Interview l Berliner Migrationsrat über Wahlrecht - "Der Ausschluss der Menschen von politischer Teilhabe ist eine Schande"

Koray Yilmaz-Günay, Geschäftsleiter des Migrationsrates Berlin. Quelle: privat
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790.000 nicht-deutsche Berliner:innen haben bei der Bundestagswahl, der Berlin-Wahl und beim Volksentscheid keine Stimme. Koray Yilmaz-Günay vom Berliner Migrationsrat spricht im rbbl24-Interview darüber, was das für die Stadt bedeutet.

Mehr als jede:r dritte Volljährige in Berlin ist von der Wahl der Parlamente auf Länder- und Bundesebene ausgeschlossen. Koray Yilmaz-Günay, Geschäftsleiter des Berliner Migrationsrates, fordert eine neue Debatte über Teilhabe in der Demokratie - und darüber, was es heißt, deutsch zu sein.

rbb|24: Herr Yilmaz-Günay, es gibt viele Menschen, die in Berlin aufgewachsen sind und aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit nicht wählen dürfen. Was bedeutet das für diese Stadt?

Koray Yilmaz-Günay: Auf jeden Fall ist das ein trauriger Dauerzustand, weil es seit Ende der 1980er Jahre immer wieder Versuche gegeben hat, auf Landes- oder Bundesebene ein Wahlrecht für diese Menschen einzuführen. Die Wahlberechtigung für Menschen, die hier ihren Lebensmittelpunkt haben, ist eine wichtige Forderung.

Man sollte aber nicht nur auf die parlamentarischen Wahlen schauen. Nehmen Sie den Volksentscheid zur Zukunft des Tempelhofer Feldes. Da durften Hunderttausende, die in Neukölln, Tempelhof oder Kreuzberg wohnen, nicht mitentscheiden, was mit dem Gelände des ehemaligen Flughafens passieren soll. Nehmen Sie das Bürgerbegehren 'Deutsche Wohnen enteignen'. Da waren Zehntausende Unterschriften nicht gültig, weil die Unterschreibenden nicht im Besitz der deutschen Staatsbürgerschaft sind. Diese Menschen sind aber Mieterinnen und Mieter, die sehr wohl ein berechtigtes Interesse an dem Thema haben.

Diese fehlende Teilhabe betrifft also ganz konkretere Fragestellungen, bei denen die Meinung direkt betroffener Menschen nicht gefragt ist. Dieser Ausschluss der Menschen von politischer Teilhabe ist für mich eine Schande.

Würden Sie sagen, alle Menschen mit Wohnsitz in Berlin sollten automatisch wahlberechtigt sein?

Bei Leuten, die aus dem Ausland zugezogen sind, würde ich sagen, dass nach einer bestimmten Aufenthaltsdauer, wenn der Lebensmittelpunkt in Berlin ist, die Leute natürlich wahlberechtigt sein sollen - und zwar nicht nur bei Wahlen, sondern auch bei den Instrumenten der direkten Demokratie.

Rechtlich ist das aber noch immer an die Staatsbürgerschaft gekoppelt. Vor dem Jahr 2000 hat die Nationalität der Eltern darüber entschieden, welche Staatsangehörigkeit ein Kind bekommt. Da hat die biologische Herkunft über die gesellschaftliche Teilhabe entschieden. Im Jahr 2000 wurde das Optionsmodell eingeführt, seitdem dürfen immerhin viele Menschen, die in Deutschland geboren wurden, bis zum 18. Lebensjahr mehrere Staatsangehörigkeiten haben. Danach müssen sie entscheiden, welche sie behalten wollen.

Ich würde aber grundsätzlich sagen, dass Leute, die in Deutschland geboren wurden, automatisch die deutsche Staatsbürgerschaft haben sollten.

Nehmen Sie eine große Frustration wahr bei Berlinerinnen oder Berlinern, die nicht zur Wahl dürfen?

Jedenfalls ist das Bedürfnis zur Mitbestimmung sehr groß. Schauen sie sich an, wie viele Vereine und Organisationen bei uns im Migrationsrat vernetzt sind. Die Menschen wollen für sich und ihre Communitys etwas erreichen. Und traditionellen Kanäle von Parteien, über Gewerkschaften und Berufsverbände, werden häufig als geschlossen empfunden. Oft fehlt da das Interesse, die ganze Stadtbevölkerung abzubilden.

Bei gesellschaftlicher Teilhabe geht es aber um viel mehr als um das Wahlrecht. Das ist nur ein Mosaiksteinchen, mit denen Leuten mitgeteilt wird, ihr gehört nicht dazu. Das wird Menschen in vielen Kontexten vermittelt, bei der Wohnungssuche, bei Polizeikontrollen oder auf dem Arbeitsmarkt. Nach meiner Erfahrung führt das zu einem Rückzug der Menschen aus politischen Debatten. Nach dem Motto: Ich habe eh nichts zu sagen, also halte ich mich einfach raus.

Vielleicht aber haben diese Leute ganz legitime Bedürfnisse und es wäre viel besser, sie würden sich einmischen. Es ist ein unhaltbarer Zustand, dass es einerseits einen Trend gibt zu mehr Bürgerentscheiden und direkter Demokratie auf allen Ebenen. Gleichzeitig wird dabei oft übersehen, dass ganz große Teile der Stadtgesellschaft ständig davon ausgeschlossen werden.

Was müsste sich denn aus Ihrer Sicht für eine bessere gesellschaftliche Teilhabe ausgeschlossener Gruppen in der Stadtbevölkerung ändern?

Es braucht einfach ein diskriminierungskritisches Selbstverständnis in dieser Gesellschaft - und das ist mit dem Wahlrecht noch längst nicht getan. Wenn ich in meinem Alltag, in meinem Wohnumfeld oder bei der Berufsausbildung die ganze Zeit gesteckt kriege, dass es mit der Gleichheit gar nicht so weit her ist, dann macht das natürlich etwas mit mir.

Eine einfache Änderung des Wahlrechts würde da vermutlich nicht ausreichen, denn Gleichheit auf dem Papier bringt nicht viel. Das zeigt auch die Gleichberechtigung von Mann und Frau, die im Grundgesetz verankert ist. Mitte der 1990er wurde der Passus erweitert, weil man festgestellt hat, dass die formale Gleichberechtigung in vielen Bereichen keine reale Gleichberechtigung ist. Neu hinzugekommen ist deshalb ein wichtiger Aspekt, nämlich dass der Staat auch für die Durchsetzung dieser Gleichberechtigung Verantwortung trägt. Das ist in Bezug auf Migration und Rassismuserfahrungen genauso. Man kann nicht sagen, ihr seid jetzt formal gleichgestellt, und dann ist gut.

Woran scheitert eine Änderung des Wahlrechts denn aus Ihrer Sicht schon seit so langer Zeit?

Den letzten Versuch eine Reform auf Landesebene durchzusetzen, gab es in der letzten Legislatur, als SPD und CDU regiert haben. Da haben die Grünen und die Linken im Abgeorndetenhaus versucht, das Landeswahlrecht zu ändern und sind gescheitert, weil das in Bundeszuständigkeit fällt. Das Bundesverfassungsgericht hat damals gesagt, dass deutsch und wahlberechtigt ist, wer eben deutscher Herkunft ist.

Es wurde aber auch ausdrücklich gesagt, dass das Konzept der Staatsbürgerschaft auf einem gesellschaftlichen Verständnis beruht, das sich auch ändern kann. Diese Entscheidung ist jetzt 30 Jahre her. Eigentlich bräuchte es eine Initiative auf Bundesebene, die sagt, wir wollen den Begriff des Deutschseins von "Volk" zu "Bevölkerung" ändern und ihn davon abhängig machen, ob jemand seinen Lebensmittelpunkt in Deutschland hat.

Was glauben Sie, wie sich die Zusammensetzung im Abgeordnetenhaus ändern würde, wenn auch Bürgerinnen und Bürger ohne deutsche Staatsangehörigkeit wählen dürften?

Ich würde hoffen, dass der Zulauf zu rassistischen Parteien prozentual weniger wird, wenn man tatsächlich die Stadtgesellschaft wählen lässt und nicht nur einen Ausschnitt der Stadtgesellschaft. Die Stimmen der AfD würden sich also möglicherweise verringern, weil Leute, die von Ausschluss betroffen sind, hoffentlich nicht ihr Kreuz bei der AfD machen würden.

Vielleicht würde es aber auch noch eine andere Erkenntnis geben. Nämlich dass in den Bezirksverwaltungen, der Senatsverwaltung, der BVG, den Anstalten und Stiftungen des Landes Berlin, den Wohnungsbauunternehmen eine Entwicklung nachgeholt werden muss. Nei all diesen Arbeitgebern herrscht eine völlig ungleiche Repräsentation der Stadtgesellschaft. Wünschenswert wäre eine Einsicht, dass man daran etwas ändern müsste.

Es gibt ja überhaupt keinen Grund anzunehmen, dass Leute mit Migrationshintergrund nicht in den öffentlichen Dienst wollen. Und dass sie relativ gut bezahlte, unbefristete Stellen ablehnen würden. Sondern es gibt offenbar Mechanismen, dass Menschen dort herausgehalten werden.

Welches sind für nicht-deutsche Berliner aus Ihrer Sicht die wichtigsten politischen Anliegen?

Das eine wäre genau dieser Punkt, also eine Repräsentation im öffentlichen Dienst, die dem Bevölkerungsanteil ungefähr entspricht. Im Grunde müsste die Repräsentation bei allen Arbeitgebern verbessert werden, bei denen das Land Berlin Eigentümer oder zumindest Mehrheitseigentümer ist. Die Belegschaft könnte dort zumindest so verändert werden, dass die Stadtgesellschaft sich da wiederspiegelt. Es wäre ja kein Problem zu sagen, man möchte, dass die Bevölkerung von Berlin in den Berliner Institutionen vorkommt.

Außerdem müsste das Bildungssystem inklusiv sein und die Lebensrealität aller Berlinerinnen und Berliner abbilden. Das Schulgesetz ist vor zwei Legislaturperioden reformiert worden und darin steht immer noch, dass die Grundlagen unserer Zivilisation die griechische Antike und das Christentum sind. Man könnte ein Schulgesetz machen, in dem steht, dass ganz viele verschiedene Religionen und Weltanschauungen in dieser Stadt repräsentiert sind, die alle einen Einfluss haben auf die Berliner Kultur.

Herr Yilmaz-Günay, vielen Dank für das Gesrpäch!

Das Interview führte Roberto Jurkschat.

Sendung: Inforadio, 14.07.2021, 7 Uhr

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64 Kommentare

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  1. 64.

    >"Die Frage ist also weniger: Dürfen Ausländer in Deutschland wählen?"
    Doch doch, die Frage ist schon so gestellt in diesem Artikel.

    >"sondern: Wollen wir Ausländer in Deutschland dulden (Gastarbeiter)oder wollen wir, dass Sie mit Ihrer Kulter dauerhaft ein Teil von Deutschland werden?"
    Wo ist das Problem? Asyl suchende und EU Bürger dürfen hier leben und unsere Kultur auch bereichern. Für Asyl gibt es in jedem Land Bedingungen, die auch geprüft werden. Wenn sie ein Teil von Deutschland geworden sind durch die Staatsbürgerschaft, dann dürfen sie auch wählen.

  2. 63.

    Das stimmt.
    Ich selbst komme aus den USA und ließ mich seit 2006 einbürgern, dafür müsste ich die Andere aufgeben, weil ich teilhaben wollte an der Wahl, deswegen habe ich wenig Mitleid mit anderen die z.B. hier groß wurde oder gar hier geboren sind und nicht die Möglichkeit ergreift sich dagegen zu wehren, indem man sich einbürgern ließt.
    Zwar beherrsche ich nicht die deutsche Sprache aber täglich ich arbeite dran. So wird man weniger manipulierbar.

  3. 62.

    Das ist ja wieder mal typisch,nur das beste aus zwei Staatsbürgerschaften nutzen wollen. Deutschland verändern und gleichzeitig Erdogan wählen. Widerlich . Nimmt die deutsche Staatsangehörigkeit an und nimmt Verantwortung

  4. 61.

    Wer sich seinen Lebensmittelpunkt hier aussucht,kann mit den Wahlentscheidungen der Bevölkerung ja nicht ganz so unzufrieden sein.

  5. 60.

    "oder Bundeswahlen usw teilnehmen will, muss zwingend den Lebensmittelpunkt in Deutschland ... haben"

    Der Ex-Sportler, der sein Lebensmittelpunkt in Monaco hat; die Politikerin, die in der Schweiz; der Rentner, der im warmen Spanien - die dürfen auch wählen. Nur der in Berlin geborene, aufgewachsene und leben/arbeitende Türke, Italiener, Libanese oder was weiß ich - der nicht.

  6. 59.

    Wer ist denn " Wir " nun genau und was verbirgt sich dahinter ? Ist es z.B. Joschka Fischer und seine Weltanschauung ?
    „Deutschland muss von außen eingelegt und von innen durch Zustrom heterogenisiert, quasi verdünnt werden.“
    “Es geht nicht um Recht oder Unrecht in der Einwanderungsdebatte, uns geht es zuerst um die Zurückdrängung des deutschen Bevölkerungsanteils in diesem Land.”

  7. 58.

    Deutsche Staatsbürger sollten Menschen sein, die sich für das deutsche Gemeinwohl einsetzen und sich mit der Nation identifizieren, auch kulturell. Diese haben normalerweise auch das Wahlrecht. Wer sich politisch oder gemeinnützig einbringen möchte, kann das gerne auch ohne Wahlrecht. Rechte sind allerdings (so lernte ich es noch) immer auch mit Pflichten verbunden. Sich nur Rechte rauszupicken, wie es diese Verbände für ihr Klientel gerne tun, ist politisch motiviert und soll bestimmten Parteien Wähler bringen, gerne auch nach vorheriger Beratung.

  8. 57.

    Sie fordern es also einfach. Alles Klar. Wenn die Mehrheit der Deutschen eine solche unverschämte Forderung ablehnt spielt das wohl auch keine Rolle für Sie. Sowas sagt mir schon alles über ihr Verständnis von Demokratie. Machen Sie nur weiter so die AfD freut sicher immer über solche Helfer.

  9. 56.

    Was meinen Sie mit "Kulter" Kopftuchzwang und Benachteiligung von Frauen ? Da Sie schrieben "Sie mit Ihrer Kulter dauerhaft ein Teil von Deutschland werden?"

  10. 55.

    Hauptfrage des Artikel und der Diskussion ist, ob und in welchem Maße Menschen ohne deutschen Pass in Deutschland wählen dürfen sollen. Die von Ihnen konstruierte Frage "Gastarbeiter versus kulturelle Integration" hat damit allenfalls am Rande zu tun und liegt auf dem Stand der 80er Jahre: Nur eine Minderheit stellt 2021 noch in Frage, dass ein Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher kultureller Hintergründe in Deutschland erstrebenswert ist. Und nur dieselbe Minderheit will nicht, dass Menschen unter ausreichenden Voraussetzungen deutsche Staatsbürger werden. - Das Wahlrecht ist jedoch ein extrem hohes Gut der Menschheit. Deshalb ist es nur logisch, dass es gebunden ist an einen festen und klaren Bezug zu seinem jeweiligen räumlichen Wirkungsbereich. Ein klarer solcher Bezug ist Staatsbürgerschaft. Wir können darüber reden, ob es einfacher werden muss, sie zu bekommen. Und/oder ob es formal belastbare Alternativen gibt. Aber "einfach so mal wählen" verhöhnt die Demokratie.

  11. 53.

    Dann lassen Sie sich doch einbürgern und gut ist. Oder geht Ihnen dann die politische Einflussnahme in der Schweiz verloren, die Sie im Urlaub oder am Wochenende aufsuchen, wenn dort abgestimmt wird?! Man muss sich schon entscheiden. Alles andere ist opportunistisch.

  12. 52.

    "Überall dort wo Kulturen aufeinander treffen, gibt es Fortschritt..."
    Von der europäischen Kultur "schwärmen" - falls sie sie überlebt haben - bis heute noch die indigenen Völker Süd, - Mittel und Nordamerikas!
    Es gibt Staaten, wie Japan, die noch heute einen Großteil ihrer kulturellen Traditionen bewahren, sich anderen verweigern und strenge Migrationsregeln haben - und trotzdem erfolgreich sind (O.K., der Anstoß kam Mitte des 19.Jh. von den USA).
    Dass immer wieder europäisch geprägte Einwanderungsgruppen als kulturell bereicherndes Argument angeführt werden, ist zwar richtig, aber nicht als Vergleichskriterium für die Gegenwart handhabbar, mit einer eher türkisch-arabisch geprägten Migrationsgesellschaft, teilweise! mit problematischen archaischen Werten (Verhältnis von Religion und Staat, Rolle der Frau,...).
    Noch nie hatten Menschen mit Migrationsgeschichte in Deutschland so große Möglichkeiten, gefordert wird von den vermeintlichen Interessenvertretern aber immer nur vom deutschen Staat und der deutschen Gesellschaft, nie von ihrer eigenen Community!

  13. 51.

    Ich glaube, dass selbst der Geschäftsführer die Aufgaben seines Migrationsbeirates nicht dezidiert genug kennt. Wie der MBR funktioniert, wird in den Kursbüchern DaZ beschrieben - in einfacher Sprache. Wer behauptet, die Migranten haben kaum oder keine Rechte, ist echt sehr oberflächlich! Dem ist zu empfehlen, in der Mediathek ZDF sich eine kürzl. gesendete Diskussion von Herrn de Maiziere einer 20jähr. Deutschen (deutscher Nationalität und Staatsbürgerschaft)bei Lanz anzusehen, in der sich der Politiker glasklar äußerte, "was Phase" ist. Von einem Volljuristen wäre auch ein "Eiern" wie hier, nicht zu erwarten gewesen. Das war knackig kurz und top! Und das gilt auch, wenn man nichtdeutsche Wurzeln hat. Es steht jedem frei, die dt. Staatsbürgerschaft anzunehmen, wenn man das denn will! Nur sieht es dann konkret doch nicht danach aus. Noch ganz frisch ist meine Erfahtung, dass das Erlernen der Verkehrssprache Deutsch nicht auf Rang 1 der Agenda steht. Es gibt nichts auf`m Silbertablett!

  14. 50.

    Geht doch - aber um das Quäntchen, das Wahlrecht zu erhalten, musste halt Staatsbürger des entsprechenden Landes werden - oder wie fändeste unpopuläre Entscheidungen in der Schweiz, bei denen Nichtschweizer die Einheimische Antimeinung übertreffen würde? Bestimmt ganz toll - wetten?

  15. 49.

    Auf unterer kommunaler Ebene wäre ein Wahlrecht ohne Staatsbürgerschaft durchaus vorstellbar, da es eher um Vor-Ort-Interessen geht. Wahlrecht auf höheren Ebenen ist nur mit der deutschen Staatsbürgerschaft sinnvoll, da es hier um substitutionelle politische Entscheidungen geht, die das Land und die Sozialpolitik entscheidend beeinflussen. Wer also an Landkreis-Landes oder Bundeswahlen usw teilnehmen will, muss zwingend den Lebensmittelpunkt in Deutschland und die deutsche Staatsbürgerschaft haben. Es sollte aber unterbunden werden, dass Leute, die hier leben, in anderen Ländern wählen dürfen. Das ist irgendwie schräg. Nichts gegen unsere ausländischen Mitbürger. Aber wenn sie hier ihren lebensmittelpunkt haben, dann sollten sie auch nur hier ihren politischen Einfluss nehmen und nicht zum Beispiel für die türkischen Wahlen oder so abstimmen. Wer nur temporär (zum Beispiel Studium) für kurze Zeit seinen Wohnsitz in Deutschland hat, ist natürlich ausgenommen.

  16. 48.

    Zwar haben nur in sehr wenigen Ländern dort lebende Ausländer ein Wahlrecht. Allerdings gibt es in vielen Ländern auch weniger Ausländer, da z.Bsp. das uneingeschränkte Geburtsortprinzip gilt (Wenn ein Kind in den USA geboren wird, kriegt es einen US-Pass) oder Einwanderer stark zur Einbürgerung ermutigt werden (Bsp. Kanada). Hierzulande werden hingegen in Deutschland geborene und aufgewachsene Grundschulkinder nach Georgien abgeschoben, weil sie nicht deutsch sind. Jetzt leben sie in einem Land, in dem Sie noch nie waren und dessen Sprache sie nicht sprechen (aktuelle Fälle aus Sachsen). Die Frage ist also weniger: Dürfen Ausländer in Deutschland wählen? sondern: Wollen wir Ausländer in Deutschland dulden (Gastarbeiter)oder wollen wir, dass Sie mit Ihrer Kulter dauerhaft ein Teil von Deutschland werden?

  17. 47.

    Nur weil in vielen anderen Ländern das Wahlrecht an die Staatsbürgerschaft gekoppelt ist, muss es doch nicht bedeuten das es hier auch so bleiben muss.
    Ich Stimme Yilmaz-Günay in allen Punkten zu und fordere eine sofortige Umsetzung.
    Wir können den Erfolg dann ja auch mit viel Kartoffelsalat feiern.

  18. 46.

    Wer jahrelang in Deutschland lebt und die Sprache auf B1 Niveau beherrscht, kann die deutsche Staatsbürgerschaft erwerden. Oder irre ich? Wenn nicht, stellt sich die Frage, ob jemand das überhaupt will oder unsere Sprache spricht. Wenn jemand nicht ausreichend deutsch beherrscht, haben Manipulierer freie Bahn.

  19. 45.

    Wer bei uns Wahlrecht hat, könnte zB die Wiedereinführung der Wehrpflicht herbeiwählen, ohne selbst davon betroffen zu sein. Wahlrecht ohne die zugehörigen staatsbürgerlichen Pflichten ist ungerecht, lädt zu Missbrauch ein und erzeugt soziale Spannungen.

  20. 44.

    Wahlrecht ist aus guten Gründen an die Staatsangehörigkeit gebunden. Wer hier dauerhaft leben will, ist herzlich eingeladen, sich einbürgern zu lassen.

  21. 43.

    Das Wahlrecht ist und bleibt hoffentlich eines der wichtigsten staatsbürgerlichen Rechte. Es ist kein Recht von Einwohnern oder Steuerzahlern. Als Staatsbürger hat man auch Pflichten und nur wer bereit ist diese auch zu erfüllen, kann auch alle Rechte für sich beanspruchen. Es kann jeder der dieses Land mag und sich ihm verbunden fühlt, gerne die deutsche Staatsangehörigkeit beantragen und dann auch alle Rechte und Pflichten wahrnehmen. Wer aber unsere Sprache, unsere Kultur, unsere Gesellschaft usw offensichtlich ablehnt, stattdessen aber beispielsweise für Erdogan auf die Straße geht, wer sich nur die Rosinen und das Sahnehäubchen der Gesellschaft nehmen möchte und sonst lieber unter seinesgleichen bleibt, der sollte meines Erachtens besser nicht bestimmen können wer oder was hier gewählt wird.

  22. 41.

    "Hoffentlich werden jetzt hier Veränderungen angegangen bevor es zu spät ist und die Karawane weiterzieht. Zumindest kenne ich viele, die seit einigen Jahren bereits vorsichtshalber ihren Zweitwohnsitz in anderen Ländern auf der Erde einrichten."
    Ich war während meiner Jahre in England auch nicht wahlberechtigt obwohl ich dort meine Arbeit und meinen Lebensmittelpunkt hatte. Und selbstverständlich musste ich im Job ,bei Behörden etc. die Landessprache beherrschen.Ich hatte mir diesen neuen Lebensmittelpunkt selbst ausgesucht und fühlte mich nicht ausgegrenzt,denn ich wollte Teil dieser Gesellschaft sein und habe mich eingefügt. Ich kenne auch kein Land ,in dem man ohne die dortige Staatsangehörigkeit zu haben,wählen kann. Ich habe in meiner damaligen neuen Heimat nicht erwartet,dass man sich dort auf mich einstellt- umgekehrt wird ein Schuh draus. Indem man sich integriert muss man sich ja nicht aufgeben,man darf aber auch keine Extrawürste erwarten.

  23. 39.

    Dann dürfen EU-Bürger in Deutschland nicht auf kommunaler Ebene wählen und gewählt werden, ohne Deutsche zu sein? Das wäre mir neu. Neu wäre mir auch, dass Neuseeland, Chile, Uruguay, Brasilien, Malawi, Argentinien und andere Länder keine Staaten seien, weil dort Ausländer wählen dürfen.

  24. 38.

    Sie haben es auf den Punkt gebracht. Deutschland ist bereits Vorbild und wendet enorme Energie für die Integration auf, als wäre es eine ausschließliche Bringschuld des Gastlandes. Allein die erbrachte Leistung muss über den Zugang zu Ämtern und Arbeitsplätzen im öffentlichen Dienst entscheiden. Der Zugang zur Bildung steht in Deutschland jedem frei, der diese möchte. Und dies nicht nur in der Schule, sondern auch später im Rahmen von weiteren Qualifizierungsstufen. Ich kenne einen jungen Mann aus dem Ausland ohne vorherige Deutschkenntnisse, der nach nur drei Jahren in Deutschland sein Abitur abgelegt hat und nun studiert. Geht doch, wenn man will.

  25. 37.

    Die Forderungen von Herrn Koray Yilmaz-Günay sind eine Unverschämtheit und helfen nur der AfD.

  26. 36.

    Da bin ich ganz Ihrer Meinung, solange ich keine Deutsche Staatsbürgerschaft habe, kann und darf ich nicht Wählen. So ist das Weltweit.

  27. 35.

    Ich bezahle pro Jahr viele Tausend Euro Steuern in dieser Stadt und kann trotzdem nicht wählen. Die Steuern bezahle ich gerne, denn ich komme aus einem Land, in dem ich gelernt habe, Bürger zu sein und nicht Untertan. Das Land heißt Schweiz. Und es gibt dort tatsächlich in gewissen Kantonen das sogenannte Ausländerstimmrecht, wenn auch noch in viel zu wenigen. Als Bürger bin ich Teil des Staates. Und wenn ich will, dass der Staat funktioniert, dann muss ich, wie alle andern, dazu beitragen. Dass man nun an einem Ort lebt, seit vielen Jahren, sich an Regeln und Gesetze der jeweiligen Gesellschaft hält, die Strukturen, die diese Gesellschaft zusammenhalten sollen, mitfinanziert, aber nicht zu der Gesellschaft beitragen kann, ist in Berlin, in Deutschland und genauso in vielen andern Ländern dieser Welt, zutiefst antidemokratisch. Demokratieförderung heisst Partizipationsförderung. Und das heisst: Möglichkeiten zur Übernahme von Verantwortung und Mitgestaltung der Gesellschaft erschaffen.

  28. 34.

    Andersrum wurde genoergelt als der tuerkische Staat hier Wahlen in Berlin vornehmen liess, jeder hat doch auch die moeglichkeit, wenn er will und er die Gesetze und Gegebenheiten der BRD anerkennen will, die Staatsangehörigkeit anzunehmen. Dauert nur etwas und ist mit Hürden verbunden.

  29. 33.

    Leider stellt Hr Jurkschat dem Hrn Yilmaz-Günay NICHT die ganz simple - und für neutralen Journalismus eigentlich zwingende - Frage, warum jene Menschen, für die er hier sprechen will, keine Deutschen werden. Dann wäre doch alles ganz einfach: Die Staatsbürgerschaft wäre ein klares Bekenntnis zum Lebensmittelpunkt in Deutschland. Vermutlich könnte man dann zwar nicht mehr dort wählen, wo man nicht mehr wohnt. Na und? - Mein Eindruck aus fünf Lebensjahrzehnten in Deutschland ist eher ein anderer: Ein nennenswerter Teil der Migranten will nicht klar und ohne Wenn & Aber sagen, dass Berlin ihr Lebensmittelpunkt ist. - Hr Yilmaz-Günay beklagt, Migranten würden Parteien und Berufsverbände als geschlossen empfinden? Kann ich nicht nachvollziehen: Solche und ähnliche Organisationen, in denen ich bisher tätig war, waren immer ausdrücklich offen für Menschen aller Herkunften. Leider aber hat das immer nur einen Bruchteil der Leute ohne deutschen Pass interessiert.

  30. 32.

    "Den Einfluss der verschiedenen Kulturen sehe ich jeden Tag, nicht jeder ist unbedingt von Vorteil."

    So? Ich sehe den Einfluss der verschiedenen Kulturen auch jeden Tag. Ohne Hugenotten, böhmische Siedler, Rheinländer, Niederländer uvm. wäre das hier nämlich immer noch eine Wüste, sprich die märkische Streusandbüchse.

    Überall dort wo Kulturen aufeinandertreffen gibt es Fortschritt, wo nicht Stillstand und Niedergang. Seit Jahrtausenden.

  31. 31.

    Tja, und die abgefragten Basic stoßen Herrn Yilmaz-Günay schon sauer auf, weil in denen auch im Schulgesetz abgehoben wird. Das Doppelgebot der Liebe, wie es Jesus predigte, ist ein Grundbaustein für das gesellschaftliche Zusammenleben. wie auch unser Demkratieverständnis ein anderes ist als er es akzeptieren möchte.

  32. 29.

    Politische Teilhabe ist für mich nicht nur das Recht wählen zu dürfen, sondern erfordert auch, sich selbst für das Gemeinwohl einzubringen. Da stellt sich mir natürlich auch die Frage, was für viele hier Lebende dagegenspricht, sich für die deutsche Staatsangehörigkeit zu entscheiden und damit vollumfänglich mit allen Rechten und Pflichten am öffentlichen Leben teilzunehmen. Andererseits ist es aber wahr, dass Wahlergebnisse bisher nicht die Meinung aller im Land lebenden Bürger wiedergeben. Eine Orientierung an anderen Ländern ist kaum möglich. Zwar können Ausländer tatsächlich in einigen Ländern wählen, aber meist auch nur mit Einschränkungen. Ich könnte mir zum Beispiel eine Beschränkung auf Regionalwahlen und Volksentscheide vorstellen.

  33. 28.

    Es gibt tatsächlich Länder, in denen auch Ausländer wählen dürfen. Allerdings nicht uneingeschränkt. "Etwa 52 Länder weltweit erlauben legal im Lande lebenden Ausländerinnen und Ausländern generell die Wahlbeteiligung, zumeist allerdings nicht auf nationaler Ebene, sondern nur bei Kommunal-, Bezirks- oder Provinzwahlen. Nur in vier Staaten auf der Erde, davon zwei in Lateinamerika, ist Ausländern auch die Beteiligung an nationalen Wahlen grundsätzlich – also nicht nur auf Gegenseitigkeit und nicht beschränkt auf bestimmte Nationalitäten – gestattet: Chile, Uruguay, Neuseeland, Malawi." https://de.wikipedia.org/wiki/Ausl%C3%A4nderstimm-_und_-wahlrecht#:~:text=Die%20gro%C3%9Fe%20Mehrheit%20der%20Staaten,zur%20Beteiligung%20an%20Wahlen%20verbunden.

  34. 27.

    > "Bei Apartheid und Rassismus wurde jahrzehntelang immer auf andere Länder gezeigt."
    Wenn ein Bürger eines Staates (Staatsbürger) einige Rechte mehr hat als ein Gast in diesem Land, dann ist das kein Rassismus oder Apartheit! Das ist normale Gesetzgebung in jedem Land.
    > "...und die Karawane weiterzieht. Zumindest kenne ich viele, die seit einigen Jahren bereits vorsichtshalber ihren Zweitwohnsitz in anderen Ländern auf der Erde einrichten."
    Bitte schön, gerne doch. Wohin zieht die Karavane denn? In ein besseres Land, in dem alles rosarot und watteweich ist?

  35. 26.

    @Bärlin.

    Es geht um diejenigen, die in DEUTSCHLAND geboren sind.

    Wer weiß, was alles dranhängen, wenn man die andere Staatsbürgerschaft ablegt. Bis vor etwa 20 Jahren war es in der Türkei das Erbrecjt, das dem entgegenstand. Türken, die ihre Staatsbürgerschaft abgelegt haben, durften bis in die 90er Jahre hinein kein Erbe antreten.

    Außerdem ist das Staatsbürverschaftsverfahren nichts, das man mal so erledigt. Vielleicht sind sie Eltern mal geflogen. Und um die deutsche Staatsbürgerschaft zu bekommen, muss die andere abgelegt werden (außer EU oder Schengen-Staat). Und dafür muss man in die Botschaft seines Heimatlandes gehen, um dort seine Sachen einzureichen.

    Da ich selbst Unterlagen für solche Verfahren übersetze, kenne ich das Verfahren zumindest teilweise.

    Und in einigen Botschaften soll es nicht gerade "fein" zugehen, wenn man dort auf einer Liste steht (siehe Türkei).

  36. 25.

    "790.000 nicht-deutsche Berliner:innen haben bei der Bundestagswahl, der Berlin-Wahl und beim Volksentscheid keine Stimme." Lieber RBB, da sie das ja auch im anderen Artikel, der sich um dieses Thema gedreht hat munter vermengt haben die Nachfrage: sind diese "790.000 nicht-deutsche Berliner:innen" alle volljährig, oder sind da auch wieder Kinder mit dabei die eh nicht wählen können?

  37. 24.

    Die Argumente in vielen Kommentaren erinnern mich an den Politikerspruch "Cannabis ist verboten, weil es illegal ist."

    Ich finde es zumindest überdenkenswert, ob nun das Volk oder die Bevölkerung seine Vertreter wählt bzw. Direkte Demokratie ausübt. Viele leben nun mal hier und manch einer bringt sich jetzt schon in die Zivilgesellschaft ein. Wird aber wiederum von der Teilhabe über Wahlen ausgeschlossen. Wobei ich glaube, dass der Blickwinkel der Berliner noch mal eine andere ist; da wir in einem Stadtstaat leben.

  38. 23.

    @RudyL.

    Den Staatsbürgetschaftstest sollten Sie mal den Deutscjen selbst mal vorlegen. Ich glaube, dann müsste so manchem die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen werden (was aber nicht geht, wenn man keine andere Staatsbürgerschaft hat).

  39. 22.

    Das Wahlrecht für Menschen ohne die deutsche Staatsbürgerschaft und mit hiesigem Wohnsitz (egal wie lange schon) gab es bereits in der DDR. Es ist schade, dass dies eines der vielen Dinge ist, welche im sog. Einigungsvertrag nicht übernommen worden. Eine entsprechende progressive Wahlrechtsänderung ist daher längst überfällig!

  40. 21.

    @KlausBaerbel.

    In Polen hat man als EU-Bürger sehr wohl Wahlrecht, zumindest bei den Wahlen in den unteren Verwaltungsstrukturen. Gleiches gilt auchvfür EU-Bürger in Deutschland. Sie müssen nur entscheiden, ob sie in Deutschland oder in Ihrem Heimatland wählen wollen.

  41. 20.

    "Den Einfluss der verschiedenen Kulturen sehe ich jeden Tag, nicht jeder ist unbedingt von Vorteil."

    So? Ich sehe den Einfluss der verschiedenen Kulturen auch jeden Tag. Ohne Hugenotten, böhmische Siedler, Rheinländer, Niederländer uvm. wäre das hier nämlich immer noch eine Wüste, sprich die märkische Streusandbüchse.

    Überall dort wo Kulturen aufeinandertreffen gibt es Fortschritt, wo nicht Stillstand und Niedergang. Seit Jahrtausenden.

  42. 19.

    Bitte keine auf dem Repräsentationsgedanken beruhende Gesellschaft!
    Staatsbürgerschaft auf Antrag mit Prüfung nach definierten Regeln und als Geburtsrecht.

  43. 18.

    "Oder darf man als Deutscher in der Türkei wählen nur weil man dort lebt?"
    Darf man überhaupt in irgendeinem Land wählen ohne Staatsbürger zu sein?
    Ausnahme ist bei Kommunalwahlen für EU Bürger.

  44. 17.

    Einerseits zeigt das ein Grund-Dilemma der Niederlassungsfreiheit in der EU. Allerdings überwiegen für mich die Fragen der Souveränität unseres Staates. Tatsächlich halte ich den bisherigen Modus Operandi für richtig und Einbürgerung für den Weg der Wahl. Dass dieser nicht ohne Hürden ist, darf als durchaus gewollt angesehen werden, denn sonst können wir das Konstrukt der Nationalstaaten endgültig aufgeben. Was nicht nur Identität rauben würde, sondern die Menschen weltweit endgültig den Kräften des sogenannten freien Marktes aussetzen würde, weil den großen Konzernen dann gar keine Kraft mehr gegenüberstünde.

  45. 16.

    1. Viele haben sich in der Schule angestrengt, eine Ausbildung gemacht und versucht, auf dem Arbeitsmarkt Erfolge zu erzielen.
    Dies gilt sowohl für Deutsche als auch Ausländer.
    2. Warum sollte das Lern-, Erfolgs-, Bewerbungs- und Qualifikationsprinzip auf dem Arbeitsmarkt durch eine Art Zuweisungs- bzw. Abstammungsprinzip ersetzt werden???
    3. Aus Arbeitsplatz-Quoten müssten übrigens diejenigen Menschen herausgerechnet werden, die seit Jahren Transferleistungen beziehen, keine Bildungsabschlüsse besitzen bzw. eine Strafe absitzen, weil sie ja dem Arbeitsmarkt überhaupt nicht zur Verfügung stehen.
    4. Deutschland ist Vorbild bei der Unterstützung von Ausländern und Minderheiten. Es nervt langsam, dass immer wieder das Gegenteil suggeriert werden soll.

  46. 15.

    Ich widerspreche die hier in diesem Bericht geschilderten ,,Mißstände"! Deutschland wäre das erste Land auf der Welt, wo ein Mensch wählen kann, ohne seine Staatsangehörigkeit zu besitzen! Meine Frau ist Russin und sie lebt hier schon sehr lange und kann auf diese Staatsbürgerschaft gerne verzichten, wo sie persönlich auch kein Problem damit hat!

  47. 14.

    ich finde es langsam befremdlich was alles so gefordert wird. Keine Staatsbürgerschaft - kein Wahlrecht !! So ist das nun mal. Die deutschen die in der Türkei dauerhaft leben können dort auch nicht wählen gehen. Außerdem besteht die Gefahr durch Schein und Meldeadressen eine Wahl zu manipulieren.

  48. 13.

    "Witzige" Idee, die hoffentlich nie ansatzweise in Betracht gezogen wird! NUR die Aufenthaltsdauer in einem Land ist ein lächerlich dünnes Kriterium und kann nicht Ernst gemeint sein.
    Der Einbürgerung als Voraussetzung zum Wählen steht nicht umsonst ein Einbürgerungstest vor, der einige Basics abfragt. Wie wäre es wenigstens damit?

    Die Forderung und den Tenor des Interviews finde ich vor diesem Hintergrund vor allem dreist/provokant.

  49. 12.

    Frage an rbb24: gibt es auf der Welt überhaupt ein Land wo man ohne Staatsbürgerschaft das Wahlrecht hat?
    Und damit meine ich nicht das Kommunalwahlrecht für EU Bürger.
    Danke

  50. 11.

    Deutsche Staatsbürgerschaft = Wahlrecht
    Dies gilt in jedem anderen Land der Welt auch !
    Oder darf man als Deutscher in der Türkei wählen nur weil man dort lebt?

  51. 10.

    Hätte es nicht besser formulieren können.
    Was bleibt denn noch von der Staatsbürgerschaft, wenn wir das Wahlrecht davon abkoppeln?

  52. 9.

    Wer wählt, kann mit seiner Stimme die Verfassung ändern, und die Verfassung ändern ohne die Staatsbürgerschaft zu haben geht halt nicht. Wer wählen will soll sich regulär einbürgern lassen. Und einfach jetzt jemand wählen zu lassen um missliebige Parteien fern zu halten ist nicht demokratisch.

  53. 8.

    Ich widerspreche der hier dargestellten Auffassung ausdrücklich, denn jeder kann sich entscheiden die deutsche Staatsbürgerschaft zu beantragen und somit wählen zu können. Es ist in Deutschland leider nicht mehr üblich die Konsequenzen aus einer persönlichen Handlung hinzunehmen. In der Türkei oder Polen darf ich mit einer deutschen Staatsbürgerschaft auch nicht wählen. Zuerst muss man den hier aufgewachsenen Menschen fragen, warum sie sich für einen andere Staatsbürgerschaft entschieden haben. Man kann sich nicht nur die Vorteile aussuchen.

  54. 7.

    Den Einfluss der verschiedenen Kulturen sehe ich jeden Tag, nicht jeder Einfluss ist unbedingt gut. Als Beispiel sei mal genannt die Ansichten von Ehre oder Männlichkeit. Aber gut, darum ging es ihr ja nicht. Die Frage nach dem Wahlrecht erklärt sich eigentlich automatisch, wer die deutsche Staatsbürgerschaft nicht hat kann halt nicht wählen. Ich kann trotzdem einer Partei beitreten, ohne deutsche Staatsbürgerschaft. Das Thema von der Vielfalt in den öffentlichen Behörden ist nicht neu, wer die Qualifikation erfüllt kann sich dort bewerben und sollte auch genommen werden. Quoten sind nie gut, das riecht dann immer oder man sagt es hat einen gewissen Beigeschmack. Es würde dann immer heißen dass derjenige oder diejenige die Stellen nur bekommen hat eben wegen dieser Quote. Also bitte davon Abstand nehmen.

  55. 6.

    Wer auf Dauer eine räumliche Veränderung des Lebensmittelpunktes in ein anderes Land vollzieht und entsprechend einen Gast- oder Flüchtlingsstatus aufgeben möchte, sollte dann auch die Staatsbürgerschaft mit allen Rechten und Pflichten anstreben, die im Zielland geltenden Grundrechte und Werte anerkennen und respektieren und die Muttersprache des neuen Landes beherrschen. Als Gast oder Flüchtling in einem Land kann ich nirgendwo auf der Welt etwas politisch mitbestimmen. Diese Weichspülerei und es jeder, jedem oder sonstigen Recht machen zu wollen, geht mir gehörig auf den Geist.

  56. 5.

    Den Einfluss der verschiedenen Kulturen sehe ich jeden Tag, nicht jeder ist unbedingt von Vorteil. Und dass Menschen die keine deutsche Staatsbürgerschaft haben nicht wählen dürfen halte ich für richtig, dann erst wenn man sich zu diesem Land bekennen sollte, sollte das Wahlrecht dazu gehören vorher nicht. Wenn man sich für dieses Land auch interessiert kann man auch auf andere Weise Einfluss nehmen.

  57. 4.

    In welchem Land auf dieser Welt haben Nicht-Staatsbürger ein Wahlrecht? Eben.

    Ich bin durchaus für die Aufnahme von Flüchtlingen. Aber ohne Staatsbürgerschaft kein Wahlrecht. Das ist einfach so.

  58. 3.

    Wir sind 3.7 Millionen Berliner, inklusive Kindern.
    Die Zahl der Wahlberechtigten ist also inhaltlich falsch. Oder gibt es jetzt schon ein Wahlrecht für Neugeborene?
    Mit der Bitte um Korrektur.

  59. 2.

    Danke für das Interview! Gut, wenn die "Betondecke" und die "Betonmauern", die nicht nur Berlin weiterhin teilen, sichtbarer werden. Bei Apartheid und Rassismus wurde jahrzehntelang immer auf andere Länder gezeigt. Hoffentlich werden jetzt hier Veränderungen angegangen bevor es zu spät ist und die Karawane weiterzieht. Zumindest kenne ich viele, die seit einigen Jahren bereits vorsichtshalber ihren Zweitwohnsitz in anderen Ländern auf der Erde einrichten.

  60. 1.

    Keine deutsche Staatsbürgerschaft, kein Wahlrecht. So einfach ist das.

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