Archivbild: Die Amalfi-Küste in Süd-Italien. (Quelle: imago images)
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Der Absacker - Große Ferien, große Erwartungen

Die einen lassen es im Promi-Restaurant krachen, andere hoffen plötzlich wieder auf die Urlaubsreise im Sommer. Und für ganz viele andere wäre schon eine kleine Pause vom Corona-Alltag Erholung. Von Sarah Mühlberger

Es ist schon ein bisschen verrückt: Wie wir im Frühling 2020 leben würden, hätte sich vor wenigen Monaten niemand vorstellen können. Das Tempo dieses radikalen Wandels war wahnsinnig hoch und nicht alle kamen mit, vor allem, weil die Radikalität der Maßnahmen nicht zum vergleichsweise glimpflichen Verlauf der Pandemie zu passen schien.

Jetzt geht es seit einiger Zeit wieder in die andere Richtung - und wieder ist es mitunter nicht leicht mitzukommen. Hieß es vor wenigen Wochen noch, Urlaubsreisen ins Ausland seien erst 2021 wieder realistisch, sprechen die Außenminister plötzlich über Konzepte, die Reisen in den Sommerferien (tagesschau.de) möglich machen sollen. 

1. Was vom Tag bleibt

Machen wir uns nichts vor: Für die allermeisten Menschen sind die Sorgen dieser Tage sehr viel existenzieller, die Konzepte "Urlaub" und "Ferien" sehr weit weg.

Der Berliner Senat plant Sommerschulen für mehr als 10.000 benachteiligte Schülerinnen und Schüler. Gleichzeitig erinnern die neuen Schul- und Kitaschließungen wegen Corona-Fällen in Berlin und Brandenburg daran, dass der Virus immer noch unterwegs ist - und wir weit entfernt von Normalität sind, auch wenn es sich am Freitagabend im Promi-Lokal "Borchardt" offenbar anders anfühlte.

Gelebte Berliner Normalität dagegen, in allen Zeiten: Der Satzanfang "Nach jahrelanger Verzögerung..." in einem Artikel über einen Baubeginn, diesmal geht es für das Einheitsdenkmal nun aber wirklich los.

Andreas Kalbitz ist auf dem Papier zwar nicht mehr in der AfD, bleibt aber Mitglied in deren Landtagsfraktion. Und in Potsdam kam das Wasser in vielen Haushalten heute nur tröpfchenweise oder sogar gar nicht aus der Leitung, den Grund dafür können Sie hier nachlesen.

2. Abschalten.

Ich habe die bedauerliche Angewohnheit, spätabends noch viel zu viel Zeit auf Twitter zu verbringen, selbst wenn ich eigentlich schon viel zu müde dafür bin. Das allein ist natürlich das genaue Gegenteil von "Abschalten" - direkt vorm Schlafen nochmal eine ordentliche Portion blaues Licht und schlechter Nachrichten aus aller Welt zu konsumieren. Aber Twitter ist, mit etwas Glück, manchmal auch einfach Wundertüte und so las ich dort gestern Abend quasi im Vorbeilesen diese Wahnsinnsinformation, die ich nun mit Ihnen teilen möchte: Die Türen von Backöfen lassen sich zum Reinigen ganz einfach abmontieren. Es ist wirklich wahr, schauen Sie sich Ihren Ofen (oder dessen Betriebsanleitung) an.

Das wussten Sie längst, Sie brauchen originelleres unnützes Wissen? Dann lege ich Ihnen den Twitteraccount @qikipedia ans Herz, der zur BBC-Show "Quite Interesting" gehört. Ein wunderbares Sammelsurium. Heute habe ich dort gelernt: In Schweden gibt es ein Hotel, das sich um den Sauerteig von Urlaubern kümmert, und im Sommer 1790 aß George Washington Eis im Wert von 5.600 Pfund. 

3. Und, wie geht's?

Unser Leser Wolfram S. hat uns vor einiger Zeit in einer langen Mail geschildert, was er aus der Corona-Zeit bisher gelernt hat. Unter anderem schreibt er:

Was hat mir das bis jetzt eingebracht? Mehr Verständnis für Eltern, die auf anstrengende Weise Beruf und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bringen versuchen. (...)

Es zeigte mir auch, wie krass eigentlich die Missstände im Gesundheitswesen sind, wenn wir - um einen Kollaps des Gesundheitswesens zu vermeiden - quasi den Rest der Wirtschaft de facto an die Wand karren müssen.

Wie plan- und hilflos wir alle im Prinzip sind, wenn wir aus der Bahn geworfen werden, die unseren Alltag darstellt. (...)

Mir wurde vor Augen geführt, dass viele Familien in harten emotionalen Turbulenzen allein gelassen sind: Oma und Opa zu deren eigener Sicherheit auf Distanz gehalten und gleichzeit blutet das Herz, denn wir wollen uns bei und von Ihnen trösten lassen.

Was haben Sie aus der Corona-Zeit bisher gelernt? Und wie machen Sie das: Sehen Sie ältere Verwandte zu deren oder Ihrem Schutz weiterhin nicht? Wen würden Sie gern mal wieder sehen? Schreiben Sie uns: absacker@rbb-online.de

4. Ein weites Feld...

In dieser Woche hätte ich eigentlich meine Oma besucht. Sie ist 85 Jahre alt und lebt 800 Kilometer entfernt, wir sehen uns ohnehin viel zu selten, jetzt ist auch noch Corona dazwischen gekommen. Wir sind beide traurig, aber sie hat sehr verständnisvoll reagiert und in ihrer letzten E-Mail treffend formuliert "nun heißt es wohl VERSCHIEBEN: einer der am meisten gebrauchten Begriffe zur Zeit". So ist es, nie haben wir kollektiv so viel verschoben wie im Moment. Sie kennen ja die Redewendung - hoffentlich bewahrheitet sie sich.

Bleiben Sie munter!

Sarah Mühlberger

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    Einmal frische Vorsicht nach Art des Hauses bitte

    Die Corona-Krise hat die Gastronomie hart getroffen. Umso mehr verwundert es da, dass einzelne Locations und manche Besucher und Besucherinnen das Wohl der ganzen Branche riskieren. Von Haluka Maier-Borst

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    Hand drauf? Besser nicht!

    Vor Corona kam man nicht umhin, ständig Hände zu drücken. Manche fühlten sich an wie ein toter Fisch, andere waren feucht oder die eigene Hand fühlte sich nach dem Begrüßungsritual an wie Krankenhaus-reif. Schön, dass das jetzt vorbei ist, freut sich Kira Pieper.

  • Symbolbild: 27.05.2020, Frankreich, Paris: Ein Mann und eine Frau demonstrieren in einem Pariser Restaurant das Speisen unter Plastikhauben (Quelle: dpa/Thibault Camus)
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    Mit gebührendem Abstand bitte!

    Seit das neue Corona-Virus da ist, haben wir einen sechsten Sinn für eine Sache bekommen: Nähe. Wie schwierig es ist, sie zu umgehen und wie sehr wir sie brauchen, haben wir in den letzten Monaten gemerkt. Hoffentlich vergessen wir das nicht, findet Haluka Maier-Borst

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    Bewölkt und recht explosiv, mit schlecht terminierten Fluten

    Alle reden über das Wetter – auch wir. Aber die Frage nach Sonne und Wolken ist noch das kleinste Problem, wenn man sich anschaut, wie sich die (politische) Großwetterlage entwickelt. Von Haluka Maier-Borst

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    Wenn nur noch auf Wespen Verlass ist

    Zum Wochenausklang nochmal Raser, Betrüger, Proteste: In diesem Sommer ist alles ein bisschen anders als sonst. Nicht nur, weil es ständig regnet. Zum Glück gibt es auch in diesen Zeiten noch Konstanten. Von Sarah Mühlberger

  • Menschen unterhalten sich auf dem Balkon. (Quelle: dpa/Felix Kästle)
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    Ich kann Sie so schlecht verstehen!

    Was? Wie bitte? Die Maske soll uns im Corona-Alltag helfen, aber sie macht unserer Leben auch komplizierter. Kira Pieper hat sich auf die Suche nach Experten begeben, die gute Kommunikation mit Gesichts-Accessoire lehren.

  • Eine Mitarbeiterin der Firma Rabe Spreewälder Konserven GmbH & Co. KG hält am 07.07.2017 eine Einlegegurke über bereits befüllte Gläser in ihrer Hand. (Quelle: dpa/Pleul)
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    Sehnsucht nach der Saure-Gurken-Zeit

    Eigentlich wäre gerade allerbeste Saure-Gurken-Zeit. Doch die redensartliche Ruhe will sich einfach nicht einstellen. Und auch bei den wahren Gurken im Spreewald läuft es nicht. Dabei wäre es so schön, sich nur mit Söder und Co. vergnügen zu können, findet Johannes Mohren.

  • Symbolbild: Eine Frau mit Atemschutzmaske steht vor dem Schloss Charlottenburg und macht ein Selfie. (Quelle: dpa/C. Klose)
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    Für einen Tag kein C.

    Heute sah es lange danach aus, als ob Corona kein Thema wäre. Ein ruhiger Tag? Wohl kaum. Was folgte, war die schmerzhafte Erkenntnis, dass wir vor, während und nach der Pandemie mit einem ganz anderen Virus zu kämpfen haben, glaubt Efthymis Angeloudis.

  • Archivbild: Gretsche beim Spiel Hertha BSC Berlin gegen Fortuna Düsseldorf. (Quelle: dpa/S. Simon)
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    Endlich wieder auf die Schnauze

    Nun, da Kontaktsport in Berlin wieder erlaubt wird, können alle künftig mehr machen als nur durch die Gegend joggen. Entsprechend sollten wir beim ersten schmerzhaften Rumms nicht gleich all zu laut aufheulen, sagen Haluka Maier-Borst und sein Gewissen.

  • Neben den üblichen Dingen, kommen während der Coronapandemie noch viele weitere Dinge in den Koffer (Quelle: imago images/Sven Hagolani).
    imago images/Sven Hagolani

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    Ich packe meinen Koffer voller Sorgen

    Die Urlaubszeit löst normalerweise Freude und Entspannung aus. In Corona-Zeiten ist aber alles anders. Da beschleunigt Sie zumindest bei Lisa Schwesig die Faltenbildung. Denn neben den üblichen Sorgen, wie das Wetter wird, gesellen sich viel unangenehmere.

  • Paris Haute Couture Fashion Week 2020 (Quelle: dpa)
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    Der Absacker 

    Love and Peace, please

    Gewalt hat viele fiese Gesichter und an manchen Tagen begegnen sie einem besonders oft. Wie kann da überhaupt noch irgendeine positive Stimmung aufkommen? Kira Pieper versucht es mit schönen Künsten, die dank Corona teilweise völlig neue Dimensionen annehmen.

  • Symbolbild: Eine Frau singt zu hause (Quelle: imago images)
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    Der Absacker 

    Auf Fliesen und Dielen, die die Welt bedeuten

    Zwar ist viel Normalität wieder eingekehrt, das kulturelle Leben leidet aber unter Corona nach wie vor. Haluka Maier-Borst macht sich Gedanken um sein eigenes Kulturkonzept – für zu Hause und die Szene, die es gerade nicht leicht hat.

  • Touristen besuchen die Stadt Pompeji (Quelle: dpa/Alvise Armellini)
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    Der Absacker 

    Ein Ende ohne Schrecken

    Die Forschung des Untergangs vergangener Zivilisationen könnte uns helfen die aktuelle Gefahr durch das Coronavirus oder die akute Gefahr durch den Klimawandel besser einzuschätzen, findet Efthymis Angeloudis. Oder wir können Augen und Ohren verschließen und lalalala.

  • Verkehrsschilder - Abbiegen rechts (Quelle: imago/Kai Bienert)
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    Der Absacker 

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    Rechtsextreme Umtriebe in Brandenburg und Berliner Straßennamen, die noch an Kolonialherren erinnern: die aktuellen Themen sind leider wenig heiter, aber müssen im Diskurs bleiben, findet Haluka Maier-Borst

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