Menschen unterhalten sich auf dem Balkon. (Quelle: dpa/Felix Kästle)
Bild: dpa/Felix Kästle

Der Absacker - Ich kann Sie so schlecht verstehen!

Was? Wie bitte? Die Maske soll uns im Corona-Alltag helfen, aber sie macht unserer Leben auch komplizierter. Kira Pieper hat sich auf die Suche nach Experten begeben, die gute Kommunikation mit Gesichts-Accessoire lehren.

Was haben Angela Merkel, Donald Trump und Armin Laschet gemeinsam? – Nein, jetzt folgt kein 0815-Witz und sollten Sie jetzt an politische Gemeinsamkeiten denken, sind Sie auch auf der falschen Fährte. Worauf ich hinaus möchte: Alle drei tragen Maske.

Merkel scheint das schwarze Design zu bevorzugen [faz.net]. Kein Wunder, passt die Farbe doch auch zu der ihrer Partei CDU. Armin Laschet trägt gerne eine Maske, auf der das Wappen seines Landes prangt, in dem er Ministerpräsident ist [sueddeutsche.de]. Nur beim richtigen Tragen brauchte er noch ein bisschen Nachhilfe [jetzt.de]. Und Donald Trump: Der hat das Coronavirus wie kein anderer unter Kontrolle und findet, dass diese Masken eigentlich nicht ins Oval Office passen. Doch dann wurde auch er in einem Krankenhaus mit Mund-Nase-Schutz gesichtet [zeit.de]. Es passieren noch Wunder.

1. Was vom Tag bleibt

Die Masken werden uns wohl noch eine Weile durch den Alltag begleiten, denn noch ist die Pandemie nicht gebannt. Immerhin ist es uns – sicherlich auch dank der vielen bunten Mund-Nasen-Bedeckungen – gelungen, den R-Wert klein zu halten. Doch die Gefahr, dass es vor allem während der Urlaubszeit zu neuen lokalen Ausbrüchen kommen wird, ist da. Auch deswegen haben sich am Donnerstag Bund und Länder darauf geeinigt, bei neuen Corona-Infektionsherden in betroffenen Regionen lokal begrenzte Ein- und Ausgangssperren verhängen zu können.

Und noch ein Corona-Thema: In diesem Jahr müssen Urlauber definitiv akribischere Vorbereitungen treffen, wenn sie wegfahren wollen. Es lohnt sich beispielsweise vorab über die Corona-Bestimmungen am Reiseziel zu informieren. Das wissen zwei Griechenland-Urlauber nun wohl auch: Als ihr Ferienflieger auf Kreta landete, mussten sie pro Person erst mal 500 Euro berappen. Warum? Sie hatten versäumt, sich vorher elektronisch anzumelden.

Sollte nach dieser Nachricht Unsicherheit bei Ihnen aufkommen: Wir haben einen Überblick zusammengestellt, da steht alles drin, was Sie für Ihre Reise während der Corona-Zeit wissen müssen.

2. Abschalten

Um auf das Masken-Thema zurückzukommen: Ich habe seit dem Tragen des neuen Accessoires, ein kleines Kommunikationsproblem. Mir ist seitdem umso bewusster geworden, dass wir nicht ausschließlich über Sprache und Gesten kommunizieren, sondern auch mithilfe unserer Gesichtsmimik. Die nun – dank Maske – zu einem Drittel wegfällt. Ein Umstand, der zu Missverständnissen führen kann.

Denn nun ist es nicht nur schwieriger verständlich zu sprechen – verfangen sich die ausgesprochenen Worte doch gerne mal in dem ungewohnten Barriere-Stoff. Auch die Worte des Gegenüber sind gar nicht so leicht zu deuten, wenn man nicht erkennen kann, ob er oder sie nun hinter der Maske lächelt oder nach Satzende die Zunge herausstreckt. Zum Glück gibt es Videos, in denen Körpersprache-Experten erklären, wie die perfekte Kommunikation auch mit Maske gelingen kann.

3. Und wie geht’s?

Ich war gestern endlich mal wieder in meinem Lieblingsbuchladen um die Ecke. Ein gar nicht so leichtes Unterfangen, war ich doch nicht die einzige, die gerne in dem kleinen Buchladen stöbern wollte. Und da Corona-bedingt nur drei Leute gleichzeitig in den kleinen Laden dürfen, standen wir ungeduldigen Leseratten zunächst draußen – natürlich mit 1,5 Meter Abstand – und warteten auf Einlass. Im Geschäft angekommen, navigierte die Buchhändlerin uns drei Kunden dann durch den Laden. "Du kannst jetzt hier hingehen, … Nein! Warte kurz! Ihr dürft euch nicht zu nah kommen", sagte sie ab und an mit strengem Ton.

Die ohnehin schon absurde Szene wurde dann durch eine plötzlich in den Laden stürmende weitere Lesebegeisterte gestört. Ein No-Go, denn jetzt waren wir zu fünft in dem Buchgeschäft! Sofort wurde die Kundin von der erbosten Verkäuferin hinauszitiert. Dann sank die Fachkraft hinter ihrem Verkauftstresen in sich zusammen und schnaufte durch ihren Mund-Nase-Schutz: "Ich möchte doch gar nicht so unfreundlich sein. Das ist alles so furchtbar. Den ganzen Tag mit diesem Mund-Nase-Schutz und ich erkenne die Kunden auch gar nicht mehr, weil sie auch so eine Maske tragen."

Was beschäftigt Sie? Wie hat sich Ihre Arbeit seit Corona verändert? Schreiben Sie uns an absacker@rbb-online.de.

4. Ein weites Feld

Viele tragen Masken, manche bedecken maximal ihren Mund und wieder andere lassen den Mund-Nase-Schutz ganz weg. Sei es aus gesundheitlichen Gründen oder weil sie die präventive Maßnahme für Quatsch halten. Ein kleines Gedankenspiel zum Abschluss: Stellen Sie sich vor, Sie stehen in einer vollbesetzten U-Bahn, aber Ihr ganzes Wissen über Corona wäre plötzlich gelöscht. Und Sie blicken um sich und sehen die ganzen Menschen mit Masken und einige Fahrgäste ohne Masken. Was würden Sie denken?

Bleiben Sie gesund,

Ihre Kira Pieper

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    Endlich wieder auf die Schnauze

    Nun, da Kontaktsport in Berlin wieder erlaubt wird, können alle künftig mehr machen als nur durch die Gegend joggen. Entsprechend sollten wir beim ersten schmerzhaften Rumms nicht gleich all zu laut aufheulen, sagen Haluka Maier-Borst und sein Gewissen.

  • Neben den üblichen Dingen, kommen während der Coronapandemie noch viele weitere Dinge in den Koffer (Quelle: imago images/Sven Hagolani).
    imago images/Sven Hagolani

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    Die Urlaubszeit löst normalerweise Freude und Entspannung aus. In Corona-Zeiten ist aber alles anders. Da beschleunigt Sie zumindest bei Lisa Schwesig die Faltenbildung. Denn neben den üblichen Sorgen, wie das Wetter wird, gesellen sich viel unangenehmere.

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    Entschuldijen Se, dit heißt Schrippe!

    Inne Pandemie kann man uff de blödesten Ideen kommen. Da juckt dit hinten im Kopp und dann muss dit raus. So jeht es Lisa Schwesig, die Se mit uffe Reise inne Verjangenheit nimmt und mit Ihnen durchn Tierpark flaniert.

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Beitrag von Kira Pieper

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10 Kommentare

  1. 10.

    Es wurde hier eine Aufgabe gestellt, die habe ich beantwortet. Mal alles lesen. Bin ein eifriger Nasen- Mundschutz Träger, um andere Menschen nicht anzustecken. Es ist bei jedem Menschen anders, die einen können die Masken lange tragen andere wiederum nicht. Habe ich in Arztpraxen erlebt. Ich denke immer an andere Menschen, will mich ja auch nicht anstecken.

    alles Gute für Sie

  2. 9.

    Ich bin auch Asthmatikerin und trage auch MNS. Die einfachen Einmal-MNS kann man sehr gut tragen, bin damit sogar 7 Stunden Zug gefahren. Es ist also total übertrieben das man damit keine Luft kriegt. Es gehen lediglich 2% der Atemluft verloren, das sagte auch mein Arzt Ja es gibt Fälle wenn jemand COPD hat, dann verstehe ich das, diese Menschen tragen aber auch ein ärztliches Attest mit sich rum. Und gerade deswegen sollte sonst jeder eine Maske tragen um genau diese Menschen und die der Risikogruppen zu schützen. Also denkt mal an andere.

  3. 8.

    Alle die sich hier jetzt schon im Sommer über die Masken so aufregen, wo bekanntlich die Erkältungs ,- Grippe und Corona Zeit am geringsten ist, sollten sich mal ein paar Gedanken machen, wenn ab Herbst die Temperaturen wieder anfangen zu sinken, es wieder feucht in der Luft wird bzw. die Luftfeuchtigkeit auf 30 Prozent sinkt.
    Wer glaubt dass sich Corona das entgehen lässt, ist wirklich blauäugig.
    Sylvester Party am Brandenburger Tor ? Volles Einkaufsgedrängel ab November ? Sollten sich die politisch Verantwortlichen mal langsam ein paar Gedanken darüber machen.
    Übrigens: die Regale sind momentan mit Toilettenpapier gut gefüllt. Vielleicht jetzt schon langsam bevorraten, damit es keine Engpässe über dem Winter gibt.
    Der letzte Satz ward ironisch gemeint. Das andere leider nicht.

  4. 7.

    Zu 4."Ein weites Feld" Was würden Sie denken?
    Menschen ohne Alltagsmaske, oder bloß übern Mund bedeckt. Dass sehe ich auch allgemein im Nahverkehr und Bussen. Man sollte Fahrgäste nicht von vornherein verurteilen. Allerdings müssen nicht alle Menschen eine Maske tragen. Kinder bis zum sechsten Geburtstag keine Atemmaske tragen. Demenzkranke, Asthmatiker, etwa wenn sie eine Atemwegserkrankung haben, wegen der sie schlecht Luft bekommen, oder eine psychische Behinderung, die eine Nasen- Mundschutz Bedeckung im Gesicht zur Qual machen.
    Was ich denke, steig eh gleich aus und mein Corona wissen steigt auch mit mir aus. Zusammen gegen Corona, Nasen- Mund Schutz Masken. Hoffentlich niest der Fahrgast in Armbeuge, beim Husten die Hand vorm Mund. Ansteckungsgefahr!
    Fahrgäste ansprechen wegen fehlender Alltagsmaske! Risiko


  5. 6.

    Die Maske als neues Symbol der Folgssamkeit oder des Widerstandes gegen die Auflagen des Staates ?
    Sind es die gleichen die die Höchstgeschwindigkeit überschreiten, Ampelrot mißachten, auf dem Gehweg radeln, ihren Müll umherschmeißen?
    Was bewegt diese Menschen sich gegen die Gesellschaft zu stellen, fühlen sie sich dabei gut? Was wollen sie damit erreichen, was ändern wenn sie am Ballermann oder sonst wo Partys feiern? Vielleicht nichts, soweit denken sie nicht.
    Dabei legen fast alle den Sicherheitsgurt an und schützen sich beim GV vor Aids. Warum also soll ein Gezeter um die Maske..
    Dabei zieht die Maske in die Modewelt ein. Eine Maske als passendes Accessoire zum Teil von Gucci oder sonst wen , könnte zum neuen Statussymbol werden.

  6. 5.

    Die einzige, die hier Angst hat, bist offenbar du selbst, Paula. Sonst würdest du die Maske nicht tragen. Angst vor Strafe kann einen ganz schön zermürben. Sieht man an deiner Reaktion.

  7. 4.

    Hä? Ich schütze doch automatisch die anderen, wenn ICH eine Maske trage, was ich tue. Wo ist da dein Problem, wenn ich dankbar bin, dass andere Rotzmichel mich schützen, indem sie selber Maske tragen? Erklär das Mal bitte logisch...

    Stärken des Immunsystems, ich darf mal lachen! Wenn das wirklich helfen würde, gäbe es keine Krankheiten mehr, die übertragbar sind. Selbst Krebs nicht. Dumm nur für Menschen mit überschießender Immunreaktion, Allergien, Asthma, Diabetes I, Autoimmunkrankheiten. Sollten die auch deinem Rat folgen?

    Sonst noch was?

  8. 3.

    Sich über andere beschweren die keine Maske tragen, aber selbst super egoistisch sein und das nur wollen damit man selber kein Schnupfen bekommt, lächerlich.
    Wie wäre es mal mit gesunder Ernährung gesunder Lebensweise und Immunsystem Stärkung Sport und so weiter.

  9. 2.

    Die Maske ist das schlimmste überhaupt am ganzen und damit ist auch keine bessere oder irgendwie wirkliche Kommunikation möglich, auch nicht durch irgendwelche Trainer.
    Ich hasse dieses Dinger und hoffe dass das bald wieder Geschichte ist, wer weiterhin Angst hat wie die alt-west Berlinerin soll halt ständig diese mist teile tragen.

  10. 1.

    "und einige Fahrgäste ohne Masken. Was würden Sie denken" - ich würde denken, der/die hatte schon Corona und ist (noch) immun bei negativem Abstrich ODER der/die arme S.. hat Asthma und/oder COPD.
    Klar, kommt drauf an, wer oben ohne ist :-) obige Antwort gilt für Menschen zwischen 40 und 65 bei normaler Ausstattung im Oberstübchen.
    Ist der Unbekleidete zwischen 18 und 30 und hört auf den Namen Justin oder Faisal gehe ich von einem dieser blöden Spaßvögel aus, die meinen, sie seien gesund und stärker als Corinna...

    Ey, mich nervt die Schnüffeltüte auch, aber ICH will mir nix wegholen, auch nicht Schnuppen im Sommer oder Magendarm... Offenbar hilft dat Dingens auch dagegen... Hatte seit letztem äh.. Sommer nix mehr! Danke, ihr Lieben, dass mich keiner angesteckt hat Dank Abstand und Maske!

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