Effekt haben - zumindest hat das Laura Kingston so erlebt.

  • Ein Gebäude am Flughafen BER. (Bild: imago/Reiner Zensen)
    imago/Reiner Zensen

    Der Absacker 

    Und was kostet Ihr Flughafen so?

    Nach anfänglichem Sonnenschein hat das Wetter sich dann doch entschieden, jegliche Wochenendpläne zu durchnässen. Was also im Trockenen zu Hause tun? Vielleicht ist es Zeit, ein kleines Rechenrätsel zu lösen, denkt sich Haluka Maier-Borst 

  • Olympiastadion in Rom (Quelle: imago-images/Jacobs)
    imago-images/Jacobs

    Der Absacker 

    Eigentlich, ich mag dich nicht!

    In Brandenburg gibt es ab Montag weitgehende Corona-Lockerungen. Ein weiterer Schritt in die Normalität, der Johannes Mohren freut. Dennoch hadert er. Mit seinem fehlenden fußballerischen Abendprogramm aus Italien - und einem neuerdings verhassten Wort.

  • Teilnehmer einer Kundgebung protestieren gegen Rassismus und Polizeigewalt (Quelle: dpa/Britta Pedersen)
    dpa/Britta Pedersen

    Der Absacker 

    Die Gegenwart hat uns eingeholt

    Vor Corona war die Menschheit zum ersten Mal in ihrer Angst vereint. Doch das Virus machte uns nicht plötzlich alle gleich. Die Probleme, die es vorher gab, haben sich nicht in Luft aufgelöst. Nur wie wir sie angehen, muss sich ändern, findet Efthymis Angeloudis.

  • Symbolbild: Ein Taijitu, Yin-Yang-Symbol, aus Sträuchern geformt, traditionelle chinesische Kultur. (Quelle: dpa/Lawrence Lu)
    dpa/Lawrence Lu

    Der Absacker 

    Heiliger Yinyang!

    Ein beliebtes Tätowierermotiv könnte zum Logo des Corona-Jahres werden: Das chinesische Konzept von Yin und Yang beschreibt die aktuelle Krise nämlich ganz gut. Überall wo Licht ist, ist auch Schatten, alles Gute hat auch sein Schlechtes. Es philosophiert für Sie Sebastian Schöbel.

  • Symbolbild: Orang-Utan brüllt im Nationalpark Tanjung Puting auf der Insel Borneo.
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    Der Absacker 

    HERGOTT, SEIN SIE GEFÄLIGST SACHLCH UND DIFFRENZIRT!1!

    Leserinnen und Leser sollen Journalisten kritisieren, verbessern und widersprechen. Natürlich. Unbedingt. Aber muss es mit so viel Großbuchstaben, Fehlern und verbalen Sturmgeschützen sein? Ein Hoffen auf sprachliches Abrüsten von Haluka Maier-Borst

  • Silent-Demo zum Tode von George Floyd Black Lives Matters
    Eventpress Porikys

    Der Absacker 

    Das Richtige tun, ohne das Wichtige zu lassen

    Demonstrationen gehören zur Demokratie. In einer Pandemie aber werden sie zu potentiellen Infektionsherden. Sollten wir also darauf verzichten, für unsere Ideale auf die Straße zu gehen, um andere zu schützen? Schwierige Fragen, die den Absacker bewegen. Von Sebastian Schöbel

  • Demonstranten auf dem Alexanderplatz aus Solidarität für George Floyd und gegen Rassismus (Quelle: dpa/Emmanuele Contini)
    dpa/Emmanuele Contini

    Der Absacker 

    Im schmerzhaften Zwiespalt

    Es sind Bilder, die wir seit Beginn der Corona-Krise nicht mehr kannten. 15.000 Menschen, die an einem Ort demonstrieren. Gemeinsam gegen Rassismus. Es ist ein starkes Signal, das unseren Autor Johannes Mohren glücklich macht. Aber es gibt einen Wermutstropfen.

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Beitrag von Lisa Schwesig

Kommentar

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18 Kommentare

  1. 18.

    Wenn auch etwas (von mir) verspätet: Schöner Artikel! Dann möchte ich mich auch gleich hier beim rbb für die übersandte stylische Maske herzlich bedanken!!!

  2. 17.

    LoL;-) Davon habe ich auch auf YouTube was gesehen. Kommt wohl auf die Körbchengröße an:-)) Bin übrigens autodidakt was das Nähen betrifft. Mein Pflegeopa war noch Schneider alter Schule. Saß immer im Schneidersitz auf einen großen Tisch am Fenster unserer Kellerwohnung und reparierte Anzüge. Er hat mir als Knirps die Grundzüge zum Schneidern beigebracht. Sticken zählt auch zu meinen Hobbys. Nur braucht es dafür viel Zeit u.Muße. LG.

  3. 16.

    Oh Mann, Du bist ja Profi! Aber bei mir liegt auch schon ein ganzer Wäschekorb mit Flicksachen, Handtücher, Jeans etc.
    Btw, ich wollte einen BH von mir (lila..) zur Maske umnähen - No Go seitens Tochter nebst Drohung, sich adoptieren zu lassen *g* ach ja, Geschmäcker sind halt verschieden...

  4. 15.

    Ick hab nochn paar Jockstraps. Darüber hab ich sogar ne schöne Anleitung auf der Queer Website gesehen, wie man diese umwandel kann zu einem Mundschutz, ohne daran umschneidern zu müssen. Ehm...natürlich vorher gewaschen;-)Übrigens einfach COOL, Maske mit Jokergrimasse. Und danke für Dein Angebot, aber ich besitze eine wunderschöne Elektronähmaschine von Singer. Wäre doch gelacht, wenn ich kein Gummizug irgendwo zu kaufen kriege. Zur Zeit nähe ich mir eine schöne Kutschermütze aus gebrauchten Levi’s Jeans. Obendrein wird alles geflickt, was mir unter die Finger kommt. Sogar Bettbezüge, von denen ich mich noch nicht trennen will. Liebe Grüße

  5. 14.

    Genau, Prenzlauer, direkt beim Schlüsselbund und Handy *spei* absolut ekelfrei sind viele da... vielleicht habe ich ja auch einen Hygienefimmel, who knows...

  6. 13.

    Achso, ja, Lothar, ich habe noch meterweise Schlüppergummi daheim. Also wenn die Not groß ist, melde Dich. Ich bin mit 2 Nähmaschinen gesegnet, aber äh.... nunja... ALLE Masken sähen bei mir aus wie die vom Joker oder "ES" ;-) oder die Leute schmeißen Reis und so (Rocky Horror... äh...)

  7. 10.

    Ich finde diese Seite schon recht interessant. Man sollte sich vielleicht nur noch mehr damit befassen. Wer etwas Übung im Schneidern hat und mit der Nähmaschine gut umgehen kann, wird schon nach kurzer Zeit feststellen, wie einfach es geht. Mir fehlt immernoch Meterweise Gummizug und diesen extra bei Amazon zu bestellen, ist mir dann doch zu blöd.

  8. 8.

    Beim lesen Deiner beiden kleinen Super Beiträge habe ich mich voll lauter Lachen fast in die gerade frisch angezogene C.K. Unterbüchse gepinkelt:-):-):-) Wieso schriebst Du nicht mal selbst einen Absacker? Vorschlag an die rbb24 Redaktion. Denn wie so oft, vermisse ich hier den ach so typischen sympathischen trockenen Berliner Humor im Forum. Danke Liebe Alt-West-Berlinerin. You Made My Day. Vor allem deshalb, da heute ein Zahnarzttermin b.mir ansteht.

  9. 7.

    Das bedeutet für große Firmen in Deutschland mitnichten einen Tastendruck, sondern teilweise noch viel schwerfälliger als manch Kleinunternehmer.
    Hier offenbart sich einfach wie digital rückständig Deutschland ist sonst wäre es in der Tat nur ein Tastendruck.

  10. 6.

    Wie meist - unterhaltsam zu lesen. Nur die Empfehlung für das Schnittmuster kann ich gar nicht nachvollziehen. Wenn man die Seite anschaut- furchtbar. Gerede mit Wiederholungen ohne Ende, ständig Hinweise, was man wo kaufen soll und was man teilen soll - dazwischen Werbung. Und ewig lang. Die fast gleichen 2 Schnitte mit einem besseren Detail gibt es bei burda mit präziser Anleitung zum herunterladen ohne überflüssige unnötig belehrende Texte, die locker daherkommen sollen.
    Wer nur einen guten Schnitt braucht- einfach zu nähen, gute Passform- greift auf das Bewährte zurück. Das ist meine Empfehlung. p.s. das ist keine Werbung, sondern beruht auf Erfahrung mit guten sachlichen Nähanleitungen.

  11. 5.

    Wie meist - unterhaltsam zu lesen. Nur die Empfehlung für das Schnittmuster kann ich gar nicht nachvollziehen. Wenn man die Seite anschaut- furchtbar. Gerede mit Wiederholungen ohne Ende, ständig Hinweise, was man wo kaufen soll und was man teilen soll - dazwischen Werbung. Und ewig lang. Die fast gleichen 2 Schnitte mit einem besseren Detail gibt es bei burda mit präziser Anleitung zum herunterladen ohne überflüssige unnötig belehrende Texte, die locker daherkommen sollen.
    Wer nur einen guten Schnitt braucht- einfach zu nähen, gute Passform- greift auf das Bewährte zurück. Das ist meine Empfehlung. p.s. das ist keine Werbung, sondern beruht auf Erfahrung mit guten sachlichen Nähanleitungen.

  12. 4.

    Der Sinn und Zweck einer Gesichtsmaske war zu allen Zeiten , der Schutz andere nicht zu infizieren. Ausnahmen waren Fasching, Karneval und vielleicht noch Weihnachten zu nennen. Abgesehen davon in der Öffentlichkeit Straftaten damit zu begehen.
    Derzeit besteht eine akute Ausnahmesituation für den Menschen im tragen von Masken in verordnet geschlossenen Räumen.

    Es gibt bisher wenige seriöse Studien (im Internet zu finden), wie sich das insgesamt auf Menschen gesundheitlich auswirkt, wenn er dauerhaft Masken trägt. Die Studien beziehen sich dabei all samt auf den medizinischen Bereich zwischen Ein und Ausatmung der Luft CO2.

    Die gesundheitlichen Auswirkungen bei selbst hergestellten Nicht-medizinischen Masken mit Stoffen unbekannter Herkunft und ob sich die gedruckten Farben auf der Maske beim ein - ausatmen auf Dauer negativ für die Lunge auswirken (können), ist ebenfalls unerforscht. Es gibt bisher kein Prüfsiegel auf Unbedenklichkeit.

  13. 3.

    "Trägt man das grüne eigentlich nach innen oder außen?" Hihi :-) also eigentlich... nach außen :-) aber viele tragen es verkehrt rum. Vielleicht miefen die auch weniger, wenn mans falschherum trägt? Oder ist das dann schon die Zweitnutzung, weil die eine Seite müffelt??? So wie bei ostfriesischer Unnerbuxe, Mo-Mi die eine Seite, dann wenden, dann die andere... ;-) (LADG... hilfe!)

  14. 2.

    Endlich nach Wochen ein Absacker, der sich angenehm liest.
    Auch mal gezeigt, dass die Regierung nicht so toll ist, wie immer behauptet wird. Der Leserbrief sagt doch alles.
    Ich beobachte auch die Masken.
    Manche tun mir echt leid, wie sie unter nicht schützenden Masken voller Angst in einer stickigen Ecke sitzen - und leider zu blöd sind, das Fenster aufzumachen, damit Durchzug ist. Womöglich trauen sie sich nicht, den Fenstergriff anzufassen.
    Etwas eklig finde ich, wenn Leute mit Riesenkopf unrasiert eine Minimaske haben, wo alles rauskuckt. Manche kucken einfach nicht in den Spiegel.
    Manche sehen hingegen echt sexy aus.
    Und manche geben total an mit ihren Masken.
    Dann gibt's noch die Nicht-Maskierten, wo ich immer denke: Oh ja, Ihr seid ja so gesund und cool. Früher hat's mich geärgert. Jetzt nicht mehr. Man wird gelassener.
    Trägt man das grüne eigentlich nach innen oder außen?

  15. 1.

    Schöner Absacker wieder! Masken übrigens, icke damals im akuten Lockdown, vor Ostern, als es nachts noch dunkel war, gegen 10 anne Tanke in Brandenburg gemusst, Benzin war alle. Jut, jezapft, voll, Nummer merken, Geld nehmen, alleine über die menschenleere Tanke zum Häuschen jeschlendert, gedankenverloren... . Tür uff, Palim Palim, annen Tresen, schaue erstmalig wieder hoch - *uuuuaaaahhhhh* !!!! Da steht der Joker vor mir!!! Phoenix, ihr wisst schon! Da hat der Kassentyp ausser Tanke echt NÄCHTENS ne Joker-Maske uff!
    Habe jezahlt, im Gehen sag ich noch "g..l Alter, g..e Maske... nur wat für Einjeweihte" Antwort kam pompt: "ja, wa? hab ick von Amazon"

    Sabine vonner Steuer kann ich natürlich nur zustimmen - der reine Wahnsinn! Damals, zur MWST-Erhöhung in den 90ern, habe ich noch U-Bahnen an den Senat abgerechnet. Mit Anzahlungen - ein ENDLOSES Gehudel, echt! Aber OHNE Rückänderung nach 6 Monaten!! OMG.. sprachlos...

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