Berliner Abgeordnetenhaus - Deutlich mehr Grüne im Landesparlament - aber eine nicht

Monika Herrmann nach der Abgeordnetenwahl von 26.09.2021. (Quelle: rbb)
Video: Abendschau | 28.09.2021 | Sabrina Wendling, Tobias Schmutzler | Bild: rbb

147 Abgeordnete werden Berlins neuem Landesparlament angehören. Das Abgeordnetenhaus wird damit kleiner als das aktuelle. Erneut sind darin sechs Parteien vertreten. Eine prominente Grüne profitierte allerdings nicht vom Erfolg ihrer Partei.

Das Ergebnis der Abgeordnetenhauswahl steht fest: Stärkste Kraft ist die SPD, vor Grünen und CDU, ebenfalls vertreten sind die Linke, die AfD und die FDP. Wie sich aber das Parlament zusammensetzt, ist das Ergebnis genauer Berechnungen von Erst- und Zweistimmen und Ausgleichsmandaten.

Kleiner als das letzte Parlament, größer als die Mindestzahl der Mandate

Das neu gewählte Berliner Abgeordnetenhaus wird kleiner sein als das aktuelle. Dem am Sonntag gewählten Landesparlament werden 147 Abgeordnete angehören, 13 weniger als in der vorangegangenen Legislaturperiode. 78 Abgeordnete mit Direktmandat, 69 Vertreter von den Landeslisten der Parteien.

Auf die SPD entfallen demnach 36 Sitze (davon 26 Direktmandate), auf die Grünen 32 (23) und auf die CDU 30 (21). Die Linke kommt auf 24 Sitze (6), die AfD auf 13 (2) und die FDP auf 12 Sitze (keine Direktmandate).

Regulär umfasst das Abgeordnetenhaus laut Verfassung mindestens 130 Sitze. Die nunmehr höhere Zahl ergibt sich aus Überhang- und Ausgleichsmandaten. Wenn eine Partei mehr Direktmandate holt, als ihr laut Zweitstimmenergebnis zustehen würden (Überhang), erhalten die anderen Parteien dafür ebenfalls zusätzliche Mandate (Ausgleich). Auf diese Weise wird das für die Mehrheitsverhältnisse im Parlament ausschlaggebende Zweitstimmenergebnis korrekt abgebildet.

AfD verliert fast die Hälfte ihrer Sitze

Zwar ist die SPD mit ihrer Mehrheit die Gewinnerin der Wahl, doch fiel für die Partei der Stimmenanteil ein wenig geringer aus als 2016 - und zwar minus 0,1 Prozentpunkte. Am deutlichsten zulegen - im Vergleich zu den Wahlen 2016- konnten die Grünen mit einem Plus von 3,7. Sie haben nun mit 32 Sitzen fünf mehr als bisher. Ebenfalls zulegen konnte die FDP mit 0,5 Prozent. Trotz der geringeren Zahl an Abgeordneten entsenden die Liberalen darum auch erneut zwölf Abgeorndete ins Landesparlament. Die Linken sind mit 24 Abgeordneten vertreten und geben drei Sitze ab (minus 1,6 Prozent). Die CDU ist mit 30 statt bisher 31 Parlamentariern vertreten und konnte beim Stimmenanteil um 0,4 Prozent leicht zulegen. Die AfD dagegen ist mit einem Minus von 6,2 Prozent klarer Verlierer: 13 statt bislang 25 Abgeordnete vertreten die Partei künftig im Abgeordnetenhaus.

Hochburg der Union im Nordwesten, meiste Linke-Direktmandate in Lichtenberg

Namentlich fest stehen mit der Auszählung die Abgeordneten, die direkt in ihren Wahlkreisen mit ihrer Erststimme gewählt wurden.

In keinem Berliner Bezirk gingen dabei alle Wahlkreise und damit alle direkt zu vergebenen Sitze an eine Partei, allerdings haben bestimmte Parteien in bestimmten Bezirken Hochburgen: Fünf Grüne gewannen fast alle der insgesamt zu vergebenen sechs Direktmandate in Friedrichshain-Kreuzberg, hinzu kommen bei den Grünen weitere Hochburgen: fünf der sieben Direktmandate in Mitte, fünf der sechs in Kreuzberg und fünf der neun in Pankow.

Hochburgen der SPD sind Neukölln, mit vier von sechs gewonnen Direktmandaten im Bezirk, Treptow-Köpenick mit fünf von sechs und Spandau mit drei von fünf. Die CDU konzentriert eine Mehrheit der Wählerschaft in vier von sechs Reinickendorfer Wahlkreisen. Die Linke hat eine besonders starke Wählerschaft in Lichtenberg, wo sie drei von sechs Direktmandaten holte, und die AfD ist besonders populär in Marzahn-Hellersdorf, wo sie zwei der zu vergebenden sechs direkten Sitze auf sich verbucht.

Die knappsten Entscheidungen: Lichtenberg und Charlottenburg-Wilmersdorf

Auch wenn Franziska Giffey (SPD) mit einem deutlichen Stimmenvorsprung in ihrem Wahlkreis (Neukölln 6) das Direktmandat erhielt (40,8 Prozent der Erststimmen), konnte sie nicht mit dem besten Ergebnis der Kandidaten glänzen: Mit jeweils 41,3 Prozent konnten die Grüne Katrin Schmidberger (Friedrichshain-Kreuzberg 1) und der Grüne Andreas Otto (Pankow 6) ihre Direktmandate mit einem noch deutlicheren Stimmenanteil erringen.

Die knappsten Einscheidungen fielen im Wahlkreis Charlottenburg-Wilmersdorf 6, wo die SPD-Kandidatin Franziska Becker (26,5 Prozent) sich nur mit wenigen Stimmen Vorsprung gegen den Grünen-Direktkandidaten Alexander Kaas Elias (26,5) durchsetzte.

Ähnlich knapp war die Entscheidung im Wahlkreis Lichtenberg 2, wo Linken-Kandidat Robert Scheider dem CDU-Kandidaten Martin Pätzold nur mit 0,3 Prozentpunkte unterlag, und damit ebenso knapp wie im Wahlkreis Reinickendorf 2 Emine Demirbüken-Wegner dem SPD-Kandidat Stroeder: Auch hier waren es nur 0,3 Prozentpunkte.

Lederer über den Umweg Landesliste im Parlament, Herrmann draußen

Prominentester Verlierer in seinem Wahlkreis war Kultursenator Klaus Lederer (Linke). Er unterlag in "Pankow 3" Grünen-Kandidatin Oda Hassepass knapp mit 0,1 Prozentpunkten (23,7 vs. 23,8). Allerdings zieht Lederer über die Landesliste seiner Partei ins Parlament ein.

Folgenreicher dagegen ist eine weitere Niederlage: Die Grünen-Bürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, Monika Herrmann, unterlag in ihrem Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg 4 dem Linken-Kandidaten Damiano Valgolio mit 0,9 Prozentpunkten Unterschied (23,8 vs. 24,7) im Kampf um das Direktmandat. Anders als Lederer hatte Herrmann nur einen hinteren Platz (19) auf der Landesliste ihrer Partei, dieser allerdings reicht für sie nicht, um ins Abgeordnetenhaus einzuziehen.

Für die SPD errangen 26 Bewerberinnen und Bewerber das Direktmandat

Andreas Geisel, SPD (27,1 Prozent im Wahlkreis Lichtenberg 6)

Bettina König, SPD (27,2 Prozent im Wahlkreis Reinickendorf 1)
Jörg Stroedter, SPD (26,7 Prozent im Wahlkreis Reinickendorf 2)

Max Landero Alvarado, SPD (22,1 Prozent im Wahlkreis Mitte 2)
Mathias Schulz, SPD (25,6 Prozent im Wahlkreis Mitte 5)

Torsten Hofer, SPD (22,7 Prozent im Wahlkreis Pankow 2)
Dennis Buchner, SPD (24,1 Prozent im Wahlkreis Pankow 4)
Tino Schopf, SPD (27,4 Prozent im Wahlkreis Pankow 9)

Christian Hochgrebe, SPD (27,5 Prozent im Wahlkreis Charlottenburg-Wilmersdorf 1)
Franziska Becker, SPD (26,5 Prozent im Wahlkreis Charlottenburg-Wilmersdorf 6)
Florian Christoph Dörstelmann, SPD (26,2 Prozent im Wahlkreis Charlottenburg-Wilmersdorf 7)

Sebahat Atli, SPD (28,7 Prozent im Wahlkreis Spandau 1)
Raed Saleh, SPD (32,1 Prozent im Wahlkreis Spandau 2)
Derya Çağlar, SPD (27,2 Prozent im Wahlkreis Neukölln 3)
Marcel Hopp, SPD (36,2 Prozent im Wahlkreis Neukölln 4)
Nina Lerch, SPD (30,3 Prozent im Wahlkreis Neukölln 5)
Franziska Giffey, SPD (40,8 Prozent im Wahlkreis Neukölln 6)

Lars Düsterhöft, SPD (31,4 Prozent im Wahlkreis Treptow-Köpenick 2)
Ellen Haußdörfer, SPD (22,9 Prozent im Wahlkreis Treptow-Köpenick 3)
Robert Schaddach, SPD (26,6 Prozent im Wahlkreis Treptow-Köpenick 4)
Tom Schreiber, SPD (26,0 Prozent im Wahlkreis Treptow-Köpenick 5)
Dunja Wolff, SPD (22,0 Prozent im Wahlkreis Treptow-Köpenick 6)

Stephan Machulik, SPD (29,2 Prozent im Wahlkreis Spandau 3)

Matthias Kollatz, SPD (27,9 Prozent im Wahlkreis Steglitz-Zehlendorf 2)

Orkan Özdemir, SPD (32,0 Prozent im Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg 3)
Lars Rauchfuß, SPD (28,0 Prozent im Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg 5)

rbb-fernsehen

Für die Grünen errangen 23 Bewerberinnen und Bewerber das Direktmandat

Silke Gebel, GRÜNE (35,2 Prozent im Wahlkreis Mitte 1)
Jian Omar, GRÜNE (31,9 Prozent im Wahlkreis Mitte 3)
Taylan Kurt, GRÜNE (36,9 Prozent im Wahlkreis Mitte 4)
Tuba Bozkurt, GRÜNE (29,8 Prozent im Wahlkreis Mitte 6)
Laura Neugebauer, GRÜNE (28,1 Prozent im Wahlkreis Mitte 7)

Katrin Schmidberger, GRÜNE (41,3 Prozent im Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg 1)
Marianne Burkert-Eulitz, GRÜNE (38,5 Prozent im Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg 2)
Turgut Altuğ, GRÜNE (35,1 Prozent im Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg 3)
Vasili Franco, GRÜNE (34,3 Prozent im Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg 5)
Julian Schwarze, GRÜNE (38,6 Prozent im Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg 6)

Oda Hassepaß, GRÜNE (23,8 Prozent im Wahlkreis Pankow 3)
Louis Krüger, GRÜNE (21,9 Prozent im Wahlkreis Pankow 5)
Andreas Otto, GRÜNE (41,3 Prozent im Wahlkreis Pankow 6)
Julia Schneider, GRÜNE (30,7 Prozent im Wahlkreis Pankow 7)
Daniela Billig, GRÜNE (38,2 Prozent im Wahlkreis Pankow 8)

Petra Vandrey, GRÜNE (30,9 Prozent im Wahlkreis Charlottenburg-Wilmersdorf 3)
Christoph Wapler, GRÜNE (27,0 Prozent im Wahlkreis Charlottenburg-Wilmersdorf 4)

André Schulze, GRÜNE (33,8 Prozent im Wahlkreis Neukölln 1)
Susanna Maria Kahlefeld, GRÜNE (32,9 Prozent im Wahlkreis Neukölln 2)

Benedikt Lux, GRÜNE (28,9 Prozent im Wahlkreis Steglitz-Zehlendorf 1)

Sebastian Walter, GRÜNE (33,2 Prozent im Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg 1)
Catherina Pieroth-Manelli,GRÜNE (35,9 Prozent im Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg 2)
Aferdita Suka, GRÜNE (25,7 Prozent im Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg 4)

Für die Linke errangen 6 Bewerberinnen und Bewerber das Direktmandat

Katalin Gennburg, DIE LINKE (26,2 Prozent im Wahlkreis Treptow-Köpenick 1)

Damiano Valgolio, DIE LINKE (24,7 Prozent im Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg 4)

Manuela Schmidt, DIE LINKE (24,1 Prozent im Wahlkreis Marzahn-Hellersdorf 2)

Claudia Engelmann, DIE LINKE (24,5 Prozent im Wahlkreis Lichtenberg 3)
Sebastian Schlüsselburg, DIE LINKE (29,4 Prozent im Wahlkreis Lichtenberg 4)
Hendrikje Klein, DIE LINKE (26,3 Prozent im Wahlkreis Lichtenberg 5)

Für die CDU errangen 21 Bewerberinnen und Bewerber das Direktmandat

Sandra Khalatbari, CDU (29,6 Prozent im Wahlkreis Charlottenburg-Wilmersdorf 5)
Ariturel Hack, CDU (28,4 Prozent im Wahlkreis Charlottenburg-Wilmersdorf 2)

Heiko Melzer, CDU (31,5 Prozent im Wahlkreis Spandau 4)
Kai Wegner, CDU (36,5 Prozent im Wahlkreis Spandau 5)

Christian Goiny, CDU (31,3 Prozent im Wahlkreis Steglitz-Zehlendorf 3)
Cornelia Simone Michaela Seibeld, CDU (31,7 Prozent im Wahlkreis Steglitz-Zehlendorf 4)
Oliver Friederici, CDU (29,4 Prozent im Wahlkreis Steglitz-Zehlendorf 5)
Adrian Grasse, CDU (31,0 Prozent im Wahlkreis Steglitz-Zehlendorf 6)
Stephan Carsten Günter Standfuß, CDU (30,7 Prozent im Wahlkreis Steglitz-Zehlendorf 7)

Scott Körber, CDU (33,1 Prozent im Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg 6)
Christian Zander, CDU (35,6 Prozent im Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg 7)

Christian Gräff, CDU (35,5 Prozent im WahlkreisMarzahn-Hellersdorf 4)
Katharina Günther-Wünsch, CDU (33,7 Prozent im Wahlkreis Marzahn-Hellersdorf 5)
Alexander Herrmann, CDU (27,9 Prozent im Wahlkreis Marzahn-Hellersdorf 6)

Danny Freymark, CDU (25,5 Prozent im Wahlkreis Lichtenberg 1)
Martin Pätzold, CDU (21,3 Prozent im Wahlkreis Lichtenberg 2)

Johannes Kraft, CDU (25,4 Prozent im Wahlkreis Pankow 1)

Stephan Schmidt, CDU (33,4 Prozent im Wahlkreis Reinickendorf 3)
Björn Wohlert,CDU (28,4 Prozent im Wahlkreis Reinickendorf 4)
Michael Dietmann, CDU (30,7 Prozent im Wahlkreis Reinickendorf 5)
Frank Balzer, CDU (36,6 Prozent im Wahlkreis Reinickendorf 6)

Für die AfD errangen zwei Bewerberinnen und Bewerber das Direktmandat

Gunnar Norbert Lindemann, AfD (22,6 Prozent im Wahlkreis Marzahn-Hellersdorf 1)
Jeannette Auricht, AfD (22,0 Prozent im Wahlkreis Marzahn-Hellersdorf 3)

Sendung: 27.09.2021, 20:15 rbb Fernsehen "Ihre Wahl. Wer regiert Berlin?'"

21 Kommentare

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  1. 20.

    Genau da liegt ja das Dilemma. Für die Grünen bedeutet Verkehrswende vor allem der Kampf gegen das Auto. Was dabei fehlt, ist das Angebot von Alternativen jenseits des Fahrrads, denn das kostet Geld - richtig viel Geld. Es reicht eben nicht, nur zu verbieten und zu drangsalieren, in der Hoffnung, dass die Autofahrer dann klein beigeben und das Fahrzeug stehen lassen, so wie die Grünen es glauben. Es mangelt schlicht und ergreifend an komfortablen und preisgünstigeren Alternativen. Es fehlen massiv Parkhäuser, P-R-Plätze außerhalb des Rings bzw. sogar außerhalb der Stadtgrenzen, an Transportmöglichkeiten zwischen Einkaufsstraßen und eben diesen Parkmöglichkeiten, an einem rund um die Uhr zumutbaren ÖPNV-Angebot jenseits des S-Bahn-Rings, an schnellen Verbindungen in den Speckgürtel. All das sind auch die Grünen in den letzten Jahren nicht angegangen sondern haben sich in reiner Symbolpolitik verfangen.

  2. 17.

    Für mich als einer der letzten, weil wirklich in Berlin Geborener, echten Berliner, steht immer die Frage, wer sind die Gewählten. Berlin wird schon lange nicht mehr von Berlinern regiert.
    Großes Manko, das Wählen der Personen, die augenscheinlich von den Ergebnissen ihrer Parteien partizipieren. Den hiesigen Bürgermeister kennen sehr viele Menschen weder persönlich, noch mit Namen. Ältere kennen das noch. Vor langen Jahren standen Kandidaten regelmäßig auf den Straßen. Heute verkriechen sie sich in die Hinterzimmer, was zumeist nur die eigene Klientel weiß.
    Leider weitere vier Jahre so weiter.
    Warum muss der Steuerzahler eigentlich Personen alimentieren, wo man gar nicht weiß, was sie den lieben langen Tag machen?

  3. 16.

    Die Karte zeigt, daß die Berliner, die in Außenbezirken leben, offenbar andere Sorgen haben als Lastenfahrräder oder "Bullerbü" in der Großstadt.
    Wo sind die versprochenen Verbesserungen für den ÖPNV?
    Sollte nicht zuerst ein Angebot gemacht werden können, bevor man den Autofahrern das Leben schwer macht?
    In den letzten sechs Jahren wurde zum Beispiel keine einzige Straßenbahnlinie neu geschaffen oder verlängert.
    Trotz inflationären Gebrauchs des Wortes "Verkehrswende" gab es leider keine Ergebnisse.


  4. 15.

    Na mal sehen - vielleicht gibts ja Hoffnung, dass Herr Hofer von der SPD doch noch ein grünes Chaos für Pankow verhindern kann.

  5. 14.

    Also ich fings gut:
    Die afd hat ihr Ergebnis halbiert.

  6. 12.

    Schade um Monika Herrmann? Sie wohnen nicht in diesem Chaos Bezirk, oder?

  7. 11.

    Mir wird schon lange übel, weil ich hier jeden Tag das beschränkte und gehässige rechte Gemecker lesen muss.

  8. 9.

    Kein guter Tag für Pankow. Wollen doch die Grünen, oder die designierte Bezirksbürgermeisterin, als sogenannte Tierwohlpartei, das Hundeauskaufgebiet Arkenberge dicht machen und die freundliche Dame es zum Ausreiten mit Pferden aus Blankenfelde machen. Ich nenne das Klientelpolitik. Die Grüne Partei wird deen Leuten ziemlich die Daumenschrauben anziehen: es folgen Verbote, Enteignung von Mobilität und die weitere Verteuerung von Wohnen. Schade, dass es Herr Benn nicht geschafft hat. Für Pankow war er ein kompetenter Bezirksbürgermeister.

  9. 8.

    Na das wird noch lustig. Teilweise sehr knappe Entscheidungen und dazu die berichteten Unregelmäßigkeiten. Die könnten dann doch tatsächlich Einfluß auf den Ausgang gehabt haben!

  10. 7.

    @Thomas: "Wenn ich das im Bund richtig verstanden habe, hat die Linke 3 Direktmandate in ganz Deutschland (3 von 82 Mio. Menschen) und macht daraus rund 30 Sitze im Bundestag. Is ja wie bei Harry Potter."

    Das entspricht nunmal seit knapp sechzig Jahren dem deutschen Wahlrecht, wird als Grundmandatsklausel bezeichnet und die ist auch vor 2021 schon drei Mal zum Tragen gekommen (1953, 1957, 1994).
    Darüber hinaus entfällt die Sperrklausel auch für nationale Minderheiten in Deutschland wie aktuell der Partei der dänischen Minderheit, den SSW. Auch dieser war 1949 schon einmal für eine Legislaturperiode im Bundestag.

    Dass Monika Herrmanns politische Inhalte nicht allen zugesagt hat, ist nichts neues. Sie stand für Veränderungen und hat sich an Tabus herangewagt, mir war das allemal lieber als ein solider Stillstand.

  11. 6.

    In wiefern wurde denn Frau Herrmann "abgewählt"? Sie hat keinen Platz im Abgeordnetenhaus erhalten, den hatte sie vorher auch nicht. Vielmehr wurde sie in die BVV gewählt und von dieser zur Bezirksbürgermeisterin gewählt.

    Bereits 2020 hat sie angegeben, statt für die BVV für das Abgeordnetenhaus zu kandidieren, womit schon damals klar war, dass sie nicht weiter Bezirksbürgermeisterin bleiben wird (denn Posten soll ja nun eine andere Frau Herrmann erhalten).

  12. 5.

    Sehr schade um Monika Hermann. War sehr engagiert. In meinem Wahlkreis hat auch die SPD verloren, obwohl sie sehr engagiert war uns man sie ständig auf der Straße gesehen hat. Die grüne Gewinnerin habe ich bis heute nicht ein einziges Mal irgendwo gesehen.
    Fleiß und Mühe wird leider nicht honoriert in Berlin.

  13. 4.

    Hahahahahaha, Monika Herrmann draußen. Beste Nachricht des Tages. Tja, dann muss sie sich wohl einen neuen Job suchen. Viel Glück dabei. :D

  14. 3.

    Trifft genau die richtige ! ! ! ! ! ! ! ! ! Finde es außerdem skandalös, dass die abgewählten Verlierer hintenrum trotzdem wieder in die Parlamente kommen.
    Wenn ich das im Bund richtig verstanden habe, hat die Linke 3 Direktmandate in ganz Deutschland (3 von 82 Mio. Menschen) und macht daraus rund 30 Sitze im Bundestag. Is ja wie bei Harry Potter.

  15. 2.

    Sollte das wirklich stimmen und die Bürgermeisterin von Kreuzberg wäre abgewählt?
    Hosianna, dann lieber das kleine Übel Links. Hoffentlich ist auch der "Baumeister" der Bergmannstrasse abgewickelt.

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