Nach 900 km Zugfahrt - Rund 200 ukrainische Geflüchtete in Cottbus angekommen

Sa 05.03.22 | 13:41 Uhr
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Ankunft von etwa 200 ukrainischen Flüchtlingen in Cottbus. (Quelle: rbb/F. Ludwig)
Bild: rbb/F. Ludwig

Nach langen Reise quer durch Polen ist am Vormittag auch in Cottbus der erste Zug mit Geflüchteten aus der Ukraine angekommen. Viele wollen nach Berlin und von dort mit dem "Helpukraine"-Ticket weiterreisen.

Die Hilfe für Geflüchtete aus der Ukraine geht in Brandenburg unvermindert weiter. Rund 200 Menschen trafen am Samstagvormittag mit einem Sonderzug der Deutschen Bahn in Cottbus ein. Dort wurden sie nach Angaben der Stadt von bis zu 200 Helfern empfangen. Am Bahnhof ist ein Zelt für die Menschen aufgestellt. Dort wurden die Geflüchteten mit Lebensmitteln versorgt.

Nach Angaben der Deutschen Bahn hatte der Zug die Menschen am späten Freitagabend direkt an der ukrainischen Grenze im polnischen Ort Przemysl aufgenommen. Der Zug hatte auf der rund 900 Kilometer langen Strecke von Przemysl mehrere Stopps in Polen eingelegt - für Menschen, die dort persönliche Anlaufstellen wie Verwandte oder Freunde hatten.

Von den 400 Insassen sei etwa die Hälfte in Polen ausgestiegen, sagte eine Sprecherin der Bahn. In den kommenden Tagen sollen weitere Züge zur Beförderung von Geflüchteten zwischen Polen und Berlin-Brandenburg eingesetzt werden, wie es vom Unternehmen hieß.

In Frankfurt (Oder) erster Zug mit Geflüchteten am Freitagabend angekommen

Am Bahnhof Frankfurt (Oder) war schon am Freitagabend der erste Sonderzug aus Polen mit rund 300 Menschen angekommen. Dolmetscher nahmen die Geflüchteten - meist Frauen und Kinder - in Empfang. Die meisten Menschen aus dem Kriegsgebiet reisen von hier aus in Richtung Berlin. Von dort geht es dann in andere deutsche Städte und europäische Länder. Die Deutsche Bahn stellt ab sofort täglich sechs Sonderzüge für Geflüchtete von Frankfurt/Oder nach Berlin bereit.

Bilder von der Ankunft der ukrainischen Flüchtlinge. Sie werden durch die Bundespolizei registriert. Am "Bunten Bahnhof" in Cottbus werden die Geflüchteten zunächst gesammelt. (Quelle: rbb/F. Ludwig)

Bahn: "helpukraine"-Ticket wird stark nachgefragt

Insgesamt können Geflüchtete laut Bahn in rund 40 internationalen Fernzügen über Polen, Österreich und Tschechien nach Deutschland einreisen. Bis Berlin, Dresden, Nürnberg und München reicht der ukrainische Pass oder Personalausweis. Für die Weiterreise können Flüchtlinge den Gratisfahrschein "helpukraine"-Ticket erhalten. Ein Drittel aller Flüchtlinge, die Berlin mit dem Zug erreichten, haben dies nach Bahn-Angaben schon genutzt, um weiter zu reisen.

Bilder von der Ankunft der ukrainischen Flüchtlinge. Sie werden durch die Bundespolizei registriert. Am "Bunten Bahnhof" in Cottbus werden die Geflüchteten zunächst gesammelt. (Quelle: rbb/F. Ludwig)

Sendung: Brandenburg aktuell, 5.3.22, 19:30 Uhr

9 Kommentare

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  1. 9.

    Ich glaube nicht, dass sich auch nur EIN Deutscher in einer annähernd vergleichbaren Situation befindet, wie die Kriegsflüchtlinge! Ganz ehrlich: unpassend, neidvoll, hasserfüllt - warum kann man sich solche Worte nicht verkneifen?

  2. 8.

    Willkommen in Deutschland !

  3. 7.

    Sicher helfen sie jeden Tag Benachteiligte und Obdachlosen. Da kann man schon mal frustriert sein. Ich danke ihnen für ihr gesellschaftliches Engagement. Bitte bleiben sie so engagiert, es wird wieder besser. Jetzt ist leider KRIEG. Heute in der Ukraine, wo er morgen stattfindet wissen wir nicht. Wir müssen allen helfen und klassifizieren nicht. Wir werden auch sie in ihrer wertvollen Arbeit weiter unterstützen.

  4. 6.

    Wir in diesem Land sind extrem gut versorgt. Bitte verhältnismäßigkeit beachten. In diesem land kämpft keiner ums überleben. Im Gegenteil. Lieber jetzt mehrkosten real haben und dadurch können wir den krieg von UNSERERN grenzen fernhalten. Bitte mal überlegen wo das geld sinnvol eingesetzt ist, um Lebenzu retten oder um wohlstand zu haben. Hmm tot menschen oder mehr geld selber haben, was zählt?

  5. 5.

    Dort werden Menschen getötet. Vertrieben. Und sie haben schon wieder angst zu kurz zu kommen. Und doch, der führt sehr wohl Krieg gegen uns, den Zirkus ums Gas gibts nicht erst seit gestern. Wir werden es noch bitter bereuen, wenn wir uns alle passiv verhalten und den machen lassen.

  6. 3.

    Dann seien Sie froh, dass Russland keinen Krieg gegen uns führt. Ihr Kommentar ist unangebracht. Typisch deutsch wieder so zu denken. Das sind hauptsächlich Frauen mit ihren Kindern die vor den Bomben fliehen und ihre Männer zurück lassen müssen. Versetzen Sie sich nur mal in deren Lage. Aber ihrer Empathie nach zu urteilen können Sie das nicht.

  7. 2.

    wer versorgt die leute/bürger hier?!
    viele sind auf die tafel angewiesen und können energie und gestiegene lebensmittelpreise nicht mehr bezahlen!
    wo bleibt die entlasstung der bürger?!russland führt kein krieg gegen deutschland,aber der bürger wird ausgepresst,ende offen!die politik wird diesen schritt noch bitter bereuen!

  8. 1.

    Sehr schön und vielen Dank, liebe Cottbuser und auch Dank an die Deutsche Bahn! Weiter so, wir müssen helfen!

    Und bitte vergesst nicht, den Familiennachzug für Afghanen endlich zu beschleunigen, die Menschem dort sind auch in höchster Gefahr und Not!

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